Tierquälerei

Bauer muss wegen Tierquälerei ins Gefängnis

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Kempten - Ein Allgäuer Bauer muss ins Gefängnis: Das Landgericht Kempten hat ihn wegen Tierquälerei an seinen Kühen verurteilt.

Weil er mehrere seiner Kühe erheblich leiden ließ, muss ein Allgäuer Bauer ins Gefängnis. Das Landgericht Kempten bestätigte am Dienstag eine Verurteilung des Mannes zu sechs Monaten Haft ohne Bewährung und einem dreijährigen Tierhaltungsverbot wegen des Vergehens gegen das Tierschutzgesetz. Die Berufung des 53-jährigen Angeklagten gegen das Urteil vom Amtsgericht Kempten wurde verworfen.

Der mehrfach vorbestrafte Bauer hatte im Unter- und Oberallgäu zwei Höfe mit zuletzt 130 Milchkühen betrieben. Weil er sich nicht gut um sie kümmerte, mussten mehrere Tiere Schmerzen ertragen. Zwei Tiere, darunter eine kalbende Kuh, starben. Anstatt rechtzeitig einen Tierarzt zu rufen, versuchte der Bauer zunächst selbst, das verkeilte und später tote Kalb aus dem Mutterleib zu ziehen.

Bauer ist Familienvater

Während des fünfwöchigen Berufungsprozesses hatte das Gericht dem Vater von zwei kleinen Kindern die Chance gegeben, seine Tiere zu verkaufen. Dadurch hätte zumindest die Möglichkeit auf eine Bewährungsstrafe bestanden, sagte der Richter. „Aber der Großteil der Tiere ist noch auf dem Hof. So können wir die Erwartung nicht haben, dass sie keine Straftaten mehr begehen.“

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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