Bei Aschau/Chiemgau von Auto angefahren - Fahrer flüchtig

Nach Horror-Crash: Aschauerin (23) verstirbt in Klinik - Polizei sucht weiter Zeugen

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Aschau im Chiemgau - Am frühen Sonntagmorgen wurde eine Fußgängerin aus Aschau auf der Staatsstraße 2093 zwischen Aschau und Hohenaschau von einem Auto angefahren. Sie war auf der Straße unterwegs, weil der Gehweg nicht geräumt war. Die junge Frau verstarb noch am Sonntag in einer Klinik. 

UPDATE, 13.15 Uhr - Pressemeldung Polizeipräsidium Oberbayern Süd

Wie berichtet, war am frühen Sonntagmorgen, den 6. Januar, in Aschau im Chiemgau eine 23-Jährige von einem Fahrzeug erfasst und lebensgefährlich verletzt worden. Das Unfallopfer verstarb leider im Laufe des Tages in einer Klinik. Staatsanwaltschaft und Polizei ermitteln gegen den flüchtigen Unfallbeteiligten wegen versuchten Totschlags durch Unterlassen, fahrlässiger Tötung und unerlaubten Entfernens vom Unfallort. 

Die Kriminalpolizei Rosenheim übernahm die Sachbearbeitung in dem Fall und bittet nach wie vor um Hinweise. Eine 23-jährige Frau aus Aschau war am Sonntagmorgen gegen 3.45 Uhr von einem bislang unbekannten Fahrzeugführer mit seinem Wagen angefahren und lebensgefährlich verletzt worden. Der Fahrer beziehungsweise die Fahrerin des beteiligten Fahrzeugs fuhr ohne anzuhalten weiter. Das Unfallopfer wurde in einer Spezialklinik in Vogtareuth notoperiert, musste aber bereits am Sonntagvormittag für hirntot erklärt werden. 

Im Laufe desselben Tages erlag die Frau in der Klinik ihren Verletzungen. Die Staatsanwaltschaft Traunstein – Zweigstelle Rosenheim – stuft das Delikt, neben des unerlaubten Entfernens vom Unfallort und fahrlässiger Tötung, als versuchten Totschlag durch Unterlassen ein. Auch deshalb übernahm noch am Unfalltag die Kriminalpolizei Rosenheim die weiteren Untersuchungen in dem Fall. 

In der gebildeten Ermittlungsgruppe „Schneefall“ arbeiten neben Kripo-Ermittlern weiterhin Beamte der Polizeiinspektion Prien, ein Unfallfluchtfahnder der Verkehrspolizeiinspektion Rosenheim und Spurensicherungsspezialisten der Kripo mit Hochdruck an der Klärung des Falles. So besteht die Möglichkeit, dass ein an der Unfallstelle sichergestelltes Fahrzeugteil vom flüchtigen Fahrzeug stammt. Es handelt sich dabei um ein Ziergitter aus Kunststoff, das von einem VW Golf, Typ VI stammt und linksseitig im Frontbereich montiert ist. 

Ziergitter des VW Golfs Typ VI

Diesbezüglich fanden bereits am Sonntag etliche Fahrzeugüberprüfungen des gesuchten Modells in der Region statt, die in den kommenden Tagen fortgesetzt werden. Nach wie vor bittet die Polizei auch um Hinweise: 

  • Wer kann der Polizei Hinweise auf das gesuchte Fluchtfahrzeug, möglicherweise einen VW Golf Typ VI, geben? Wo fiel ein solches Fahrzeug mit Beschädigungen im Frontbereich auf? 
  • Wem fiel am Sonntagmorgen vor oder nach dem Unfall (03.45 Uhr) ein Fahrzeug, insbesondere ein VW Golf VI auf, der in Aschau unterwegs war? 
  • Wo ist in Aschau oder Umgebung in den frühen Morgenstunden des Sonntag jemand mit seinem Fahrzeug aufgebrochen, der in Richtung des unfallbeteiligten Wagens (Hohenaschau Richtung Niederaschau) unterwegs gewesen sein dürfte? Zeugen werden gebeten, sich bei der
  • Kriminalpolizeiinspektion Rosenheim unter der Telefonnummer (08031) 2000 oder der Polizeiinspektion Prien am Chiemsee unter der Telefonnummer (08051) 90570 zu melden.
Pressemeldung Polizeipräsidium Oberbayern Süd

