Bahnstreik: Region kaum betroffen

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Die Lokführer wollen wieder streiken.

Frankfurt/Main - Die Gewerkschaft der Lokführer hat für heute erneut zu bundesweiten Warnstreiks aufgerufen. In der Region sind die Auswirkungen anscheinend aber kaum zu spüren. *DB-Reiseauskunft*

Die Deutsche Bahn veröffentlicht auf ihrer Homepage die aktuellen Verpätungsmeldungen und hat eine kostenlose Telefonhotline eingerichtet: 08000-996633.

Die Gewerkschaft der Lokomotivführer (GDL) hat ihre Mitglieder für den Vormittag erneut zu Warnstreiks aufgerufen. Die Züge stehen in der Zeit zwischen 8.30 bis 11.30 Uhr still - eine Stunde länger als bei der ersten Warnstreikwelle am Dienstag. Bestreikt werden wiederum die Deutsche Bahn AG und ihre sechs größten privaten Konkurrenten (G6), wie die GDL am Donnerstag in Frankfurt mitteilte.

Der Umfang der Arbeitsniederlegungen werde in etwa dem vom Dienstag entsprechen, kündigte ein Sprecher an. Regionale Schwerpunkte sind dieses Mal das Rhein-Main-Gebiet, Stuttgart und Hamburg. Ausgenommen bleibt die Berliner S-Bahn, die aus technischen Gründen ohnehin nur eingeschränkt fährt. Man wolle verantwortungsvoll mit der Streikmacht umgehen, erklärte die GDL.

Die Deutsche Bahn kritisierte den erneuten Warnstreik-Aufruf scharf. Die angekündigten weiteren Arbeitsniederlegungen seien “so überflüssig wie ein Kropf“, sagte eine Bahnsprecherin. Statt unverzüglich weiterzuverhandeln, treibe die GDL “ihr Spiel zu Lasten der Kunden unbeirrt weiter“. Der Gewerkschaft scheine reine Machtdemonstration wichtiger zu sein als ernsthafte Lösungen für alle Lokführer. Ein zuverlässiger Verhandlungspartner verhalte sich anders. “DB und G6 müssen jetzt deutlich nachbessern, um weitere Arbeitskämpfe abzuwenden“, erklärte GDL-Chef Claus Weselsky in einer Mitteilung.

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Der Bahnstreik am Dienstag

Der erneute Warnstreik sei die gelbe Karte für die Unternehmen und “ihr perfides Spiel auf Zeit“. Die Gewerkschaft will einheitliche Tarifbedingungen für die rund 26.000 Lokführer bei nahezu allen Bahnunternehmen in Deutschland durchsetzen. Parallel läuft eine Urabstimmung über unbefristete Streiks, die am 7. März ausgezählt werden soll. Die Lokführer hatten bereits am Dienstagmorgen in ganz Deutschland den Schienenverkehr für zwei Stunden massiv behindert.

Die Gewerkschaft hatte bei einem Zugausfall von 80 Prozent von einem “vollen Erfolg“ gesprochen und mit heftigeren Aktionen gedroht. In der Urabstimmung lässt die GDL alle aktiven Mitglieder über weiterreichende Streiks abstimmen. Sie gilt als angenommen, wenn mehr als 75 Prozent der Teilnehmer zustimmen. Die Stimmzettel sollen am 7. März, dem Rosenmontag, ausgezählt werden.

dpa

Quelle: rosenheim24.de

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