"Akzenta-Versammlung war eine Farce"

Rosenheim - Die Enttäuschung ist bitter. Rund 80 Anleger von Akzenta waren mit Hoffnung nach Rosenheim gekommen. Übrig blieb die Erkenntnis: Das Geld ist weg und bleibt es wohl auch.

"Ich habe 10.000 Euro investiert, vielleicht bekomme ich davon 2000 Euro wieder", sagte ein Anleger rosenheim24.de. Er sei sehr enttäuscht von der Versammlung. Die Stimmung war gedrückt, viele Gläubiger hatten sich mehr Transparenz gewünscht. Ein anderer Anleger meinte später: "Ich habe diese Veranstaltung als eine einzige Farce empfunden."

Denn transparent wurde für die Anwesenden vor allem eines: Die Erkenntnis, dass das einst bei der Akzenta angelegte Geld nicht wieder zu holen sein wird. Zumindest nicht in voller Höhe, mit etwas Glück vielleicht ein kleiner Bruchteil davon.

30.000 Gläubiger wurden von Müller-Heydenreich-Beutler & Kollegen, der Kanzlei des Münchner Insolvenz-Verwalters, angeschrieben. Die Opfer kommen aus Deutschland,Österreich, Italien, Frankreich, Schweiz und aus Übersee. 15.000 Anleger hatten daraufhin Forderungen in Höhe von bislang 96 Millionen Euro an den Insolvenzverwalter gestellt. "Bis alle überprüft und beglichen werden können, vergehen noch Jahre", machte Insolvenzverwalter Axel Bierbach den Anlegern im Rosenheimet Kuko wenig Mut. (sf)

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Quelle: rosenheim24.de

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