Ein trauriger Rückblick

Die schwersten Zug-Unglücke der letzten 25 Jahre

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Das Unglück von Eschede 1998.
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Bad Aibling - Das furchtbare Zug-Unglück von Bad Aibling schockte am Dienstagmorgen ganz Deutschland. In den letzten gut 25 Jahren ereigneten sich in Deutschland, dem Alpenraum und ganz Europa mehrere schwere Unfälle. Hier ein Auszug:

2. Februar 1990 – Rüsselsheim

Nachdem bei der Ausfahrt aus dem Bahnhof Rüsselsheim eine S-Bahn ein "Halt" zeigendes Signal überfuhr, kam es trotz Zwangsbremsung zum Frontalzusammenstoß mit einer entgegenkommenden S-Bahn. Dabei kamen 17 Menschen ums Leben, 145 Personen wurden schwer verletzt. In der Folge wurde mit der "Punktförmigen Zugbeeinflussung" eine bedeutende Verbesserung für den Bahn-Verkehr eingeführt.

3. Juni 1998 – Eschede

Aufgrund konstruktiver Mängel und Abnutzung brach am ersten Wagen eines ICE1 ein Radreifen und löste sich ab. Ein Ende des Radreifens durchschlug den Wagenboden, das andere beschädigte eine Weiche, so dass die nachfolgenden Wagen bei 200 km/h entgleisten. Auch eine Brücke stürzte ein. Bei dem schwersten Eisenbahnunfall in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland kamen 101 Menschen ums Leben, 88 weitere wurden schwer verletzt.

12. April 1999 – Wuppertal

Auf der Wuppertaler Schwebebahn entgleiste in der Nähe der Station Robert-Daum-Platz beim Aufprall auf eine nach Bauarbeiten vergessene Stahlkralle ein Zug. Fünf Menschen starben, 49 weitere wurden schwer verletzt. Es war der schwerste Unfall einer Schwebebahn.

11. November 2000 – Kaprun

Bei einer Brandkatastrophe im Tunnel der Standseilbahn zum Kitzsteinhorn in Kaprun (Österreich) starben 155 Menschen. Ursache war ein in Brand geratener Heizlüfter. Die anschließende Untersuchung und das strafrechtliche Verfahren kamen zu dem Ergebnis, dass der Fehler nicht vorhersehbar gewesen sei.

22. September 2006 – Lathen

Auf der Transrapid-Versuchsstrecke in Lathen fuhr ein mit 31 Fahrgästen besetzter Zug mit etwa 160 km/h auf einen Werkstattwagen auf. 23 Menschen wurden getötet, 10 schwer verletzt. Dies war der folgenschwerste Unfall einer Einschienenbahn weltweit.

24. Juli 2013 – Santiago de Compostela

Ein Talgo-Zug, von Madrid nach Ferrol unterwegs, entgleiste wegen überhöhter Geschwindigkeit bei Santiago de Compostela im Norden Spaniens. Dabei starben 79 Menschen.

mw/Wikipedia

Quelle: mangfall24.de

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