Vorsitzender der Schausteller zu den Alternativplänen zum Herbstfest

"Die Leute sollen sich wenigstens ein bisserl in Rosenheim vergnügen können"

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Das Rosenheimer Herbstfest musste aufgrund der Corona-Pandemie abgesagt werden. Jetzt gibt es Überlegungen für einen „Sommer in Rosenheim“ in der Stadtmitte

Rosenheim - In der Stadt wird es aller Voraussicht nach eine inoffizielle Alternative zum beliebten Rosenheimer Herbstfest geben. Den "Sommer in Rosenheim". Wir haben mit dem Vorsitzenden der Rosenheimer Schausteller und der Stadt über die Pläne gesprochen.

"Wenn die Leute schon nicht in den Urlaub fahren können, dann sollen sie sich wenigstens ein bisserl in Rosenheim vergnügen können", sagt Max Fahrenschon, Vorsitzender der Rosenheimer Schausteller im Gespräch mit rosenheim24.de. Die Stadt und die Schausteller sind gerade dabei, einen Alternativplan zum Rosenheimer Herbstfest, das wegen der Coronapandemie abgesagt wurde , zu erarbeiten. "Es gibt von der Abteilung Wirtschaftsförderung im Rosenheimer Rathaus die Überlegung, im Bereich der Fußgängerzone vom Max-Josefs-Platz bis hin zum Ludwigsplatz Volksfest-Buden, Karussell und Fahrgeschäfte aufzubauen", sagt Christian Schwalm, Pressesprecher der Stadt. Die Überlegungen seien alle aber noch sehr frisch. 


"Müssen schauen, wie sich die Infektionszahlen entwickeln"

Das bestätigte auch Fahrenschon. "Man muss jetzt erstmal ein gutes Corona-geeignetes Konzept entwickeln. Wir sind bei den Planungen noch ganz am Anfang." Man werde sehen, wie man das schlussendlich umsetze. "Wir müssen schauen, wie sich die Infektionszahlen entwickeln und in Absprache mit der Stadt und vielleicht dem City-Management planen. Gespräche sind schon anberaumt." Man wolle in jedem Fall der Gastronomie, die ohnehin unter der Krise stark zu leiden hat, keine Konkurrenz machen, so die Stadt. Die Planungen liegen im Übrigen nur bei der Stadt und den Schaustellern, der Wirtschaftliche Verband, der sonst das Herbstfest plant, mache hier nichts, so Vorsitzender Klaus Hertreiter.


"Sommer in Rosenheim"

Angedacht sei laut Stadt ein längerer Zeitraum als der des ursprünglichen Herbstfestes. Es soll ein "Sommer in Rosenheim" werden, der sich möglicherweise über die Sommermonate erstrecke. Ob und wie das "Herbstfest im kleinen Stil" stattfindet, darüber muss letztendlich der Stadtrat entscheiden.

Ersatzplan auch für das Münchener Oktoberfest

Auch die Stadt München will den Schaustellern nach der Absage unter die Arme greifen. Ein außergewöhnliches Konzept soll den Wiesn-Ausfall ab Juli kompensieren. Der Stadtrat hat am 13. Mai offiziell seine Zustimmung signalisiert.  Fahrgeschäfte und Buden sollen ab Mitte Juli auf dezentralen Plätzen der Isar-Metropole verteilt werden. Um welche Geschäfte und Plätze es sich dabei handeln soll, wird noch eruiert. Ein Video gibt einen ersten „Vorgeschmack“.

Titel des Konzepts ist „Sommer in der Stadt“. „Es ist echtes Neuland, das wir damit betreten“, hatte Wiesn-Chef Clemens Baumgärtner bereits vorab gesagt.

jb

Quelle: rosenheim24.de

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