Der Kampf der kleinen Titanen

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Bestens geeignet für die Großstadt: der Skoda Citigo. Der Knirps passt in jede Parklücke, ist sparsam und macht Spaß

Auf den ersten Blick sehen sie sich zum Verwechseln ähnlich: der VW Up und der Skoda Citigo. Doch wer kann punkten? Der Vergleich im Fahrtest...

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VW Up! Einer für alle

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Das Trio ist komplett: Der Mini Seat Mii

Die Stadtflitzer unterscheiden sich äußerlich und innerlich nur marginal. Der Grund: Beide basieren auf der gleichen Plattform und haben die gleiche Technik unter der Haube. Und im April kommt noch der Seat Mii als Dritter im Bunde hinzu. Wir machten uns bei einem Fahrtest zunächst auf die Suche nach dem Unterschied zwischen Citigo und Up, die beide aus dem Wolfsburger Konzern stammen:

Optik und Design

An Nase, Kühlergrill und Heckklappe unterscheiden sich die Geschwister noch am ehesten: Im Gegensatz zum stylischen VW Up wirkt der Skoda Citigo äußerlich insgesamt etwas braver und konservativer. Ein Unterschied sticht in jedem Fall ins Auge: Im Gegensatz zu seinem Konzern-Bruder hat der Wolfsburger nämlich einen Knick im Fondfenster.

VW Up - Einer für alle

Einer für alle: Der neue VW Up

Raumangebot

Beide Cityflitzer haben fast die gleichen Maße: Der Citigo ist mit 3,56 Metern aber zwei Zentimeter länger als der Up. Große und fülligere Insassen sitzen auf den Vordersitzen des Citigo mit integrierten Kopfstützen recht bequem. Hinten hingegen wird es für Passagiere über 1,85 Meter in Sachen Kopffreiheit eng. Das Gepäckvolumen fasst bei beiden Stadtflitzern 251 bis 959 Liter.

Interieur

Cockpit Skoda Citigo: Auch große Piloten sitzen bequem

Auch hier gibt’s nur minimale Unterschiede bei Schaltknöpfen, Tasten und Display. Allerdings hat der Citigo im Vergleich zum Up so manchen zusätzlichen Schnickschnack, den vor allem frau zu schätzen lernen dürfte: Ein ausklappbarer Haken für die Handtasche am Handschuhfach, Zettel – bzw. Fotohalter am Armaturenbrett sowie Netztaschen an und hinter den Vordersitzen für Handys oder Fotoapparate. Kritikpunkte beim Citigo: die fehlende Längsverstellung fürs Lenkrad. Außerdem sind im Dreitürer die hinteren Seitenfenster nicht zu öffnen, im Fünftürer sind sie lediglich ausstellbar.

Zubehör

Cockpit VW Up: Kaum Unterschiede zum Citigo

Der Citigo wird in drei Ausstattungsvarianten angeboten: Active, Ambition und Elegance. Der kleine Tscheche ist dabei jeweils mit dem gleichen portablen Navigon-Informationssystem wie der Up ausgestattet, das Navi, Freisprecheinrichtung, Bordcomputer und Mediaplayer enthält.

Sicherheit

Wie beim Up können auch beim Citigo Extras wie Einparkhilfe und ein Citynotbremsassistent namens City Safe Drive geordert werden.

Technik

Bei Motoren, Fünfganggetriebe, Fahrgestell und Sicherheitsfunktionen bedienen sich beide Zwerge aus einem Regal. Der Skoda Citigo startet mit zwei Dreizylinder-Benzinern mit einem Liter Hubraum und 60 bzw. 75 PS. Der Durchschnittsverbrauch beträgt nach Werksangaben zwischen 4,5 und 4,7 Litern auf 100 Kilometern und weist CO2-Ausstoß von 105g/km beim kleineren Motor bzw. 108g/km beim größeren auf. Bei unseren Testfahrten im Stadtverkehr und über Land stieg der Spritverbrauch bei flotter Fahrweise mit beiden Motorvarianten jedoch bis auf 5,9 Liter an.

Fahrspaß

Der ist wie im Up in der Stadt und bei kleineren Ausflügen garantiert. Sitz- und Fahrkomfort sowie Fahrverhalten und Handling sind komfortabel. Das Kurvenverhalten ist hervorragend, die Motorleistung ideal für den Stadtverkehr.

Preise

Die will Skoda erst bei der Automobilausstellung in Genf (Publikumstage vom 8. bis 18. März) offenbaren. Dem Vernehmen nach soll der Skoda Citigo jedoch in der Grundversion als Dreitürer unter der 9000-Euro-Marke liegen – und ist damit rund 1000 Euro günstiger als der Up, den es ab 9.850 Euro gibt.

Fazit

Es existieren jede Menge gute Argumente für die von Skoda avisierte Käuferschicht von jungen Fahranfängern, Familien oder Best-Agern, die in Städten verstärkt auf Spritverbrauch und ihren Geldbeutel schauen.

Heinz Wilhelm

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