Nach Fußball-Abend tödlich verunglückt

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Trotz Schranken und Warnleuchte befand sich der 63-jährige Rentner auf den Gleisen - der Zug erfasste ihn.

Marktl - Ein 63-jähriger aus Marktl ist am Mittwochabend bei einem tragischen Unfall an einem Bahnübergang getötet worden. Er war gerade auf dem Heimweg von einem Fußballabend.

Der verheiratete Rentner hatte kurz vor dem Unglück zusammen mit Bekannten in einer Gaststätte das Bundesliga-Duell FC Bayern gegen den BVB angeschaut. Vom Unglücksort bis nach Hause hätte er es nicht mehr allzu weit gehabt.

Wie es zu dem Unfall kommen konnte, ist bislang ein Rätsel. Lange Zeit hatte es für die Ermittler der Polizei sogar so ausgesehen, als habe sich der Mann in Selbsttötungsabsicht bewusst auf den Gleisen befunden. Dieser Verdacht wurde im Laufe des Nachmittags entkräftet. Inzwischen steht zweifelsfrei fest: Es war ein tragischer Unfall.

63-Jähriger von Bahn erfasst und getötet

Polizeimeldung

Am Mittwochabend, 11. April 2012, gegen 22 Uhr war der Lokführer des Regionalzuges auf den Bahnübergang zugefahren. Plötzlich sah er Lichtblitze! Diese stellten sich schnell als Reflektoren eines Fahrrades heraus. Im selben Momemt sah der Lokführer dann auf den Gleisen einen Schatten. Trotz sofortiger Vollbremsung und Warnsignal konnte er den Zusammenstoß mit dem 63-Jährigen nicht mehr verhindern. Erst rund 100 Meter nach dem Unfallort kam der Zug zum Stehen. Das Radl wurde diese Strecke mitgeschleift.

Für den Rentner gab es keine Rettung mehr. Ein Notarzt konnte nur noch seinen Tod feststellen.

Im Zug hatten sich 20 Fahrgäste befunden. Von ihnen wurde niemand verletzt. Der Lokführer erlitt einen Schock.

Marktl: Tragischer Unfall am Bahnübergang

Der Bahnübergang ist aufgrund von Bauarbeiten derzeit generell für den Kraftfahrzeugverkehr gesperrt, für Fußgänger aber freigegeben. Die Mühldorfer Kriminalpolizei hat die Ermittlungen zum Unfallhergang übernommen. Warum sich der Mann trotz geschlossener Halbschranken und Warnleuchte zu dieser Zeit auf den Gleisen befand, ist unklar. Dem Lokführer, so sagt ein Sprecher der Polizei, könne kein Fehlverhalten vorgeworfen werden.

(re)

Quelle: innsalzach24.de

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