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So erklärt der Eritreer seine Tat

Jugendliche attackieren Rettungskräfte: Sanitäter schwerer verletzt als gedacht

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Die Falsche und die Scherben verletzten die Insassen, eine Notärztin und einen Sanitäter, schwer

Ottobrunn/München - Noch immer schlägt der unfassbare Angriff auf Einsatzkräfte letzten Freitag hohe Wellen. Nun wurde bekannt, dass nicht nur die Notärztin, sondern auch der Sanitäter schwerer verletzt wurde als bisher gedacht.

Freitagabend warf ein 20-jähriger Eritreer eine volle Flasche Whisky aus etwa eineinhalb Meter Entfernung gegen die Scheibe eines Rettungswagens. Die Flasche durchschlug die Beifahrerscheibe und traf die Notärztin, die am Beifahrersitz saß, im Gesicht. Dabei wurde sie schwer verletzt: Die Notärztin erlitt ein Schädel-Hirn-Trauma, einen Kieferbruch, mehrere ausgeschlagene Zähne und Schnittverletzungen im Gesicht. Sie wurde in ein Münchner Krankenhaus eingeliefert und wird noch immer behandelt.

Der ebenfalls im Fahrzeug befindliche Rettungssanitäter wurde durch umherfliegende Glassplitter am Auge verletzt. Wie die Bild berichtet, seien diese Verletzungen durch den Glassplitter offenbar schwerer als bisher gedacht. 

Jugendliche attackieren Rettungskräfte - Notärztin mit Flasche Zähne ausgeschlagen

Jugendliche attackieren Rettungskräfte in Ottobrunn
Jugendliche attackieren Rettungskräfte in Ottobrunn © Thomas Gaulke
Jugendliche attackieren Rettungskräfte in Ottobrunn
Jugendliche attackieren Rettungskräfte in Ottobrunn © Thomas Gaulke
Jugendliche attackieren Rettungskräfte in Ottobrunn
Jugendliche attackieren Rettungskräfte in Ottobrunn © Thomas Gaulke
Jugendliche attackieren Rettungskräfte in Ottobrunn
Jugendliche attackieren Rettungskräfte in Ottobrunn © Thomas Gaulke
Jugendliche attackieren Rettungskräfte in Ottobrunn
Jugendliche attackieren Rettungskräfte in Ottobrunn © Thomas Gaulke
Jugendliche attackieren Rettungskräfte in Ottobrunn
Jugendliche attackieren Rettungskräfte in Ottobrunn © Thomas Gaulke
Jugendliche attackieren Rettungskräfte in Ottobrunn
Jugendliche attackieren Rettungskräfte in Ottobrunn © Thomas Gaulke
Jugendliche attackieren Rettungskräfte in Ottobrunn
Jugendliche attackieren Rettungskräfte in Ottobrunn © Thomas Gaulke
Jugendliche attackieren Rettungskräfte in Ottobrunn
Jugendliche attackieren Rettungskräfte in Ottobrunn © Thomas Gaulke
Jugendliche attackieren Rettungskräfte in Ottobrunn
Jugendliche attackieren Rettungskräfte in Ottobrunn © Thomas Gaulke
Jugendliche attackieren Rettungskräfte in Ottobrunn
Jugendliche attackieren Rettungskräfte in Ottobrunn © Thomas Gaulke
Jugendliche attackieren Rettungskräfte in Ottobrunn
Jugendliche attackieren Rettungskräfte in Ottobrunn © Thomas Gaulke
Jugendliche attackieren Rettungskräfte in Ottobrunn
Jugendliche attackieren Rettungskräfte in Ottobrunn © Thomas Gaulke
Jugendliche attackieren Rettungskräfte in Ottobrunn
Jugendliche attackieren Rettungskräfte in Ottobrunn © Thomas Gaulke

Flaschenwurf in Ottobrunn galt offenbar der Polizei

Die beiden Jugendlichen flüchteten nach der Tat, konnten jedoch durch  alarmierte Polizeibeamte schnell im Rahmen der Fahndung noch in Tatortnähe festgenommen werden. Der 17-jährige Äthiopier wurde nach der polizeilichen Sachbearbeitung entlassen. Der mutmaßliche Täter sitzt wegen des Verdachts auf gefährliche Körperverletzung in Untersuchungshaft. Je nachdem, wie sich die Verletzungen der Notärztin und des Sanitäters entwickeln, könnte der Vorwurf aber auch schwere Körperverletzung lauten. Dies wäre der Fall, sollte der Sanitäter beispielsweise sein Augenlicht verlieren. 

Wie der Bayerische Rundfunk berichtet, habe der 20-jährige Eritreer nach eigener Aussage den Notarztwagen mit einem Polizeiauto verwechselt. Wie der Eritreer sagte, hatte er den BMW mit dem Blaulicht auf dem Dach für ein Fahrzeug der Polizei gehalten. Dies habe er bei seiner Vernehmung erklärt. Zudem sei er wütend gewesen, weil er zuvor in seiner Wohngruppe den Alkohol hätte abgeben sollen.

"So etwas kann nicht entschuldigt werden"

Nach dem Angriff forderte Innenminister Joachim Herrmann harte Strafen für den Täter: „In unserem Land Schutz und Sicherheit zu suchen und gleichzeitig in einem Anfall blinder Aggression unsere Rettungskräfte anzugreifen, geht gar nicht“, erklärte der CSU-Politiker am Samstag. 

Auch der Münchner Feuerwehrchef Wolfgang Schäuble verurteilte den Angriff auf Rettungskräfte scharf: "Unsere Einsatzkräfte gerieten in eine Situation, die mit dem eigentlichen Einsatzgeschehen nicht im Zusammenhang stand. Unsere Kollegen traf das Ereignis deshalb aus heiterem Himmel. Sie wurden Opfer willkürlicher Gewalt und dabei schwer verletzt. Der Vorfall am Freitagabend war ein Ereignis ungeahnter und unvorhersehbarer Gewalt gegen Menschen, deren Aufgabe es ist, Mitmenschen zu helfen. Als Dienststellenleiter möchte ich daher mit aller Deutlichkeit den Vorfall vom Freitag verurteilen. So etwas kann nicht entschuldigt werden und darf nicht wieder passieren!"

Angriff auf Einsatzkräfte auch in der Region

Am Sonntag ereignete sich ein ähnlich gelagerter Fall in Laufen an der Salzach: Die Rettungswagen-Besatzung des Teisendorfer Roten Kreuzes wurde gegen 14.40 Uhr zum Marienplatz gerufen, wo ein 27-jähriger Mann mit seinem Fahrrad gestürzt war und sich so schwer am Kopf verletzt hatte, dass er medizinische Hilfe brauchte. Der stark alkoholisierte Patient wehrte sich zunächst und fuhr dann nur mit, nachdem die Sanitäter die Laufener Polizei zur Unterstützung angefordert hatten.

An der Kreisklinik Freilassing tickte er dann völlig aus, wobei er unter anderem die Trage und den Tragentisch des Rettungswagens zerstörte, so dass das Fahrzeug nicht mehr einsatzklar war. Verletzt wurde bei diesem Fall zum Glück niemand.

mh

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