Aktion der Lotto-Annahmestellen gegen Zockerei

München - “Rote Karte gegen Zockerei“ - mit dieser Aktion kämpfen die rund 3850 Lotto-Annahmestellen in Bayern gegen eine Liberalisierung des Glücksspielmarktes.

Die Lotto-Toto- Vertriebsgemeinschaft Bayern hat dabei den 15. Dezember im Blick. An dem Tag treffen sich die Ministerpräsidenten der Länder, um unter anderem über das staatliche Monopol beim Glücksspiel zu beraten. “Das gemeinwohlorientierte Glücksspiel muss in staatlicher Hand und damit geschützt bleiben“, begründete der Verband am Freitag in einer Mitteilung in München seine Forderung.

Nach Auffassung des Vorsitzenden der Vertriebsgemeinschaft, Hubert Schmid, hat sich die Begrenzung des Glücksspiels in Deutschland bewährt. “Die Lotto-Annahmestellen nehmen den Auftrag wahr, den Kunden ein seriöses Produkt anzubieten und einen ordnungsgemäßen Spielablauf sicherzustellen. Wir nehmen unsere Aufgabe, für effektiven Spieler- und Jugendschutz sowie für eine aktive Suchtprävention zu sorgen, sehr ernst.“

Bisher liegt das Monopol für Sportwetten und Lotterien beim Staat, private Anbieter sind dagegen auf dem regulierten Markt nicht zugelassen. Der bestehende Glücksspiel-Staatsvertrag der 16 Bundesländer kann aber über 2011 hinaus nicht bestehen bleiben, da der Europäische Gerichtshof (EuGH) das deutsche Monopol in der angewandten Form im September für unrechtmäßig erklärte. Der Staat hatte aus Sicht der Richter durch zu viel Werbung vor allem bei der Suchtprävention versagt. Nun wird neu verhandelt.

dpa

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