Gericht hat entschieden

Baby in Gefriertruhe gelegt - Lange Haft für Vater

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Weiden - Wegen gefährlicher Körperverletzung und schwerer Misshandlung eines Säuglings ist ein 36-jähriger Vater vom Landgericht Weiden zu siebeneinhalb Jahren Haft verurteilt worden.

Der Mann hatte im Prozess gestanden, seine erst wenige Monate alte Tochter geschlagen, kopfüber geschüttelt und in die Gefriertruhe gelegt zu haben. Ein Tötungsvorsatz war dem Urteil zufolge nicht nachweisbar.

Vor Gericht hatte der Mann gesagt, er sei gestresst gewesen und habe das Schreien des Säuglings nicht ertragen. Es tue ihm leid. Die Mutter des Säuglings hatte ihren Mann nicht von den Übergriffen abhalten, das kleine Mädchen jedoch aus der geschlossenen Truhe retten können. Dem Vorwurf des versuchten Totschlags folgte das Gericht nicht. Denn der Mann habe davon ausgehen können, dass seine Frau das Baby retten würde. Als der Vater das Baby in die Truhe legte, um es nach eigenen Worten „abzukühlen“, sei seine Frau neben ihm gestanden, sagte der Gerichtssprecher.

Die Ehefrau beschrieb ihren Mann als sadistisch, aufbrausend und herrschsüchtig. Mehrfach habe er gedroht, das Baby und sich selber umzubringen. Am 22. Juli habe er das Kind gewürgt, auf das Bett geworfen, ihm Wasser über den Mund gegossen und ein Tuch in den Mund gestopft. An diesem Tag wurde er von der Polizei festgenommen.

Die Staatsanwaltschaft hatte achteinhalb Jahre Haft gefordert, die Verteidigung höchstens vier Jahre.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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