Erste Lösungsvorschläge der A8-Arbeitsgruppe

Rosenheim - Am Donnerstag fand im Landratsamt Rosenheim die zweite Sitzung der Arbeitsgruppe zum Ausbau der A8 im Rahmen des Planungsdialoges statt. Und legte Grundlegendes für den Abschnitt Rosenheim-Salzburg fest.

Dabei wurden wichtige Grundlagen und Bedingungen eines Ausbaus diskutiert, welche von den Mitgliedern der Arbeitsgruppe erarbeitet wurden. So wurden insbesondere die Fragen nach Ausbaurichtung und -querschnitt sowie möglicher Bewertungskriterien intensiv erörtert.

Vertreter der vom Ausbau der A8-Ost im Landkreis Rosenheim betroffenen Gemeinden Rohrdorf, Frasdorf und Bernau, des Landkreises Rosenheim, der Industrie- und Handelskammer Rosenheim, der Autobahndirektion Südbayern sowie der Bürgerinitiativen „A8 - Frasdorf“ und „A8 - Rohrdorf-Achenmühle“ sprachen sich klar für den sechsspurigen Ausbau der Autobahn mit einer Gesamtbreite von 36 Metern im Abschnitt von Rosenheim bis Felden aus. Aus ihrer Sicht stellt nur dieser Ausbauquerschnitt eine leistungsfähige sowie wirtschaftliche und damit zukunftsfähige, nachhaltige Lösung dar. Auch in der Frage der grundsätzlichen, möglichst einseitigen, also asymmetrischen Ausbaurichtung wurde weitgehend Konsens erzielt.

Vertreter des Bundes Naturschutz sowie der Bürgerinititativen „Ausbau A8 - Bürger setzen Grenzen“, „Tempolimit auf der A8 - Rosenheim bis Bernau“ und „Bernau für einen intelligenten Ausbau der A8“ plädieren hingegen für einen vierspurigen Ausbau der Autobahn mit maximal 27 bis 28 Metern Gesamtbreite.

Diskussionen gehen weiter

Auch die Frage der grundsätzlichen Ausbaurichtung könne zum jetzigen Zeitpunkt aus ihrer Sicht noch nicht entschieden werden. Einen generellen symmetrischen Ausbau forderten hingegen nur Vertreter der Bürgerinitiative "Tempolimit auf der A8 - Rosenheim bis Bernau“.

Weiterhin wurde vereinbart, dass der im weiteren Verlauf des Planungsdialoges nun folgenden Variantendiskussion die bisher gemeinsam erarbeiteten Bewertungskriterien zugrunde gelegt werden. Anhand des aufgestellten Kriterienkataloges sollen die noch zu diskutierenden Planungsvarianten beurteilt und bewertet werden. Die ersten Ergebnisse der Arbeitsgruppensitzung werden nunmehr der übergreifenden Planungsbegleitung, die mit den Landräten der Landkreise Rosenheim, Traunstein und Berchtesgadener Land und Vertretern der obersten Baubehörde im bayerischen Staatsministerium des Innern und dem Bundesverkehrsministerium besetzt ist, zur abschließenden Entscheidung vorgelegt.

Die detaillierten Inhalte der Arbeitsgruppensitzung werden auf der Internetseite der Autobahndirektion Südbayern ( www.abdsb.bayern.de ) veröffentlicht.

Pressemitteilung Autobahndirektion Südbayern

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Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © dpa

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