BGH-Urteil

Versicherungsschutz trotz Fahrerflucht

Karlsruhe - Wer nach einem Unfall nicht unverzüglich die Polizei oder den Geschädigten informiert, verliert deshalb nicht automatisch die Ansprüche aus der Kaskoversicherung.

Unter Umständen kann es ausreichen, wenn der Fahrer seiner Versicherung rechtzeitig Bescheid gibt, entschied der Bundesgerichtshof in einem am Mittwoch verkündeten Urteil (Az. IV ZR 97/11).

Selbst wenn sich der Fahrer wegen „unerlaubten Entfernens vom Unfallort“ strafbar gemacht habe, führe das nicht in jedem Fall dazu, dass die Versicherung nicht zahlen müsse, erklärte der BGH. Im konkreten Fall ging es um einen Autofahrer, der zwar nach dem Unfall angemessen gewartet, sich später aber nicht bei der Polizei oder dem Geschädigten gemeldet hatte.

dpa

Zurück zur Übersicht: Auto

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Ab dem 25.5.2018 gilt die Datenschutzgrundverordnung. Dazu haben wir unser Kommentarsystem geändert. Um kommentieren zu können, müssen Sie sich bei unserem Dienstleister DISQUS anmelden. Sollten Sie zuvor bereits ein Profil bei DISQUS angelegt haben, können Sie dieses weiter verwenden. Nutzer, die sich über den alten Portal-Login angemeldet haben, müssen sich bitte einmalig direkt bei DISQUS neu anmelden.

Live: Top-Artikel unserer Leser