Kritik an Regierung

Bahn-Chaos: Landtag macht Druck

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Unter anderem die Talent-2-Züge von Bombardier stehen harsch in der Kritik.

München - Bahn-Chaos auf der Werdenfels-Strecke und bei Meridian: Jetzt setzt der Landtag die Staatsregierung unter Druck. Zukünftig müsse bei den Ausschreibungen mehr auf Qualität geachtet werden.

Angesichts der vielen Pannen und Verspätungen auf vielen Bahn-Regionalstrecken in Bayern setzt der Landtag die Staatsregierung unter Druck. CSU und SPD forderten sie am Donnerstag im Wirtschaftsausschuss auf, bei künftigen Ausschreibungen mehr auf die Qualität zu achten als bisher. Außerdem verlangten beide Fraktionen von der schwarz-roten Bundesregierung eine Erhöhung der Zuschüsse für den Regionalverkehr. In den vergangenen Jahren seien viele Pendler vom Auto auf die Bahn umgestiegen, sagte der CSU-Bahnfachmann Eberhard Rotter. „Wir müssen aufpassen, dass das nicht bricht.“

Die SPD schlägt unter anderem vor, dass der jährliche Fahrplanwechsel vom Winter auf den Sommer verlegt wird. „Da läuft man nicht so ein großes Risiko, wenn es zu großen Umwälzungen kommt“, sagte der Abgeordnete Bernhard Roos. Die jüngsten Probleme auf den Bahnstrecken München-Garmisch und München-Salzburg sind nach Einschätzung der Landtagsabgeordneten unter anderem darauf zurückzuführen, dass neue Züge ohne ausreichenden Vorlauf vor dem Betriebsstart geliefert wurden.

„Bei den Ausschreibungsverfahren gibt es Verbesserungsbedarf“, sagte der Grünen-Abgeordnete Markus Ganserer. Die Freien Wähler fordern eine robustere Gangart bei der Verhängung von Vertragsstrafen gegen die Bahnunternehmen. Außerdem wollte der oberfränkische Abgeordnete Thorsten Glauber wissen, wofür das bei Strafzahlungen von den Bahnfirmen kassierte Geld verwendet wird.

dpa

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