Asylunterkunft in Bad Aibling

Tatort Container: Bereits die dritte Messerattacke

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In einem solchen Vier-Bett-Zimmern sind die Männer untergebracht. Am Freitagabend eskalierte ein Streit. 
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Bad Aibling - Mordversuch in der Asylunterkunft: Die Tat vom Freitagabend schockierte das Mangfalltal. Doch es war nicht der erste Polizeieinsatz im Containerdorf. 

Nach der Bluttat am Freitag stellen sich Fragen: Im Winter kam es damit schon zu drei Messerattacken in dem Containerdorf (Auflistung unten). Auffällig ist dabei auch, dass bereits nun schon mehrfach alkoholisierte pakistanische Bewohner für Polizeieinsätze sorgten. 

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Wie von uns berichtet, kam es auch am späten Freitagabend zu einem Streit zwischen zwei 31-jährigen Pakistani in der Unterkunft. Dieser eskalierte, so dass einer der beiden zum Messer griff. Sein Opfer wurde so schwer verletzt, dass zwischenzeitlich Lebensgefahr bestand. Ein Haftbefehl wegen versuchten Totschlags wurde erlassen. 

Am Samstagmorgen stand noch ein Streifenwagen der Polizei (links) am Containerdorf.

Räumliche Enge in dem Vier-Bett-Zimmern, kaum Privatsphäre, Alkoholkonsum, Frust, Traumata und Perspektivlosigkeit - sind hier die Ursachen für das Gewaltpotential zu finden? Barbara Kleeblatt vom "Kreis Migration Bad Aibling" betreut die Asylbewerber in den drei Wohncontainer-Modulen. Sie betonte im Gespräch mit mangfall24.de, dass die überwiegende Mehrheit der Bewohner friedlich lebe, darunter auch die dort untergebrachten Familien. Schwieriger gestalte es sich in einem der Stockwerke, in dem Männer um die 30 Jahre wohnen und dort auch reichlich Alkohol trinken. 

Insbesondere auch im Interesse der großen Mehrheit der dort problemlos lebenden Asylbewerber, scheint es an der Zeit das Gewaltpotential einiger Bewohner genauer unter die Lupe zu nehmen. Hier finden Sie eine Auflistung der bisherigen auffälligen Polizeieinsätze, in der im September 2015 eröffneten Unterkunft:

Januar 2016: Nigerianer mit Messer angegriffen

Mitte Januar kam es zu einem Messerangriff in der Asylunterkunft in Aibling. Mehrere Männer mit arabischen und syrischen Wurzeln gerieten in Streit. Im Laufe einer körperlichen Auseinandersetzung soll ein 20-jähriger eritreischer Staatsangehöriger einen 29-jährigen nigerianischen Staatsangehörigen mit einem größeren Messer angegriffen haben. Das Opfer wehrte sich und blieb letztendlich unverletzt.

November 2015: Pakistaner mit Küchenmesser bedroht

Ende November 2015 kam es abends zwischen mehreren Asylbewerbern aus Pakistan zu einem Streit, bei dem ein Bewohner erheblich verletzt wurde. Alle Beteiligten waren angetrunken. Das Opfer wurde mehrfach mit Füßen in den Bauch und vor dem Brustkorb getreten, gewürgt und geschlagen. Dann wuchelte man auch mit eine Küchenmesser vor dem Gesicht des Mannes herum. Offensichtlich sollte er damit eingeschüchtert werden. Es kam zu einem kleinen Schnitt an seiner Backe

Dezember 2015: Pakistaner in Gewahrsam genommen

Auch am 29. Dezember war es erneut einer der pakistanischen Bewohner, der für einen Einsatz der Polizei in den Gemeinschaftscontainern sorgte. Ein laut Polizeibericht erheblich alkoholisierter Pakistaner fühlte sich von drei anderen Personen bedroht, die nicht in dieser Unterkunft lebten. Diese hätten das Zimmer, in dem er lebt, erheblich verwüstet. Später geriet er mit anderen Bewohnern in Streit und wurde in Gewahrsam genommen, um weitere Vorkommnisse für diese Nacht zu verhindern. In der Zelle versuchte der Mann sich letztendlich selbst zu verletzen, weshalb er in ein Bezirksklinikum eingewiesen werden musste.

mg

Quelle: mangfall24.de

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