Anstieg nach Umsturzversuch

Asylanträge von Türken in Bayern werden weniger

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Regierungsgegner und Kurden werden in der Türkei massiv angegangen. Trotzdem erwarten die Behörden einen Rückgang der Asylbewerber aus der Türkei.

Nürnberg - Angesichts des harten Vorgehens der Türkei gegen angebliche Regierungsgegner und Kurden haben im ersten Halbjahr 264 Türken in Bayern einen Asylantrag gestellt. Damit ging die Zahl der Anträge aus dem Land allerdings im Vergleich zum zweiten Halbjahr 2016 wieder etwas zurück, wie eine Sprecherin des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (BAMF) in Nürnberg mitteilte.

Von Juli bis Dezember 2016 hatten im Freistaat noch 328 Türken um Asyl gebeten. Die Zahlen waren vor allem nach dem Umsturzversuch am 15. Juli 2016 deutlich gestiegen. Im ersten Halbjahr 2016 hatte es lediglich 70 Asylanträge von Türken in Bayern gegeben. Die Mehrheit der Antragsteller sind laut deren Selbstauskunft Kurden: Von den 264 Antragstellern im ersten Halbjahr 2017 waren 180 Kurden.

Auch bundesweit ging die Zahl der Anträge zuletzt zurück - auf rund 3200 im ersten Halbjahr. Im gesamten vergangenen Jahr hatten 5742 Türken Asyl in Deutschland beantragt. Die Anerkennungsquote bei Asylanträgen von Türken betrug Ende Juni dieses Jahres 23,2 Prozent. Im vergangenen Jahr lag sie bei nur rund acht Prozent.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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