UPDATE, Montag, 9.05 Uhr

Am Montagmorgen gibt es zu dem Fall und zu dem Gesundheitszustand der hirntoten Frau noch keine neuen Erkenntnissen. Wie rosenheim24.de auf Anfrage vom Polizeipräsidium Oberbayern Süd erfuhr, will sich die zuständige Ermittlungsgruppe wohl im Laufe des Tages zu der schlimmen Tragödie äußern.

UPDATE, 14.30 Uhr - Polizei sucht Zeugen

Zeugen, welche sich zum Unfallzeitpunkt in der Nähe aufgehalten haben, werden gebeten sich bei der Polizei zu melden. Auch mit Hilfe der sozialen Medien hofft die Polizei neue Hinweise zu erhalten. 

UPDATE, 13.10 Uhr - Frau für hirntot erklärt

Gegen 3.45 Uhr ging die 23-Jährige am Sonntagmorgen in Aschau zu Fuß von der Diskothek "Eiskeller" in Richtung Ortsmitte. Während ihr Begleiter auf dem Gehweg ging, wählte die junge Dame dabei die Fahrbahn, offenbar weil diese bei den winterlichen Straßenverhältnissen besser geräumt war, wie das Polizeipräsidium Oberbayern Süd nun mitteilte. 

Zwischen den Ortsteilen Hohen- und Niederaschau wurde die Frau dann von einem in gleicher Richtung fahrenden Fahrzeug erfasst und durch die Wucht des Aufpralls auf die Gegenfahrbahn geschleudert, wo sie schwerst verletzt liegenblieb. Der Fahrer des beteiligten Fahrzeugs fuhr ohne anzuhalten einfach weiter in Richtung Ortsmitte

Der Begleiter des Unfallopfers kümmerte sich bis zum Eintreffen von Rettungskräften und des Notarztes um seine Bekannte. Die 23-Jährige, die entgegen erster Angaben nicht im Raum Wasserburg, sondern in Aschau/Chiemgau wohnt, wurde mit einem Rettungswagen zunächst in eine Klinik nach Rosenheim verbracht. Weil ihre Verletzungen so ernsthaft waren, wurde sie in eine Spezialklinik nach Vogtareuth gebracht und dort notoperiert. Leider besteht für das Leben der 23-Jährigen kaum noch Hoffnung, sie musste am Sonntagvormittag für hirntot erklärt werden. 

Die Polizei ermittelt in diesem Fall nun mit Hochdruck und hat sogar unter Sachleitung der Polizei in Prien eine eigene Ermittlungsgruppe eingerichtet. Dazu wurden am Unfallort auch umfangreiche Spuren gesichert. Dabei wurde auch ein Fahrzeugteil sichergestellt, dass mit einiger Wahrscheinlichkeit vom Unfallwagen stammen dürfte. Laut Aussage des Begleiters der jungen Frau handelt es sich bei dem Fahrzeug um einen "van-artigen Pkw".

Die Erstmeldung:

Am frühen Sonntagmorgen gegen 3.45 Uhr wurde eine Fußgängerin (23) aus dem Raum Wasserburg auf der Staatsstraße 2093 zwischen Aschau und Hohenaschau von einem bislang Unbekannten mit seinem Auto erfasst und schwer verletzt. 

Der Pkw entfernte sich nach dem Zusammenstoß, der gegen 3.45 Uhr passierte, in Richtung Aschau. Dabei soll es sich laut ersten Zeugenaussagen um einen dunklen, größeren Wagen der Marke Volkswagen gehandelt haben. Die Polizei Prien bittet nun unter der Telefonnummer 08051/90570 um sachdienliche Hinweise.

Pressemeldung Polizei Prien/mw/PP Obb. Süd

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © FDL/Lamminger

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