Vorstellung auf Pressekonferenz *Mit Umfrage* 

"Corona-Monitoring lokal": So funktioniert die RKI-Studie in Bad Feilnbach

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RKI-Pressekonferenz in Bad Feilnbach. 

Bad Feilnbach - In den kommenden Wochen werden sich Bürger der 8.000-Seelen Gemeinde im Kreis Rosenheim auf das Corona-Virus testen lassen. Sie agieren damit als Teil der RKI-Studie "Corona-Monitoring lokal". Aus insgesamt vier Corona-Hotspots in Deutschland wurde Bad Feilnbach als zweite Station für die Forschung gewählt.

Update, 12.07 Uhr - Projektleitung erläutert "Corona-Monitoring lokal" in Bad Feilnbach

Dr. Claudia Santos-Hövener, Projektleiterin "Corona-Monitoring lokal", betont, dass nur eingeladene Bürger an der Studie teilnehmen können. Nur durch die rein zufällig gezogenen Testpersonen könne eine repräsentative Studie garantiert werden. Santos-Hövener erklärt, dass sich bereits zahlreiche Personen gemeldet hätten und Termine bereits ausgemacht wurden. Im Medical-Park Blumenhof direkt in Bad Feilnbach sollen die Tests und Befragungen durchgeführt werden. Dort wurden zwei Untersuchungsbusse und externe Räumlichkeiten zur Verfügung gestellt. Des Weiteren seien auch Hausbesuche für Personen mit Symptomen und Personen, welche nicht mobil sind, möglich. 

Natürlich werde man speziell auf Hygiene und Sicherheit achten. Alle Mitarbeiter werden Schutzkleidung tragen. Auch alle Studienteilnehmer werden dazu angehalten, Masken zu tragen. Neben dem Bluttest und Rachenabstrich werden auch Befragungen durchgeführt. Dabei müssen die Testpersonen einen zweiseitigen Fragebogen ausfüllen. Nachdem die Testergebnisse vorliegen, wird es noch eine Nachbefragung geben. Testpersonen haben jederzeit die Möglichkeit sich telefonisch zu erkundigen. 


Update, 12 Uhr - Dr. Lampert informiert über Studie

Dr. Thomas Lampert erklärt, wie die Studie in Bad Feilnbach ablaufen wird. Dabei will man vor allem die Faktoren herausfinden, wie sich das Coronavirus verbreitet. Hier möchte man vor allem auch die unterschiedlichen Voraussetzungen in den verschiedenen, betroffenen Haushalten, wie Einkommen und Bildung beleuchten.

Neben einem Rachenabstrich, welcher einen Direktnachweis darlegen kann, wird eine Blutentnahme durchgeführt. Dieser Test soll Antikörper nachweisen, damit der Anteil der Personen, welche überhaupt Kontakt mit dem Virus hatte, ermittelt werden kann


Update, 11.50 Uhr - Hierl dankt Ärzten und Helfern

Dr. Wolfgang Hierl, Leiter Gesundheitsamt Rosenheim, erklärt, dass Mitte April im Landkreis Rosenheim über 50 Personen beatmet und über 170 Personen stationär behandelt werden mussten. Mittlerweile müssen in Stadt und Landkreis noch zwei Personen beatmet und elf Personen stationär behandelt werden.

Seit Anfang Juni verzeichnet das Gesundheitsamt täglich zwischen null und drei Neuinfektionen. 2341 Personen gelten mittlerweile als genesen. 217 Menschen seien leider aufgrund einer Covid-19-Erkrankung verstorben - sieben Personen seien unter 60 Jahre alt gewesen. 

Zum Schluss appelliert Hierl noch einmal an die Bevölkerung, sich die Corona-Warn-App zu installieren. Diese helfe den Behörden enorm, weitere Erkenntnisse zur Ausbreitung des Virus zu erhalten. Darüber hinaus dankte Hierl noch den zahlreichen Helfern und Ärzten, welche sich tagtäglich mit zum Teil sehr schweren Krankheitsfällen konfrontiert sahen.

Update, 11.36 Uhr - Corona-Entwicklung im Landkreis Rosenheim

Dr. Wolfgang Hierl, Leiter Gesundheitsamt Rosenheim, erklärt, dass Deutschland die Pandemie bislang sehr erfolgreich bestreiten konnte. Dabei lobt er neben dem Verhalten der Menschen auch die Eindämmungsmaßnahmen der Regierung. Er bezeichnete das RKI und das LGL als starke und verlässliche Partner, ohne welche die Gesundheitsämter nicht so erfolgreich arbeiten hätten können.

Der erste Fall im Landkreis Rosenheim sei am 29. Februar bekannt geworden. Zum 18. März habe man in der Region ein exponentielles Wachstum erreicht. Den "Peak" gab es am 25. März mit 151 Erkrankungsfällen. Dadurch sei es auch zeitweise fast unmöglich gewesen, alle Kontaktpersonen zu ermitteln. Am 7. April sei dieser "Peak" überschritten worden und die Neuinfektionen nahmen ab. Dabei habe die Eindämmungsstrategie und die strikten Maßnahmen der Regierung ihre Wirkung gezeigt

Update, 11.29 Uhr - Prof. Bernhard Lieb erläutert Corona-Situation in Bayern

Prof. Bernhard Liebl, Vizepräsident Bayerisches Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit, informiert über die Pandemie-Entwicklung in ganz Bayern. Nicht nur der Landkreis Rosenheim, sondern der gesamte Freistaat galt in Deutschland als Corona-Schwerpunkt. Mitte März habe man in Bayern täglich knapp 2.000 Neuinfektionen verzeichnet. Mittlerweile habe man diese Meldezahlen durch notwendige Maßnahmen jedoch deutlich nach unten korrigieren können. Mittlerweile verzeichne das RKI nur noch zwischen 50 bis 100 Neuinfektionen pro Tag in ganz Bayern. 

