Gerichtsprozess

Baby-Mord: Mutter voll schuldfähig

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Eine Mutter ist angeklagt, vor über 25 Jahren ihre beiden Babys getötet zu haben.

Hof - Die Vorwürfe gegen sie wiegen schwer: Eine Mutter soll zwei ihrer Babys nicht versorgt und im Garten vergraben haben. Vor Gericht schweigt sie weiter.

Schon mehr als 25 Jahren ist die grausamen Verbrechen her, jetzt muss sich eine 53-Jährige für sie vor Gericht verantworten. Die Anklage wirft der Frau vor, sie habe ihre beiden Babys nach der heimlichen Hausgeburt unversorgt sterben lassen und im Garten eines Anwesens in Bad Alexandersbad vergraben. Sie habe bereits vier Kinder gehabt, das Gerede der Leute gefürchtet und die Kosten für zwei weitere Kinder nicht hinnehmen wollen. Erst vor einem Jahr waren die stark verwesten Leichen bei Bauarbeiten entdeckt worden. Seither sitzt die 53-Jährige in Untersuchungshaft. Zur Zeit wird der Prozess gegen sie geführt.

Angeklagte schweigt vor Gericht

Dort hatte der Vorsitzende Richter Matthias Burghardt bisher vergebens an die Angeklagte appelliert, sich zu den Vorwürfen zu äußern: Die Mutter schwieg auch am Mittwoch. Stattdessen stellte ihr Verteidiger Jürgen Schmidt wegen des Appells einen Befangenheitsantrag gegen den Richter, der aber zurückgewiesen wurde. Der Verteidiger beantragte anschließend die Aussetzung des Verfahrens und die Aufhebung des Haftbefehls.

In der Verhandlung hat außerdem ein psychiatrischer Gutachter ausgesagt. Seiner Ansicht nach ist die Frau voll schuldfähig. Es gebe keine Hinweise auf eine Erkrankung, sagte der Sachverständige Thomas Wenske am Mittwoch im Mordprozess vor dem Landgericht Hof.

Am Freitag soll der Prozess fortgesetzt werden.

dpa

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