Die Ergebnisse der Unfallkommission

Unfallstelle an der B299: Keine Baumaßnahmen

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Ein Unfall bei Altötting, am Knotenpunkt von Mühldorfer Straße und B299, forderte Ende Januar zwei Todesopfer. Jetzt sollen verkehrsrechtliche Maßnahmen die Stelle sicherer machen.
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Altötting - Nach dem Horrorcrash im Januar hat die Unfallkommission über Maßnahmen an der B299 bei Altötting beraten. Bauliche Veränderungen an der Unfallstelle sind vom Tisch.

Ende Januar ereignete bei Altötting am Knotenpunkt von Mühldorfer Straße und B299 ein schrecklicher Unfall. Ein Mann verstarb noch an der Unfallstelle, ein weiterer Unfallbeteiligter erlag wenige Tage danach seinen Verletzungen. Nachdem sich bereits Mitte Januar und Anfang Dezember je ein Unfall ereignet hatte, entbrannte eine Debatte über die Gefährlichkeit des Knotenpunktes.

Noch keine endgültige Entscheidung

Wie angekündigt hat die Unfallkommission, also Vertreter des Staatlichen Bauamts Traunstein, der Polizei und der unteren Verkehrsbehörde, mögliche Maßnahmen diskutiert. Wie Bauoberrat Peter Maltan vom Staatlichen Bauamt gegenüber unserer Redaktion erklärte, seien vordringlich Maßnahmen verkehrsrechtlicher Art diskutiert worden. Es gibt auch schon ein (vorläufiges) Ergebnis: "Es soll noch einmal verkehrsrechtliche Maßnahmen geben", so Maltan. Bauliche Maßnahmen sind - Stand jetzt - vom Tisch. "Wir würden versuchen, mit einer verkehrsrechtlichen Maßnahme nochmal eine Verbesserung herbeizuführen."

Endgültig entschieden ist aber noch nichts. "Bei uns im Haus muss man nochmal ein Gespräch führen und dann letztendlich die Schlussabstimmung machen mit den Beteiligten - mit der Polizei, mit der Verkehrsbehörde", erklärt der Bauoberrat.

Konkrete Maßnahmen noch nicht bekannt

Welche verkehrsrechtlichen Maßnahmen die Experten im Sinn haben, möchte Maltan vor den abschließenden Gesprächen nicht sagen. "Da gibt's eine Idee, diese Idee haben wir auch besprochen. Jetzt muss man schauen, ob sie sich auch so umsetzen lässt."

Zu Maßnahmen im verkehrsrechtlichen Bereich gehören unter anderem Geschwindigkeitsbeschränkungen sowie Verkehrsregelungen, etwa zum Abbiegen oder zur Vorfahrt. Verkehrsrechtliche Maßnahmen sind aber ein sehr weites Feld. Was die Planer an der B299 vorhaben, ist daher aktuell völlig unklar.

Maßnahmen schnell umsetzbar

Ein Vorteil von derartigen Maßnahmen ist, dass sie vergleichsweise schnell umgesetzt werden können. Ein Tempolimit ist schnell beschlossen, ein Verkehrsschild im Handumdrehen aufgestellt. Bei baulichen Maßnahmen geht es auch um rechtliche Fragen, etwa um die Baugenehmigung - und um Zeit. Eine Rampe oder ein Kreisverkehr müssten erst gebaut werden und auch eine Ampelanlage ist nicht von heute auf morgen installiert.

Eine Übersicht möglicher baulicher Maßnahmen inklusive einer Expertenbewertung finden Sie hier.

Bereits in den vergangenen Jahren haben die Planer Maßnahmen zur Verbesserung der Sicherheit ergriffen. Fahrzeuge aus Richtung Garching müssen seit 2006 ein Tempolimit von 60 km/h beachten und seit 2008 gibt es für Rechtsabbieger von der Mühldorfer Straße in die B299 eine Einfädelspur. Angesichts der Unfälle zum Jahreswechsel ist der Knotenpunkt aber weiterhin eine Unfallhäufungsstelle. Allerdings ist die Unfallschwere zuletzt aber nicht sehr groß gewesen - mit einer traurigen Ausnahme Ende Januar.

In den Tagen nach diesem Unfall haben sich unsere Leser zu 71 Prozent dafür ausgesprochen, dass Maßnahmen ergriffen werden. In einem zweiten Voting plädierten knapp 50 Prozent der Leser für einen Kreisverkehr, etwa ein Viertel für eine Ampellösung und jeweils knapp zehn Prozent für eine beidseitige Geschwindigkeitsbegrenzung beziehungsweise eine zusätzliche Rampe.

Quelle: innsalzach24.de

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