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Voll digital

Das Golf-Upgrade: Zweimal sauber, zweimal giftig

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Autorin Ulli Schmidt (im GTE) fährt bis heute einen Golf 1. Jetzt testete sie mit ein bisserl Wehmut die Upgrades der siebten Generation – rechts GTE und e-Golf. Das Cockpit ist voll digitalisiert.

Ein Auto gab meiner Generation einen Namen: Ich bin die Generation Golf! Und ich fahre noch immer ein Einser-Cabrio, auch Erdbeerkörbchen genannt, das 1979 sein Debüt feierte.

Inzwischen, also seit 2012, ist VW bei der siebten Baureihe angekommen und freut sich über 33 Millionen verkaufter Golf-Autos, seit 1974 der Allererste vom Band rollte. Nur der Wandel garantiert eben Beständigkeit und einen Bestseller über Jahrzehnte.

Weil aber der immer schnellere technische Fortschritt immer rasantere Anpassungen fordert, hat VW die siebte Baureihe einem umfassenden Update unterzogen und die neuen Ausgaben auf Mallorca vorgestellt. Mit dabei: der Plug-in-Hybrid GTE, der GTI, die Sportausgabe R und der ­e-Golf.

Der erste Eindruck vom VW Golf Update

Der erste Eindruck von außen – der Golf will noch ein bisschen mehr hermachen, ein bisschen breiter, ein bisschen männlicher die Frontpartie. Auch die Augen wurden überarbeitet und mit LED-Scheinwerfern ausgestattet.

Noch mehr aber zählen die inneren Werte: Und da fällt sofort die Anzeigentafel ins Auge – alle Instrumente nur noch digital und damit individuell konfigurierbar nach persönlichem Geschmack. Active Info Display nennt sich das – die Tachonadel ist nur eine Computerleistung.

Alles für das Fahrer-Ich: Das Infotainment-System Discover Pro lässt Individualisierung auf höchstem Niveau zu.

Richtig Spaß macht das Infotainmentsystem Discover Pro – in der Mitte. Ein hochauflösender Bildschirm, der ganz ohne Reglerknöpfe auskommt und der sich über Sprache, Berührung und sogar über Gesten steuern lässt – das ist neueste Technologie, wie sie in höheren Klassen zu finden ist.

Dort, wo früher Aschenbecher und Zigarettenanzünder waren, ist jetzt Hochtechnologie, die sich bequem mit dem Smartphone vernetzen lässt – für individuelle Einstellungen. 

Beim ersten Golf vor 43 Jahren gab es kein Internet und kein iPhone, nur ein Radio und eine ausziehbare Antenne. Heute ist es sogar möglich, das Handy induktiv aufzuladen.

Assistenzsysteme im VW Golf

Und immer neue Assistenzsysteme sorgen für mehr Sicherheit, wie der Stauassistent, der das Fahrzeug bis 60 km/h teilautonom lenkt. Und der Security- und Sicherheitsdienst bietet einen automatischen Unfall- oder Pannenruf.

Dass man einmal fast vollkommen lautlos, nur mit dem Geräusch von rauschenden Reifen, über die Straßen rollen würde – das war vor 43 Jahren Science-Fiction. Nun kommt der neue e-Golf mit seiner Lithium-Ionen-Batterie im realen Fahrerleben 200 Kilometer weit, nach NEFZ-Norm 300.

VW Golf R jetzt mit 310 PS

Immer schneller, immer kräftiger: VW Golf R.

Und die Sportlichen legen weiter zu: der allradgetriebene Golf R kommt jetzt mit zehn PS mehr daher – inzwischen 310 PS – und schafft Tempo 100 in 4,6 Sekunden. Der GTI Performance hat jetzt 245 PS (plus 15 PS). Der GTI wurde vor 41 Jahren geboren und zu einer Ikone. Die jüngste Ausgabe schafft die 100 in 6,2 Sekunden und macht einfach Spaß, auch wenn der Sound durch die optimierte Technik viel dünner als damals ist.

Der neue Volkswagen Golf GTI.

Die Generation Golf gibt es noch immer, auch wenn sie heute pragmatischer ist. Weniger Gefühle spielen eine Rolle, eher die Funktion. Und so wird im digitalen Zeitalter auch das Küssen im Auto immer schwerer, weil die Mittelkonsole immer breiter wird. Überhaupt werden mit zunehmender Technik die Emotionen zum Auto weniger, weil es heute fast alles selber kann und den Fahrer immer weniger braucht.

Ein Golf-Cabrio gibt es übrigens seit letztem Jahr nicht mehr. Beständig ist eben nur der Wandel und die Generation Golf um ein Vergnügen ärmer.

Ulrike Schmidt

Der neue VW Golf

Die Grunddaten: Golf 1.0 TSI, 85 PS ab 17.850 Euro; Golf-e, 136 PS (statt zuvor 115 PS), ab 35.900 Euro; GTE-Hybrid, Gesamtleistung 204 PS, ab 36.900 Euro; GTI Performance, 245 PS, ab 32.475 Euro; Golf-R, 310 PS ab 40.675 Euro.

VW Golf I - die erste Generation 

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