Unfallstatistiken: Autofahrer auf dem Land besonders betroffen

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Dortmund - Autofahren auf dem Land ist dreimal so gefährlich wie in der Stadt- das ergab nun eine Uni-Studie zur Unfallhäufigkeit. Besonders eine Altersgruppe ist hierbei besonders gefährdet.

Nach einer Statistik der TU Dortmund ist die Landbevölkerung von einem deutlich höheren Unfallrisiko betroffen als Bewohner größerer Städte. Die Wissenschaftler des Fachbereichs Verkehrsforschung haben speziell für das Bundesland Niedersachsen Daten aller polizlich aufgenommenen Unfälle zwischen 2006 und 2008 analysiert. Da allein die Betrachtung der Unfallorte nicht darauf schließen lässt, aus welcher Bevölkerungsgruppe das Unfallopfer stammt, wurde dabei auch der Wohnort berücksichtigt.

Da diese Daten normalerweise nicht frei zugänglich sind, konnte die Studie nur in Niedersachsen durchgeführt werden. Die Ergebnisse der Analysen zeigten, dass das Risiko, tödlich zu verunglücken, bereits für die Bevölkerung der dicht besiedelten Umlandkreise großer Städte rund 40 Prozent höher liegt als für die Stadtbevölkerung. Auch das Risiko einer schweren Verletzung ist in ländlichen Kreisen rund 70 bis 100 Prozent höher als in Großstädten. Bei jungen Erwachsenen explodiert das Unfallrisiko im ländlichen Raum förmlich und liegt in den ländlichen Kreisen um das Zehn- bis 20-fache höher als in Großstädten. Die Wissenschaftler erklären das mit der verbreiteten Mobilität unter jungen Leuten auf dem Lande, während ihre Altersgenossen in der Stadt eher auf die vorhandenen Nahverkehrsangebote zurückgreifen würden. Es scheint also, als würde erhöhte Mobilität mit einem höheren Unfallrisiko bezahlt. Ob zuhause zu bleiben eine wirkliche Alternative darstellt, ist allerdings fragwürdig.

Quelle: rosenheim24.de

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