Baderegeln sorgen für Badespaß ohne Risiko

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Landkreis - Das BRK gibt wichtige Hinweise zum richtigen Verhalten während und nach dem Badespaß. Im vergangenen Jahr leisteten die Aktiven über 500 Mal erste Hilfe.

Mit jedem Sonnentag werden die Seen wärmer und immer mehr Badegäste tummeln sich an den Ufern und in den Strandbädern. Für die 19 Stationen der Wasserwacht des Bayerischen Roten Kreuzes heißt es jetzt das Badevergnügen genau zu beobachten. Im vergangenen Jahr leisteten die Aktiven über 500 Mal erste Hilfe. Viele Badeunfälle wären vermeidbar, wenn die wichtigsten Baderegeln eingehalten werden.

Wolfgang Rödl, technischer Leiter der Kreiswasserwacht Traunstein, hat als aktiver Wasserretter der Wasserwacht Chieming schon viele Unfälle erlebt: „Ein Jugendlicher ist im Sommer vom Steg im Chieminger Strandbad gesprungen, ohne sich zu vergewissern, ob das Wasser tief genug ist und knallte prompt mit dem Kopf auf dem sandigen Untergrund auf. Er hatte Glück und zog sich nur leichte Verstauchungen zu.“ Doch mancher Leichtsinn kann auch ernste Folgen haben. Immer wieder beobachtet Wolfgang Rödl in Chieming, dass Wagemutige ins Wasser springen, wenn sich ein Dampfer nähert. „Sie wollen die schönen Wellen genießen, sehen aber nicht, wie gefährlich es ist, in den Sog der Schiffsschraube gezogen zu werden.“ Auch mahnt er eindringlich, fröstelnde Kinder mit blauen Lippen aus dem Wasser zu holen, denn hier droht die Gefahr einer Unter­kühlung. Die kleinen Badegäste liegen auch Hans­ Michael Weisky, Vorsitzender der Kreis­wasserwacht, sehr am Herzen: „Es gibt viele Unfälle mit Kindern unter 10 Jahren. Manche Eltern meinen, wenn die Kleinen schwimmen können, sie nicht mehr beaufsichtigen zu müssen.“

Sturmwarnung beachten

An den Seen kündigen Sturmwarnleuchten früh­zeitig Unwetter an. „Bei 90 Blitzen in der Minute sollte man schleunigst das Wasser verlassen und die Segler Schutz in einem Hafen suchen oder eine Insel auf der Windschattenseite anfahren“, so Rödl. Ein anderes Problem ist das Sonnenbaden auf einer Luftmatratze oder in einem Schlauchboot. Gerade am Chiemsee sind die Strömungen nur schwer abzuschätzen. „In kurzer Zeit sind die Wasserfans weit abgetrieben und bei einsetzendem Wind ist das Zurückrudern oft nicht mehr möglich.“

Wolfgang Rödl erinnert an weitere wichtige Baderegeln:

  • Vermeide einen Sonnenbrand! Vor allem Kinder sind hier stark gefährdet.
  • Schütze dich vor Insektenstichen! Gerade beim Essen von süßen Sachen droht hier Gefahr. Bei einem Stich im Mund­ oder Rachenraum sollte unbedingt der Notarzt verständigt werden.
  • Springe nie erhitzt ins Wasser! Der Körper muss sich an den Temperaturwechsel gewöhnen, damit der Kreislauf nicht zu sehr belastet wird. 
  • Gehe nicht übermüdet, mit vollem Magen oder unter Alkohol­-, Medikamenten­- und Drogen­einfluss ins Wasser! Meide Wasserpflanzen! 
  • Mach Dich lautstark bemerkbar, wenn Dir etwas auffällt oder Du während des Schwimmens mit einem Krampf zu kämpfen hast. 
  • Löse einen Notfall nie zum Spaß aus – die Wasserretter könnten dadurch wertvolle Zeit verlieren, die sie zur Rettung in einem Notfall brauchen!

Pressemitteilung Bayerisches Rotes Kreuz

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © dpa

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