Mehrere Stauschwerpunkte auf der A8

ADAC: "Ausbau ist wirksamste Lösung gegen Engpässe"

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Immer wieder staut sich der Verkehr auf der Autobahn A8 wie hier bei Holzkirchen - vor allem in den Sommerferien.
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Landkreis - Mehrere Schwerpunkte hat es im vergangenen Jahr für Staus auf der A8 gegeben. Baustellen haben die Situation zusätzlich noch verschärft. Und der ADAC schlägt eine Lösung vor.

Mehr als 27.000 Kilometer und 6.800 Stunden Stau hat es laut ADAC im vergangenen Jahr auf der Autobahn A8 zwischen München und Salzburg gegeben. 

Doch, wo hat es sich am meisten gestaut? Gibt es Schwerpunkte, an denen es häufiger zu Stau kommt, als an anderen Stellen? Und gibt es da Unterschiede zwischen dem sechsspurigen Abschnitt zwischen München und Inntaldreieck und dem vierspurigen Abschnitt bis zur österreichischen Grenze?

Schwerpunkte im Abschnitt München-Inntaldreieck:

Unterschiede gibt es durchaus, erklärt Bernd Emmrich, Fachreferent für Verkehr und Umwelt beim ADAC. In Fahrtrichtung Salzburg ist vor allem der Bereich zwischen dem Kreuz München-Süd und dem Inntaldreieck aufgefallen.

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Aber: "Hier dürfte die Baustelle im Bereich des Autobahndreiecks Inntal wesentlichen Beitrag geleistet haben. Die Fahrbahn im Übergang von der A8 aus München kommend zur A93 Richtung Kiefersfelden war fast ganzjährig auf einen von zwei Fahrstreifen reduziert". Diese Baustelle hat dafür gesorgt, dass sich der Verkehr - vor allem während des Reiseverkehrs in den Sommerferien - noch stärker gestaut hat als an diesem Nadelöhr üblich.

In Fahrtrichtung München ist vor allem der Abschnitt zwischen Bad Aibling und dem Kreuz München-Süd sowie dem Ende der Autobahn in Ramersdorf aufgefallen.

Schwerpunkte im Abschnitt Inntaldreieck-Landesgrenze

Im Bereich Inntaldreieck-Landesgrenze ist im vergangenen Jahr in Fahrtrichtung München vor allem der Abschnitt zwischen Bad Reichenhall und Anger aufgefallen. Auch dort hat es eine Baustelle gegeben, die Mitschuld daran ist.

Wirksam scheint nur eine Lösung

Um die Engpässe auf der A8 zu beseitigen, ist der sechsstreifige Ausbau zwischen Inntaldreieck und Landesgrenze sowie der achtstreifige Ausbau zwischen dem Kreuz München-Süd und dem Inntaldreieck die wirksamste Lösung, lautet das Fazit des Experten.

Positivbeispiel A8 Augsburg-München

Wie es funktionieren kann, zeigt der sechsstreifig ausgebaute Abschnitt der A8 zwischen München und Augsburg. Der ist im Dezember 2010 für den Verkehr freigegeben worden. "Dadurch entspannte sich die Stausituation deutlich", erklärt Bernd Emmrich.

Um zu zeigen, wie wirksam die Maßnahme ist, sind die ADAC-Datenbanken der Jahre 2010 und 2011 ausgewertet worden: 2010 hat es auf dem gesamten bayerischen Abschnitt der A8 zwischen West-Ulm und München 2.315 Staumeldungen mit einer Gesamtdauer von 2.140 Stunden und einer Gesamtstaulänge von 4.245 Kilometern gegeben.

2011 sind es auf demselben Abschnitt nur noch 1.369 Staumeldungen mit einer Gesamtdauer von 1.218 Stunden und einer Gesamtstaulänge von 3.444 Kilometern gewesen. "Der Ausbau der Strecke München-Augsburg machte sich im Hinblick auf die Reduzierung der Staubelastung im gesamten Abschnitt München-Ulm deutlich und sehr positiv bemerkbar", erklärt der Experte.

ksl

Quelle: rosenheim24.de

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