Gefährliche Wissenslücke

Viele Autofahrer haben keine Ahnung, wann man eine Rettungsgasse bildet

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Eine Rettungsgasse müssen Autofahrer dann bilden, wenn der Verkehr nur noch mit Schrittgeschwindigkeit rollt oder still steht.

Bei Unfällen müssen Autofahrer im stockenden Verkehr eine Rettungsgasse bilden. Wie das geht, ist noch einigen bekannt. Doch beim richtigen Zeitpunkt gibt es große Wissenslücken.

Berlin - Viele Autofahrer in Deutschland wissen nicht, wann und wie sie eine Rettungsgasse auf der Fahrbahn bilden müssen. Das hat eine repräsentative Umfrage im Auftrag des Deutschen Verkehrssicherheitsrates (DVR) ergeben.

40 Prozent wissen nicht, wann eine Rettungsgasse zu bilden ist

40 Prozent glauben fälschlicherweise, dass sie die Gasse erst öffnen müssen, wenn schon Einsatzfahrzeuge von Polizei und Rettungsdiensten von hinten anrücken. Richtig ist dagegen, dass die Gasse bereits gebildet werden muss, wenn der Verkehr nur noch mit Schrittgeschwindigkeit rollt oder still steht.

Erfahren Sie hier: So bilden Sie die Rettungsgasse richtig.

Etwas besser sind die Kenntnisse dazu, wie die Rettungsgasse gebildet wird: Drei Viertel (75 Prozent) wissen, dass sie dazu auf Autobahnen und Landstraßen mitmindestens zwei Fahrspuren pro Richtung auf der linken Spur nach links und auf allen weiteren Spuren nach rechts ausweichen müssen. Machen Autofahrer nicht vorschriftsmäßig Platz, drohen Bußgelder ab 200 Euro und sofort zwei Punkte in Flensburg.

Das Marktforschungsinstitut Ipsos befragte im November 2018 im Auftrag des DVR insgesamt 1910 Menschen in Deutschland ab 18 Jahren.

Lesen Sie auch: So geht die Polizei gegen Rettungsgassen-Muffel vor.

dpa/tmn

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