20 Jahre Trauer um Roy Black

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Heldenstein - Am 9.10.1991 ist Roy Black in seiner Fischerhütte in Heldenstein gestorben. Jetzt, fast genau 20 Jahre später, könnte der Wirbel um seine Person nicht größer sein.

YouTube-Video: Medley und letzter Fernsehauftritt von Roy Black

Schlagzeile der Bildzeitung am Mittwoch, den 5. Oktober: "In diesem Bett trank sich Roy Black zu Tode!" Die Zeitung öffnet die Todesakte zum Fall Roy Black und will enthüllen, was wirklich im Obduktionsbericht stand.

Roy Blacks Grab vor 20 Jahren

Rückblick: Am 9. Oktober 1991 ist Black, der eigentlich Gerhard Höllerich hieß, in seiner Fischerhütte in Heldenstein gestorben. Damals war er nur 48 Jahre alt. Sein Bruder hatte dann Blacks Leiche entdeckt. Anschließend wurde Herzversagen als Todesursache angegeben. Laut der Bildzeitung habe man in Wirklichkeit einen Blutalkoholwert von 3 Promille festgestellt - ein Wert, der eigentlich nur bei Alkoholkranken vorkomme. Besorgniserregend sei auch, dass Black aufgrund einer schweren Herzoperation im Jahre 1986 eigentlich gar keinen Alkohol hätte trinken dürfen.

Gegenüber anderen Medien hat sich der Bruder des verstorbenen Schlagersängers inzwischen zu Wort gemeldet: "Mein Bruder hat sich nicht totgesoffen! Das hätte ich ja mitbekommen!"

Roy Black mit seiner Ehefrau Silke Höllerich.

Laut Walter Höllerich habe sein Bruder sich oft zurückgezogen. Er wollte all dem Wirrwarr mal entkommen. Da sei sein liebster Rückzugsort seine Fischerhütte in Heldenstein gewesen, die an einem Nebenarm der Isen gelegen hatte. Auf diesen 50 Quadratmetern mit zwei Schlafzimmern, Wohnzimmer und Bad habe Black sich wohlgefühlt. Walter Höllerich hatte seinen Bruder damals tot aufgefunden - eine schreckliche Erinnerung. Roy Black soll auf dem Bett gelegen haben und sei wohl schon eine Weile nicht mehr am Leben gewesen. Für den Bruder war der Tod aber nicht überraschend gekommen. Denn Black war schon mit einem schweren Herzfehler auf die Welt gekommen. Deshalb glaubt Walter Höllerich auch nicht an die Berichte der Bild-Zeitung.

Die Hütte in Heldenstein steht inzwischen übrigens nicht mehr. Sie wurde abgerissen, um pilgerreisende Fananstürme zu vermeiden, so die Stadt auf Anfrage. Und auch der Grund und Boden, auf dem die Hütte einmal gestanden hatte, ist nicht mehr zugänglich. "Das sind alles Privatgrundstücke, da kommt man nicht mehr hin", so ein Stadtmitarbeiter.

Legenden unter sich: Roy Black mit Uschi Glas

Aber die Umstände seines Todes - wie auch immer geartet - ändern nichts an der Tatsache, dass seine treuen Fans seit 20 Jahren um ihren Star trauern. Und ihnen ist es auch egal, was die Bildzeitung schreibt. Für sie bleibt Roy Black in Erinnerung als einer, der mit seinen Songs Herzen in Wallung gebracht und mit seinen Worten immer genau den richtigen Takt getroffen hat. "Er war einfach wundervoll", schreibt ein Fan in einem der zahlreichen Internet-Foren. "Roy ist und bleibt für mich ein Idol für die Ewigkeit", schreibt eine andere Anhängerin. Bei den Fans ist die Liebe zu ihrem Star also auch 20 Jahre nach dessen Tod ungetrübt.

Roy Black in "Ein Schoß am Wörthersee"

Den Durchbruch gelang Roy Black im Frühjahr 1966 mit einem Lied, das wirklich jedem sofort in den Ohren klingt: "Ganz in weiß". Kurz darauf erschien sein erstes Album. In "Das Paradies der flotten Sünder" wirkte Black ein Jahr später erstmals in einem Musikfilm mit.

Blacks Erfolgskurs kam erst 1975 auf Abwege, als seine Theater-Tournee "Lügst du, Cherie?" zum Misserfolg wurde. 1986 brach er wegen seinen Herzfehlers zusammen und war längere Zeit außer Gefecht gesetzt. Richtig rund ging's für Roy Black aber dann nochmal 1989, als RTL plus ihm eine Rolle in der Fernsehserie "Ein Schoß am Wörthersee" anbot. Hier gelangte der Schlagersänger und Schauspieler noch einmal zu großer Popularität.

Die, wenn man überlegt, was nur zwei Jahre später passierte, vielleicht auch zu viel gewesen sein könnte für den Mann, der mit "Ganz in weiß mit einem Blumenstrauß..." immer noch irgendwie unter uns weilt.

ds

Quelle: innsalzach24.de

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