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Was sie kostet, wo es sie gibt

Umweltplakette: Alle Infos zu den grünen, gelben und roten Aufklebern für die Umweltzone

Die Umweltplakette gibt es in drei Farben.
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Die Umweltplakette gibt es in drei Farben.

In dutzenden deutschen Städten gibt es mittlerweile Umweltzonen - die Einfahrt ist nur mit einer entsprechenden Plakette erlaubt. Wir erklären, welche Ihr Auto braucht.

  • Bei der Umweltplakette wird in vier Schadstoffgruppen unterschieden.
  • Es gibt grüne, gelbe und rote Plaketten - oder gar keine.
  • Wir erklären, welche Farbe welche Bedeutung hat.

Die Umweltplakette - auch Feinstaubplakette genannt - wurde in Deutschland im Jahr 2007 eingeführt. Grund dafür war eine hohe Schadstoffbelastung der Luft - unter anderem durch Dieselrußpartikel.

Wichtig zu wissen: Auch für im Ausland zugelassene Fahrzeuge ist eine Umweltplakette Pflicht, sobald man damit eine Umweltzone* befahren möchte.

Die Umweltplakette: Wo bekomme ich sie überhaupt her und was kostet sie?

Eine Umweltplakette bekommt man beim TÜV*, der GTÜ, der Dekra, den Kfz-Zulassungsstellen und Bürgerämtern. Auch eine Online-Bestellung ist möglich. Die Kosten für eine Umweltplakette liegen zwischen 5 und 20 Euro - je nachdem, wo man sie erwirbt. Vor allem eine Online-Bestellung ist meist deutlich teurer.

Lesen Sie auch: Warum die Diesel-Nachrüstung keinen Sinn macht.

Wo an meinem Fahrzeug muss ich die Feinstaubplakette anbringen?

Die Umweltplakette muss an einer gut ersichtlichen Stelle an der Windschutzscheibe angebracht werden. Normalerweise klebt man die Plakette von innen auf der Beifahrerseite rechts unten an die Frontscheibe. Wichtig: Bevor man die Plakette aufklebt, sollte man den entsprechenden Bereich an der Windschutzscheibe gründlich säubern und anschließend trocken wischen. Dadurch verhindert man, dass sich der Aufkleber aufgrund von Schmutz schon bald wieder ablöst.

Das Umweltbundesamt führt eine genaue Übersicht darüber, in welcher Stadt es Umweltzonen und Durchfahrtsbeschränkungen gibt.

Gibt es auch Fahrzeuge, die keine Umweltplakette brauchen?

Es gibt auch Ausnahmen. Unter anderem brauchen diese Fahrzeuge keine Umweltplakette:

  • Land- und Forstwirtschaftliche Zugmaschinen (beispielsweise Traktoren)
  • zwei- und dreirädrige Kraftfahrzeuge
  • Krankenwagen
  • Fahrzeuge, die Sonderrechte in Anspruch nehmen können - etwa von Polizei, Feuerwehr und Bundeswehr
  • Old- und Youngtimer mit H-Kennzeichen oder roter "07"-Nummer
  • Diplomatenfahrzeuge

mobile Maschinen und GeräteArbeitsmaschinen

Ohne Feinstaubplakette in die Umweltzone: Welche Strafen gibt es?

Wer eine Umweltzone ohne - oder mit der falschen - Plakette befährt, muss mit einem Bußgeld in Höhe von 80 Euro rechnen. Punkte in Flensburg gibt es für den Verstoß nicht.

Die meisten Umweltzonen dürfen nur mit grüner Plakette befahren werden.

Welche Farbe bei der Umweltplakette hat welche Bedeutung?

Es gibt vier Schadstoffklassen und drei Umweltplaketten. Für die Schadstoffgruppe 1 (Alte Fahrzeuge mit Diesel- oder Ottomotor ohne geregelten Katalysator) gibt es keine Plakette. Für die anderen drei Schadstoffklassen gibt es die Farben rot (Klasse 2), gelb (Klasse 3) und grün (Klasse 4). Vorübergehend war auch mal die Einführung einer zusätzlichen blauen Plakette geplant - dazu kam es jedoch nicht. Auch Elektrofahrzeuge benötigen übrigens für die Einfahrt in die Umweltzone eine grüne Umweltplakette.

Die grüne Umweltplakette: für Fahrzeuge der Schadstoffklasse 4

Mit der grünen Feinstaubplakette darf man jede Umweltzone befahren.

Autos, die diesen Aufkleber tragen, dürfen sämtliche deutschen Umweltzonen ohne Einschränkungen befahren. Diese Schlüsselnummern berechtigen zu einer grünen Feinstaubplakette:

Benziner: 01, 02 , 14, 16, 18-75, 77

Diesel: 32, 33, 38, 39, 43, 53, 55-59, 60-70, 73-75

Die gelbe Umweltplakette: für Fahrzeuge der Schadstoffklasse 3

Die gelbe Umweltplakette bekommen Dieselfahrzeuge,  die zur Schadstoffgruppe 3 zählen.

Dieselfahrzeuge, die zur Schadstoffgruppe 3 zählen, bekommen die gelbe Umweltplakette. Allerdings ist in nahezu allen Städten die Einfahrt in die Umweltzonen mit dieser Plakette verboten.

