Schweres Zugunglück in Bad Aibling - Das sagt Bürgermeister Schwaller

Er war bereits maskiert für Faschingsdienstag als er es erfuhr

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Bad Aibling - Die Kurstadt ist nach dem schweren Zugunglück am Dienstagmorgen geschockt. Auch Bürgermeister Felix Schwaller kann es noch nicht fassen, was in seiner Stadt passierte. 

"Dass so etwas passiert wünscht man sich nicht, nicht als Bürger, nicht als Mensch und als Bürgermeister zweimal nicht", äußerte sich Bad Aiblings Bürgermeister Felix Schwaller zu der Zugtragödie in seiner Stadt gestern nach dem Trauergottesdienst in der katholische Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt.

"Man ist auf so etwas nicht vorbereitet." Schwaller betonte, dass die Strecke, auf der das Unglück passierte, keine Schnellstrecke sei, sondern es sei ein Regionalzug. "Man würde gefühlsmäßig sagen, der fährt gar nicht schnell, aber genau an der Stelle an der beide Züge die Höchstgeschwindigkeit haben, also 100 km/h, da passiert das Unglück. Das ist Schicksal pur, man kann das gar nicht fassen auf den ersten Blick."

War sich sehr früh bewusst, dass das eine Tragik ist

Schwaller erfuhr von dem Unfall um kurz vor acht Uhr in der Früh. "Ich war angezogen für Faschingsdienstag, dann habe ich mich gleich demaskiert und bin zur Unfallstelle gefahren." Er habe sich zuerst gedacht da könne gar nicht so viel passiert sein, da das die Langsamfahrstrecke ist, aber als er dann dort war und merkte, dass es unterhalb der Kläranlage passierte, sei er sich schon bewusst gewesen, dass das eine Tragik ist.

Auf die Frage, wie man in den kommenden Tagen mit der Situation umgeht antwortete der Bürgermeister: "Momentan ist man komplett beschäftigt, so dass man darüber gar nicht nachdenkt. Es gibt viel zu organisieren. Der Besuch von Horst Seehofer, die Kranzniederlegung, ich versuche dass der Weihbischof Bischof und alle Pfarrer kommen können und ein paar Worte sprechen. Außerdem werde ich die Verletzten im Bad Aiblinger Krankenhaus besuchen."

"Meine Gedanken sind bei den Helfern"

Auch Stadtrat Wilhelm Bothar ist fassungslos. Er erfuhr ebenfalls gleich in der Früh von dem Unglück. Bothar war selber im Katastrophenschutz beim THW aktiv und machte große und kleinere Einsätze mit. "Zum Glück so einen großen nicht. Hier sind meine Gedanken auch bei den Helfern. Man braucht einiges an Zeit, bis man das verkraftet hat. Eine Bekannte von mir saß selber mit im Zug, hat es aber mit einigen Verletzungen überlebt und liegt jetzt im Aiblinger Krankenhaus." 

Quelle: mangfall24.de

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