Alz: Tote Fische werden Fall für Landtag

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Sechs Tonnen toter Fische wurde bereits aus der Alz gefischt

München/Burgkirchen - In Sachen Chemie-Unfall an der Alz und das anschließende Fischsterben wird jetzt die Opposition im Landtag aktiv. SPD wie Grüne fordern Aufklärung.

Der umweltpolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion Ludwig Wörner forderte jetzt im Ausschuss für Umwelt und Energie des Bayerischen Landtags eine lückenlose Aufklärung über den erneuten Chemieunfall in der Alz. "Ich bin erschüttert über die Tatsache, dass offensichtlich alle Mechanismen der Regierung zum Wasserschutz versagt haben", so Wörner. "Die langfristigen Auswirkungen dieser Umweltkatastrophe sind derzeit noch nicht abzusehen", so der SPD-Umweltexperte. "Sie übertreffen möglicherweise alle Befürchtungen!" Wörner verlangte eine "umfassende Berichterstattung" an die Umweltexperten des Bayerischen Landtags und die Entwicklung "effizienterer Notfallpläne für die Zukunft".

Die Grünen gehen in dieselbe Richtung. „Die Staatsregierung soll im Ausschuss für Umwelt und Gesundheit einen Bericht über die Ursachen des Fischsterbens an der Alz bei Gendorf geben“, erklärte Christian Magerl, Vorsitzender des Umweltausschusses. Die Grünen wollen jetzt wissen, welche Stoffe in welcher Menge in die Alz gelangt sind, welche Schäden sie dort verursacht haben und mit welchen Langzeitfolgen zu rechnen ist. Magerl: „Es muss geklärt werden, ob der Brand im Werk Gendorf die Ursache des Fischsterbens war oder ob die stark toxische Chemikalie Genamin LA 302 D bereits vorher in die Alz gelangt ist.“ Zunächst wurde vermutet, dass Löschwasser habe die Chemikalie in die Alz gespült hat. Daran sind jedoch inzwischen Zweifel aufgetreten.

Fische verenden immer noch in der Alz

Fische verenden immer noch in der Alz

re

Quelle: innsalzach24.de

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