Sie liegt in Regensburg

Die älteste Bratwurststube der Welt

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Eine Mitarbeiterin grillt in der historischen "Wurstkuchl" in Regensburg (Bayern) Bratwürste

Regensburg - Sie ist längst aus dem Schatten des Regensburger Doms und der berühmten Steinernen Brücke herausgetreten: die älteste Bratwurststube der Welt.

Die Historische Wurstkuchl direkt an der Donau gilt als die älteste Bratwurststube der Welt und ist ein Muss für Regensburg-Besucher. Mehr als eine Million hausgemachte Würstchen brutzeln hier jedes Jahr über der Holzkohle. Die Speisekarte ist überschaubar: Neben den fingerlangen Würstchen gibt es hausgemachtes Sauerkraut und Senf, Bauchfleisch und Kartoffelsuppe.

Die historische "Wurstkuchl"

Der Ursprung der Wurstkuchl geht auf die Mitte des 12. Jahrhunderts zurück. Während des Baus der 300 Meter langen Steinernen Brücke sollen sich die 2000 Arbeiter damals in der Garküche gelabt haben. Im 17. Jahrhundert musste sie dem Salzstadel, in dem heute unter anderem das Welterbe-Besucherzentrum untergebracht ist, weichen. Nur wenige Meter weiter wurde die Bratwurstbude wieder aufgebaut, ein Stück alte Stadtmauer bildet seitdem die Rückseite des Gebäudes.

„An guten Tagen kommen bis zu 1000 Gäste“, sagte Inhaber Andreas Meier. Seit etwa 200 Jahren ist der Betrieb in Familienbesitz, der 46-Jährige ist die sechste Generation. Seine Mutter Brigitte steht noch immer samstags in der verrauchten Küche an den beiden großen Grillrosten und dreht die rund 200 Würstchen in Rekordzeit.

Ein weiterer Dauergast in der Wurstkuchl ist das Donau-Hochwasser. Etliche Markierungen erinnern an die Fluten der vergangenen Jahrhunderte, die höchste ist gerade einmal eine Hand breit unter der Decke. Erst im Juni musste die Küche wieder kontrolliert überflutet werden, damit das Grundwasser den Boden des Gebäudes nicht hochdrücken konnte.

dpa

 

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