Studie

Senioren überschätzen sich am Steuer

Hamburg - Senioren überschätzen einer Studie zufolge häufig ihre Fähigkeiten am Steuer. Besonders in Sachen Ratschlägen sind viele ältere Menschen empfindlich

„Obwohl Senioren überproportional viele Verkehrsunfälle verursachen, scheint eine Mehrheit von ihnen weitgehend beratungsresistent zu sein“, berichtet das Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ unter Berufung auf eine Untersuchung der Universität Wien im Auftrag des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV).

Von 282 befragten Männern und Frauen mit einem Durchschnittsalter von 74 Jahren gaben mehr als 70 Prozent an, ihre Fahrfähigkeiten im Zweifel selbst besser einschätzen zu können als andere. 83 Prozent behaupteten, noch nie auf Schwächen angesprochen worden zu sein.

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Die Autoren glauben, dass dies nicht stimmt: 60 Prozent einer ebenfalls befragten Gruppe von Angehörigen hätten die Älteren nach eigenen Angaben mindestens einmal auf Fahrmängel aufmerksam gemacht.

Der GDV-Unfallforscher Siegfried Brockmann sprach dem Magazin zufolge von einer „Abwehrhaltung gegenüber konkretem Feedback“. Ratschläge akzeptierten die Senioren am ehesten von ihren Hausärzten. Mediziner sprächen Ältere aber „äußerst selten“ auf deren Fahrvermögen an.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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