Mit folgenden Schlüsselnummern bekommt ein Fahrzeug eine gelbe Feinstaubplakette:

Diesel: 30-31, 36, 37, 42, 44-52, 72

Die rote Umweltplakette: für Fahrzeuge der Schadstoffklasse 2

Mit einer roten Umweltplakette darf man in keine Umweltzone mehr einfahren.

Die rote Umweltplakette erhalten ausschließlich Dieselfahrzeuge. Autos mit einer roten Feinstaubplakette dürfen in keine Umweltzone mehr einfahren.

Folgende Schlüsselnummern führen zu einer roten Umweltplakette:

Diesel: 25-29, 35, 41, 71

Gar keine Plakette: Schadstoffklasse 1

Fahrzeuge, die dieser Schadstoffgruppe angehören dürfen keine Umweltzone befahren.

Zu dieser Klasse gehören folgende Schlüsselnummern:

Benziner: 00, 03-13, 15, 17, 88, 98

Diesel: 0-24, 34, 40, 77, 88, 98

Auch interessant: Abgas-Skandal und CO2-Problem - Die wichtigsten Infos.

Klimakiller? Was es aus dem Auspuff bläst

Klimakiller? Was aus dem Auspuff bläst
Autos stoßen bei laufendem Motor giftige und klimaschädliche Stoffe aus. Deshalb hat der Gesetzgeber Grenzwerte für Kohlenmonoxid (CO), Stickoxide (NOX), Kohlenwasserstoffe (HC) und Rußpartikel (PM) festgelegt. © dpa
Klimakiller? Was aus dem Auspuff bläst
Ab September 2009 müssen Hersteller bei der Entwicklung neuer Autos die Abgasnorm Euro 5 einhalten. Seit Januar 2011 müssen auch alle neu zugelassenen Wagen Euro 5 erfüllen. © dpa
Klimakiller? Was aus dem Auspuff bläst
Konkret heißt das: Benziner dürfen zum Beispiel maximal 1 Gramm CO (Kohlenstoffmonoxid) pro Kilometer ausstoßen, Diesel nur die Hälfte. Der Grenzwert für Rußpartikel beim Diesel liegt bei 5 Milligramm je Kilometer. Übrigens, die Euro-4-Norm hatte noch das Fünffache 25 Milligramm zugelassen. © dpa
Klimakiller? Was aus dem Auspuff bläst
Anfang September 2011 wurde als Zwischenschritt die Rußmenge, die ein Auto ausstoßen darf, weiter reduziert - auf 4,5 Milligramm. © dpa
Klimakiller? Was aus dem Auspuff bläst
Ab September 2014 müssen alle neu zugelassenen Autos Euro 6 erfüllen. Diese Norm betrifft laut dem TÜV Nord in erster Linie Diesel: Der Grenzwert für Stickoxide, die neue Fahrzeugtypen mit Selbstzündern ausstoßen dürfen, wird auf weniger als die Hälfte des derzeitig gültigen Werts gesenkt - nämlich von 180 Milligramm pro Kilometer (Euro 5) auf 80 Milligramm (Euro 6). © dpa
Klimakiller? Was aus dem Auspuff bläst
Kohlenmonoxid (CO): Kohlenmonoxid ist ein Gas, das schon in geringen Mengen sehr giftig ist. Es entsteht bei der Verbrennung von kohlenstoffhaltigen Verbindungen, wenn nicht genügend Sauerstoff vorhanden ist. Die meisten Abgase entstehen im Leerlauf, also wenn ein Auto an einer Ampel wartet. Während des Fahrens wird hingegen wieder genügend Sauerstoff zugeführt und die CO-Konzentration sinkt wieder. © dpa
Stickoxide (NOX): Die Partikel sind u.a. schädlich für das Ozon. Stickoxid ist ein Sammelbegriff für Verbindungen aus Stickstoff und Sauerstoff, die besonders bei hohen Brennraumtemperaturen und -drücken im Motor entstehen. NOX war der Hauptgrund für die Erfindung des Katalysators. © dpa
Klimakiller? Was aus dem Auspuff bläst
Kohlenwasserstoffe (HC): In den Autoabgasen befinden sich neben den Verbrennungsprodukten unverbrannte Bestandteile des Benzins, wie das krebserregende Benzol, ein sogenannter "Kohlenwasserstoff". © dpa
Klimakiller? Was aus dem Auspuff bläst
Rußpartikel (PM) gelangen vor allem aus den Auspuffrohren von Dieselmotoren. Durch die Einführung der sogenannten Feinstaubverordnung wird die Kennzeichnung von Kraftfahrzeugen nach der Höhe ihrer Partikelemission bundesweit einheitlich geregelt. © dpa
Auspuff Auto Schadstoffe
Übrigens ist während der morgendlichen Rush-hour zwischen sieben und acht Uhr der Kohlenmonoxidgehalt der Luft am höchsten. Autofahrer auf stark frequentierten Pendler-Routen atmen mehr Kohlenmonoxid, Benzol und Dieselruß ein als etwa ein erwachsener Fußgänger. © dpa
Die Konzentration der Schadstoffe ist nämlich im Auto um ein mehrfaches höher als auf dem Fußgängerweg. Sie gelangen durch die Lüftung in das Wageninnere, im Stau werden von der Klimaanlage sogar die Abgase des eigenen Autos angesaugt. © dpa

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