Notunterkunft in Rosenheim

100 Asylbewerber ziehen in Luitpoldhalle

  • schließen
  • Weitere
    schließen
+

Rosenheim -  Am Freitag werden rund 100 Asylbewerber ankommen und für einige Wochen in die Notunterkunft Luitpoldhalle ziehen.

Wie bereits berichtet, soll die Luitpoldhalle im Winter als Notunterkunft für 200 Flüchtlinge dienen. Am Dienstagabend wurde nun bekannt, dass 100 neue Asylbewerber am Freitag in Rosenheim ankommen und dort einziehen werden.

Über Facebook bittet die Soziale Stadt Rosenheim deshalb um Mithilfe. Benötigt werden laut Christian Hlatky zunächst vor allem Helferinnen und Helfer auf dem Weg zu den ärztlichen Untersuchungen am Wochenende beim Gesundheitsamt. Interessierte können sich unter der Telefonnummer 08031 / 2321359 melden.

Gemeinsame Pressemitteilung der Stadt Rosenheim und der Regierung von Oberbayern:

Die Regierung von Oberbayern hat am 10. November die Stadt Rosenheim dringlich gebeten, im Rahmen der bereits bestehenden Quoten- bzw. Zuweisungsregelungen ab Freitag, 14. November ca. 100 weitere Asylsuchende aufzunehmen.

Die Regierung will die Luitpoldhalle als sogenannte Not-Erstaufnahmeeinrichtung nutzen, um weitere dringend nötige Unterbringungskapazitäten zu schaffen. Derzeit kommen in München täglich im Durchschnitt rund 200 Asylbewerber an, was die Raten früherer Jahre bei weitem übertrifft. Insgesamt betreibt die Regierung von Oberbayern derzeit - neben der Bayernkaserne und deren Erstaufnahmedependancen - neun solcher nur Not- Erstaufnahmeeinrichtungen. Sie sind für einige Wochen oder Monate angelegt, bisher u.a. in München, Mühldorf, Garmisch, Erding und Ingolstadt/Manching.

Zur Bewältigung der Lage wurde bei der Stadt unter der Leitung von Sozialamtsleiter Christian Meixner eine Koordinierungsgruppe eingerichtet, der u.a. Stadtbrandrat Hans Meyrl sowie Verantwortliche des Malteser Hilfsdienstes, des Bayerischen Roten Kreuzes und weitere Vertreter der Stadtverwaltung angehören.

Derzeit laufen die notwendigen Vorbereitungen für die kurzfristige Umnutzung der Luitpoldhalle. Der Schwingboden erhält einen Schutzbelag. Dann werden die Betten aufgestellt. Auch die regelmäßige Verpflegung sowie ausreichend sanitäre Einrichtungen und passende Betreuung und die Gesundheitsuntersuchung wird gerade organisiert.

Frank Leistner, Leiter des Schul- und Sportamtes: „Mit der Vorbereitung der Luitpoldhalle als Notquartier steht sie ab morgen, voraussichtlich für 5-6 Wochen nicht mehr für den Sportbetrieb zur Verfügung. Das Schul- und Sportamt ist bemüht, insbesondere den beiden betroffenen Schulen, der Mittelschule am Luitpoldpark und dem Ignaz-Günther-Gymnasium, soweit möglich Ersatzzeiten in anderen Turnhallen einzuräumen. Gleiches gilt für die betroffenen Sportvereine, speziell für die im Wettkampfbetrieb befindlichen Vereine." 

In der Stadt Rosenheim wurden seit Jahresanfang 162 Asylbewerber und 112 unbegleitete minderjährige Flüchtlinge aufgenommen.

Einige junge Flüchtlinge konnten bereits auf andere Einrichtungen in Oberbayern verteilt werden, der Großteil der unbegleiteten minderjährigen Flüchtlinge befindet sich aber noch in der Stadt Rosenheim bzw. in der Zuständigkeit des Jugendamts der Stadt.

„Viele Bürgerinnen und Bürger Rosenheims haben in den letzten Wochen und Monaten eine unglaubliche Hilfsbereitschaft in der ehrenamtlichen Betreuung und Unterstützung der Flüchtlinge gezeigt. Das ist ein beispielgebendes Zeichen der Solidarität mit den oftmals traumatisiert aus Krisen- und Kriegsgebieten hier ankommenden Menschen“, loben Oberbürgermeisterin Gabriele Bauer und Regierungspräsident Christoph Hillenbrand unisono. Vor diesem Hintergrund appellierte die Oberbürgermeisterin an die Bürgerinnen und Bürger der Stadt, auch in dieser humanitären Ausnahmesituation den Flüchtlingen zu zeigen, Rosenheim willkommen sind.

mg/ro24

Quelle: rosenheim24.de

Zurück zur Übersicht: Bayern

  • schließen
  • Weitere
    schließen

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser