Nach Messerattacke auf 16-Jährige in Rosenheim

AfD fordert scharfe Konsequenzen - aber viele Fragen (noch) offen!

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Rosenheim - Der Messerangriff durch einen 22-jährigen Eritreer auf ein 16-jähriges Mädchen in einer Diskothek am Rossacker hat am Wochenende für großes Entsetzen gesorgt. Der mutmaßliche Täter sitzt inzwischen in Untersuchungshaft. Während viele Fragen noch offen sind, fordert eine Partei bereits scharfe Konsequenzen:

Die AfD Rosenheim hat sich diesbezüglich mit einer Pressemitteilung an die Öffentlichkeit gewandt und sprach dabei von "niedrigen Beweggründen" beim Täter. Die Partei forderte, dass die Integrationsarbeit der diversen Migrations- und Asylhelfer-Vereine professionalisiert und strikt überwacht werden müsse. "Die Helferkreise werden stets in den Himmel gelobt, in der Realität haben wir aber gehäuft Übergriffe und Vorfälle in Straftatbereich durch die Betreuten. Die Kreise arbeiten nicht ordentlich bzw. sind dazu nicht in der Lage. Nur mit Fahrrad basteln, Stühle bemalen und gutem Zureden wird niemand von derartigen Taten abgehalten", sagte AfD-Landtagskandidat Andreas Winhart.

Außerdem verlangte die Partei von den kommunalen Verantwortungsträgern, für den Schutz der Bevölkerung zu sorgen, insbesondere von jungen Frauen. Ferner sollten sich die entsprechenden Verantwortungsträger in Stadt und Landkreis Rosenheim dafür einsetzen, dass Asylverfahren verkürzt und abgelehnte sowie kriminelle Asylbewerber unverzüglich und schnell abgeschoben werden, hieß es weiter.

Was machte das Mädchen um 0.45 Uhr in der Disko?

Unabhängig von politischen Diskussionen sind viele Fragen in diesem Fall jedoch noch nicht beantwortet. Geklärt werden muss unter anderem, warum sich das 16-jährige Mädchen gegen 0.45 Uhr noch in der Diskothek aufgehalten hat (Jugendschutzgesetz). "Wir haben das zur Kenntnis genommen, aber primär ist das eine Sache des Betreibers des Lokals. Für uns ist jetzt zunächst wichtig, den Sachverhalt des Messerangriffs lückenlos und umfassend aufzuklären", sagte Polizeisprecher Jürgen Thalmeier diesbezüglich auf Anfrage von rosenheim24.de. Körperlich befindet sich die 16-Jährige inzwischen auf dem Weg der Besserung. "Psychisch wird sie sicherlich stark belastet sein", so Thalmeier.

Nach Informationen von rosenheim24.de wurde die Veranstaltung von Schülern des Ignaz-Günther- und Finsterwalder Gymnasiums organisiert - allerdings auf privater Basis. "Die Schule hat mit diesen Partys rein gar nichts zu tun. Die Schüler organisieren diese in ihrer Freizeit. Wir haben hier also keine Haftung, wissen nicht mal, wann und wo die Partys genau stattfinden", erklärte Brigitte Würth, Direktorin des Finsterwalder Gymnasiums, gegenüber rosenheim24.de. "Die Jugendlichen organisieren das völlig selbstständig. Ich habe erst am Montagmorgen von diesem Vorfall erfahren. Es handelt sich dabei um keine schulische Veranstaltung", ergänzte Dieter Friedel, Schulleiter am Ignaz-Günther-Gymnasium.

Von Seiten des Lokalbetreibers liegt trotz Anfrage bis dato keine Stellungnahme vor (Anm. d. Red.: Sofern diese Stellungnahme eintreffen sollte, werden wir diese umgehend nachreichen!).

Wie kam der Eritreer mit dem Messer ins Lokal?

Ungeklärt ist außerdem, wie der Eritreer mit dem Messer in das Lokal gelangen konnte. Auch das ist Gegenstand der derzeit laufenden polizeilichen Ermittlungen. "Wir müssen den Tatablauf in Ruhe klären, werden aber hierzu keine Wasserstandsmeldungen abgeben", sagte Thalmeier abschließend. Auch zum Motiv des Mannes gibt es noch keine neuen Erkenntnisse. Unklar ist auch, in welcher Art von Beziehung der mutmaßliche Täter zum Opfer stand.

Bei dem Übergriff in der Nacht auf Samstag war das Mädchen gegen 0.45 Uhr auf der Tanzfläche von dem Eritreer mit einem Messer angegriffen und verletzt worden. Der eingesetzte Sicherheitsdienst ging anschließend mutig und kompromisslos dazwischen und verhinderte somit möglicherweise Schlimmeres. Die Mitarbeiter überwältigten den Täter und hielten diesen bis zum Eintreffen der Polizei fest. Öffentlich äußern wollte sich die Sicherheitsfirma auf Anfrage von rosenheim24.de jedoch nicht. Man gebe zu derartigen Vorfällen grundsätzlich keine Stellungnahme ab, hieß es.

mw

Quelle: rosenheim24.de

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