Des Weiteren konnte bereits ein Viertel aller Altenheime in Bayern getestet werden. Bis zum Herbst möchte man alle Pflegeheime getestet haben. Liebl warnte jedoch, dass man noch lange nicht alles überstanden habe. Immer wieder treten lokale Brennpunkte mit sehr hohen Fallzahlen auf - auch in Bayern. Neben den Neuinfektionen dürfe man weiterhin auch den sogenannten R-Wert nicht vernachlässigen

Update, 11.20 Uhr - Otto Lederer fordert Bürger auf an Studie teilzunehmen

Auch Landrat Otto Lederer (CSU) lobte die Gemeinschaft und Solidarität im gesamten Landkreis Rosenheim. Auch er dankte den vielen Helfern und Unterstützern.  Nun sei es an der Zeit herauszufinden, warum die Region Rosenheim bzw. die Gemeinde Bad Feilnbach besonders betroffen war. Zum Abschluss bittet Lederer die Bürger, welche zu diesem Studienprogramm eingeladen worden sind, die Chance zu ergreifen und mitzuhelfen, das Coronavirus besser zu verstehen.

Update, 11.14 Uhr - Bürgermeister Anton Wallner eröffnet PK

Zu Beginn ergreift Bad Feilnbachs Bürgermeister Anton Wallner das Wort. In seinem Eröffnungsworten erläutert er, wie sich die Pandemie in Bad Feilnbach entwickelt hat. Mit 159 positiv getesteten Personen habe die Pandemie die Gemeinde besonders hart getroffen. 

Wallner, der zwischenzeitlich sogar selbst in Quarantäne war, betonte jedoch, dass man seit Mitte Mai jedoch fast keine Neuinfektionen mehr zu verzeichnen hat. Des Weiteren lobt Wallner die Verhaltensweise und Mithilfe der Bürger.  Als er von der Studie "Corona-Monitoring lokal" gehört habe, habe er sofort reagiert und sich beim RKI beworben. Nun möchte man mit Transparenz und Offenheit dafür sorgen, dass das Virus besser erforscht und verstanden werden kann.

Update, 10.52 Uhr - RKI-Pressekonferenz ab 11 Uhr live aus Bad Feilnbach

Gegen 11 Uhr startet in der Turnhalle in Bad Feilnbach die Pressekonferenz des RKI zum "Corona-Monitoring lokal". In den kommenden Tagen sollen rund 2.900 Erwachsene der Gemeinde an dem Studienprogramm teilnehmen. Alle weiteren Informationen und offene Fragen sollen ab 11 Uhr geklärt und beantwortet werden. 

mangfall24.de bzw. rosenheim24.de berichtet per Live-Video und im Ticker. 

Vorbericht:

Weil die Gemeinde im Landkreis Rosenheim besonders hart von der Pandemie gebeutelt wurde, wurde das Robert-Koch-Institut (RKI) aufmerksam: Bad Feilnbach wird nun als zweite Gemeinde an der Studie "Corona-Monitoring lokal" teilnehmen. Von insgesamt 8.000 Erwachsenen aus vier besonders von der Pandemie getroffenen Orten in Deutschland erhoffen sich die Wissenschaftler weitere Erkenntnisse über das neuartige Virus: Mit den gewonnenen Ergebnissen wollen die Wissenschaftler die Pandemie besser verstehen und Maßnahmen zur Eindämmung zielgerichteter planen

Drehte sich die konstituierende Sitzung des neu gewählten Landrats Otto Lederer (CSU) im Rosenheimer Landratsamt noch um die wirtschaftlichen Auswirkungen des Virus, wird Bad Feilnbach jetzt zum Schauplatz der medizinischen Forschung. Bürgermeister Anton Wallner (CSU) appellierte zu Beginn des Ausbruchs eindringlich mit einem offenen Brief an die Bürger. Für die Versorgung der Bad Feilnbacher Hausarztpraxen wurde Anfang April dringend Schutzkleidung benötigt. Der Hilferuf erreichte zahlreiche ehrenamtliche Helfer. 

Ihre Meinung ist gefragt: 

Die Wissenschaftler der RKI-Studie, die von 23. Juni bis voraussichtlich 4. Juli in einem Studienzentrum vor Ort durchgeführt wird, erforschen, wie viele Menschen bereits Antikörper gegen das neuartige Corona-Virus gebildet haben. Außerdem soll die Studie ans Licht bringen, wie hoch der Anteil von Infektionen ohne Krankheitssymptome ist, welche Menschen häufiger von der Erkrankung COVID-19 betroffen sind und wie oft die Erkrankung so schwer verläuft, dass Menschen im Krankenhaus oder auf der Intensivstation behandelt werden müssen. Erst vor wenigen Tagen beendete das RKI seine Untersuchungen in Kupferzell in Baden-Württemberg. Die Ergebnisse werden in frühestens vier Wochen vorliegen. 

Rund 2.900 Erwachsene aus Bad Feilnbach werden zu der Studie eingeladen. Im Studienprogramm vorgesehenen sind ein Fragebogen unter anderem zu klinischen Symptomen, Vorerkrankungen und Gesundheitsverhalten, eine Blutentnahme sowie ein Rachenabstrich. Die Teilnahme ist freiwillig, die Testpersonen werden nach einem Zufallsprinzip aus dem Einwohnermelderegister ausgewählt. Kriterien und Rahmenbedingungen erläutert ein Team des RKI im Zuge einer Pressekonferenz am späten Dienstagvormittag, 23. Juni

**roseheim24.de berichtet zeitnah über die Informationen aus Bad Feilnbach.**

mb

Quelle: mangfall24.de

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