Expertin Isabella Lang hat fünf Social-Media-Tipps 

Bad Aiblingerin hilft kleinen Unternehmen, die es besonders hart trifft

Bad Aibling: Isabella Lang unterstützt heimische Betriebe in Social Media Fragen währends Corona
+
Die Social-Media-Expertin Isabella Lang unterstützt heimische Geschäfte während der Corona-Krise

Bad Aibling - Isabella Lang aus Bad Aibling ist Social-Media-Expertin beim Mobilitätsdienstleister Sixt in München und unterstützt mit ihrem Know-how in diesem Bereich im Moment einige Einzelhändler in der Region - alles in ihrer Freizeit und unentgeltlich. Denn gerade die kleinen Unternehmen trifft es in diesen schweren Zeiten besonders hart.

Seit über vier Wochen sind  fast alle Geschäfte geschlossen. Auch die Bars, Cafés, Restaurants und der Einzelhandel in der Region müssen Wege finden, trotz Corona Umsätze zu erzielen. Hilfe bekommen sie von dabei von der gebürtigen Bad Aiblingerin Isabella Lang. Die ist von Beruf Social-Media-Expertin beim Mobilitätsdienstleister Sixt und weil es gerade die kleinen Geschäfte aktuell an härtesten trifft und die ihr besonders am Herzen liegen, möchte sie helfen. 


"Die kleineren Geschäfte sind oftmals in Sachen Online-Marketing nicht ganz so gut aufgestellt. Gerade auch im ländlichen Bereich sind die Online-Auftritte noch nicht so super professionalisiert", weiß die 26-Jährige im Gespräch mit mangfall24.de. Sie hat durch ihre Arbeit ein großes Wissen, das sie jetzt an die heimischen Unternehmen, gerade die, die im Offline-Handel unterwegs sind, weitergibt. Isabella tritt an die Händler, von denen sie denkt, dass die noch Unterstützung gebrauchen könnten und denen sie ihre kostenlose Unterstützung anbietet, selber heran.

So berät die Bad Aiblingerin z.B. schon die Buchhandlung Librano in Bad Aibling oder Lin & Co in Rosenheim. Sie schaltet für die Unternehmen beispielsweise Anzeigen auf Facebook oder Instagram und zeigt ihnen, wie sie ihren Online-Auftritt besser gestalten und somit die Kunden bestmöglich erreichen können


Warum macht sie das? 

Auch wir bieten regionales Online-Marketing. Jetzt unverbindliches Angebot anfordern. Weitere Informationen findet Ihr auf unserer Firmenseite ovb24.de

"Social Media ist nicht nur mein Beruf, sondern auch meine Leidenschaft", sagt Isabella. Die Social-Media-Expertin betreibt auch einen eigenen Instagram-Account, der schon knapp 2.000 Follower hat. Dort macht sie auch regelmäßig "Q&As", also Videos in denen sie Fragen beantwortet oder beantwortet konkrete Fragen per Direktnachricht. "Bei Sixt bin ich ja schon sehr im E-Commerce unterwegs, deshalb fand ich das auch spannend mal den Offline-Handel zu unterstützen. Meine Unterstützung reicht von einem Telefonat, wo ich einfach Tipps gebe, wie die Geschäfte Instagram- oder Facebook-Posts ansprechender gestalten können und welche Tools man nutzen kann bis hin zu Ratschlägen für PR-Arbeit.

Ich schalte aber auch Anzeigen für die Händler, weil die ja oft sehr wenig Reichweite haben und so mehr Leute erreichen können. Außerdem bin ich hier aufgewachsen, deshalb liegen mir die heimischen Unternehmen besonders am Herzen." Isabella ist der festen Überzeugung, dass wenn man jetzt zusammenhält, die Krise gemeinsam überstehen kann. Die 26-Jährige gehört neben Florian Litterst, Gründer und Geschäftsführer der Agentur Adsventure und der Initiator von #Gemeinsamstark neben 24 weiteren führenden Online-Marketing-Experten in Deutschland zu einer Gruppe, die alle unentgeltlich kleine Unternehmen in ihrer Freizeit unterstützen.

