Autobahnkreuz München-Süd

A8: High Noon auf der Autobahn

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München - Unfall- und Stauchaos auf der A8: Ausgelöst durch ein Unfall am Autobahnkreuz München-Süd folgten zahlreiche Auffahrunfälle. Erst ab 16 Uhr normalisierte es sich wieder.

Am Freitag, den 28. Februar, kam es etwa gegen 12 Uhr Mittags auf der A8 zu mehreren Verkehrsunfällen in den Gemeindebereichen Otterfing bis Brunnthal in Fahrtrichtung München.

Auslöser dürfte ein Unfall am Autobahnkreuz München-Süd in der Überleitung zur Ostumfahrung gewesen sein. Es waren insgesamt drei Autos beteiligt. Zwei Personen wurden in Kliniken eingeliefert, eine dritte Person wurde leichtverletzt.

Ein 29-jähriger Egenhofener Hyundai-Fahrer und ein 20-jähriger Audi-Fahrer aus Freilassing mussten ihre Autos verkehrsbedingt auf der Überleitung von der A8  zur A99 in Fahrtrichtung Norden abbremsen. Ein 25-jähriger Opelfahrer aus Frankfurt/Main erkannte die langsamer werdenden Autos zu spät und fuhr leicht links versetzt zunächst auf den Hyundai auf. Dieser wurde nach rechts weggeschoben und prallte anschließend frontal auf den Audi.

Durch den Unfall wurden neben dem Verursacher noch dessen 49-jährige Mutter und der Audi-Fahrer leicht verletzt. Alle verletzten Personen sind bereits wieder aus dem Krankenhaus entlassen. Es entstand Sachschaden von circa 20.000 Euro.

Ein Folgeunfall mit drei Fahrzeugen ereignete sich auf Höhe des Parkplatzes Brunnthal. Auch hier kamen Personen zu Schaden.

Wegen des Rückstaus vom oben genannten Unfall musste eine 59-Jährige aus Marktoberdorf ihren Ford bis zum Stillstand abbremsen. Eine nachfolgende 67-jährige VW-Fahrerin aus Uelzen bemerkte den Stau zu spät und fuhr wuchtig auf den Ford auf. Dieser wurde dadurch nach vorne rechts geschleudert und prallte gegen den Citroen eines 75-Jährigen aus Oberursel sowie weiter gegen den Peugeot einer 53-jährigen Kölnerin.

Leicht verletzt wurden die Ford-Fahrerin sowie ein 53-jähriger Insasse im Kölner Peugeot. Der Beifahrer der Uelzener VW-Fahrerin, die den Unfall verursacht hatte, musste mit dem Rettungshubschrauber in eine Klinik geflogen werden. Der 68-jährige Mann hatte zehn Tage zuvor einen Herzinfarkt erlitten und wurde wegen Verdacht auf erneuten „stillen Infarkt“ in eine Klinik geflogen.

Während der Standzeit des Hubschraubers musste die Fahrbahn in Richtung München für circa 20 Minuten total gesperrt werden. Es entstand Sachschaden von insgesamt circa. 26.000 Euro.

Etwa zwei Kilometer vor der Anschlussstelle Hofoldinger Forst kam es am Stauende zu drei weiteren Unfällen.

Zweimal krachten drei Fahrzeuge und einmal zwei Fahrzeuge zusammen. Beim ersten Auffahrunfall auf dem linken Fahrstreifen hatten ein 73-jähriger VW-Fahrer aus Gilching und ein 24-jähriger Mercedes-Fahrer aus Prag ihre Fahrzeuge anhalten können. Eine 28-jährige Österreicherin aus Spital fuhr mit ihrem Alfa Romeo auf den VW auf und schob diesen auf den Daimler des Tschechen. Der Gilchinger VW-Fahrer erlitt ein Halswirbelsäulen-Trauma und musste zur Behandlung in eine Klinik gefahren werden. Es entstand Sachschaden in Höhe von circa 20.000 Euro.

Wenige hundert Meter dahinter fuhr ein 81-jähriger Münchner mit seinem Renault auf den verkehrsbedingt anhaltenden Mazda eines 34-jährigen Wieners auf und schob diesen auf den Audi eines 49-jährigen aus Wattenberg/Österreich. Hierbei wurde keiner verletzt. Es entstand ein Sachschaden von circa 8000 Euro.

Die beiden Fahrer des dritten Unfalles fanden eine gemeinsame Einigung.

Ein weiterer Folgeunfall ereignete sich etwa zwei Kilometer nach der Anschlussstelle Holzkirchen am Stauende.

Hier waren glücklicherweise keine Verletzten zu beklagen. Drei Fahrer konnten ihre Autos, einen VW Passat, einen Mercedes sowie einen Audi, auf dem linken Fahrstreifen am Stauende zum Stehen bringen. Eine 52-jährige Fahrerin aus Putzbrunn fuhr schließlich mit ihrem VW T5 in das Stauende und schob die anderen drei Autos aufeinander. Es entstand Sachschaden in Höhe von circa 23.000 Euro.

Noch nicht genug, wechselte im Stau unmittelbar nach der Anschlussstelle Holzkirchen ein 33-jähriger Augsburger mit seinem Lkw vom mittleren auf den rechten Fahrstreifen und übersah dabei den VW Sharan eines 57-jährigen aus Chieming. Der Sachschaden beläuft sich auf circa 3000 Euro.

All diese Unfälle ereigneten sich in einem Zeitfenster von etwa 45 Minuten.Der Verkehr staute sich vom Autobahnkreuz München-Süd bis knapp über Holzkirchen zurück.

Auf der Gegenfahrbahn kam es durch Schaulustige zu einem Unfall auf Höhe der Rastanlage Holzkirchen Süd. 

Um 14.25 Uhr fuhr eine 37-jährige Nürnbergerin mit ihrem Audi auf dem linken Fahrstreifen in das Heck des VW eines 46-Jährigen aus Poing. Verletzt wurde dabei keiner. Es entstand ein Sachschaden in Höhe von circa 9000 Euro.

Zu einem erneuten Unfall kam es um 15 Uhr am Autobahnkreuz München Süd wieder im Bereich des Fahrbahnteilers in Richtung Norden.

Im Bereich dieses Fahrbahnteilers verzögerte sich der Verkehr wieder, wobei ein 25-jähriger Ungar aus Pecs mit seinem Auto beim Bremsen zu weit nach links geriet und den Renault Kangoo eines 36-Jährigen aus Raubling touchierte. Dieser wich daraufhin nach links aus oder wurde nach links geschoben. Dabei touchierte er den Renault Megane eines 31-Jährigen aus Südafrika. Verletzt wurde niemand. Der Sachschaden beläuft sich auf circa 20.000 Euro.

Durch die Unfälle dauerte es bis etwa 16 Uhr bis sich der Verkehr wieder normalisierte. Zeitweise staute sich der Verkehr in Richtung München auf einer Länge von etwa 15 km.

Pressemitteilung Autobahnpolizeistation Holzkirchen

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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