Social-Media-Tipps von Isabella Lang 

  • Die Bestellung so einfach wie möglich gestalten (WhatsApp, per Nachricht über Facebook oder Instagram oder ein einfach aufgesetzter Online-Shop mit Shopify). Hier muss man sich in den Kunden hineinversetzen oder sich schlicht fragen, wie man selbst als Kunde gerne bestellen würde. Der Erfolg der E-Commerce-Größen ist die einfache und unkomplizierte Abwicklung jeder Bestellung - schnelle Bestellung und Lieferung, keine Versandkosten, kostenlose Rücksendung. Das heißt, wenn man hier flexibel ist und neue Liefermöglichkeiten anbietet, ist man klar im Vorteil. 
  • Vorteile des Einzelhandels nutzen um sich gegen die E-Commerce-Größen wie Zalando oder Amazon abzusetzen. Beispiel hierfür wäre eine persönliche Video-Beratung über WhatsApp. So kann beispielsweise eine Boutique den Kunden über Video durch den Laden führen und die neue Kollektion zeigen - mit echten Farben/Stoffen und einer persönlichen Shopping-Beratung. Das kann der Online-Handel in seinem Geschäftsmodell gar nicht abdecken, da es für die Masse nicht skalieren würde. 
  • In der Kommunikation an den Zusammenhalt in der Region appellieren – gemeinsam ist man stark. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass gerade in der Krise das Gemeinschaftsgefühl verstärkt wird. Dies kann man in der Kommunikation für sein Unternehmen nutzen und in Werbemitteln verbalisieren mit Sätzen wie „Gemeinsam ist man stark“, „Die Region hält zusammen“ oder „Kauft lokal und unterstützt den regionalen Einzelhandel“. 
  • Mit Anzeigen auf Instagram oder Facebook auf das Geschäft aufmerksam machen. Bereits mit wenig Anzeigenbudget kann man in der Region viele Personen mit Facebook- oder Instagram-Anzeigen erreichen. Je nach Größe der Zielgruppe kann man beispielsweise mit 100 Euro bereits 5.000 bis 8.000 einzelne Personen erreichen. Das ist bei Orten mit nur 20.000 Einwohnern schon ein Viertel aller Einwohner. Die Preise variieren im Social Media je nach Größe der Zielgruppe. Je kleiner und spezifischer die Zielgruppe, desto teurer meist die Anzeigenpreise – neben vielen weiteren Faktoren spielen beispielsweise auch noch Qualität des Anzeigenmotivs oder der Werbedruck eine Rolle. Aber aufgepasst, man sollte hierbei nicht einfach nur den letzten Instagram-Post mit all seinen Hashtags bewerben, sondern sich Gedanken machen, welche Botschaft den Kunden erreichen sollte und hierfür eigene Anzeigen aufsetzen. Außerdem sollte man die Kampagnen regelmäßig auf ihren Erfolg hin bewerten (Verkäufe, Klicks auf die Website etc.). Viele Unternehmen schalten Anzeigen, ohne ihr wirkliches Ziel zu kennen und können daher weder optimieren noch den Erfolg messen. Gerade die Erfolgsmessung und die andauernde Optimierung der Kampagnen bilden im Online-Marketing die Basis für den Erfolg. Ein Beispiel: Anzeigenmotive nutzen sich innerhalb der definierten Zielgruppe über einen bestimmten Zeitraum ab – dadurch steigen die Anzeigenpreise. Dies muss man erkennen und ggf. die Motive austauschen. Nur durch regelmäßiges Monitoring kann man sein Werbebudget möglichst effizient einsetzen und erreicht die richtige Zielgruppe mit der richtigen Botschaft zum günstigsten Preis.
  • Die Nutzung der Produkte und neuen Liefermöglichkeiten den Followern zeigen. Durch reposten/teilen der Instagram-Storys der Kunden, kann man seinen Followern zeigen, dass bereits andere Kunden das Angebot in Anspruch nehmen. Dadurch zeigt man nicht nur den potenziellen Kunden, wie einfach die Bestellung ist, sondern liefert auch noch den „Social Proof“, dass bereits andere Kunden das Produkt verwenden und zufrieden sind.

jb

Quelle: mangfall24.de

Kommentare