Deutlich spürbarer Rückgang

Spritpreise: Noch nie war tanken 2017 so billig

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Nicht leer, sondern voll. 2017 war das Füllen des Tanks noch nie so billig wie jetzt.  

Gute Nachrichten für alle Autofahrer. Im Juni war Tanken so billig wie nie zuvor in diesem Jahr. Der Trend könnte im Sommer weiter anhalten. Auch im EU-Ausland.

Autofahrer konnten im Juni so günstig tanken wie noch nie in diesem Jahr. Die monatliche ADAC-Auswertung der Kraftstoffpreise ergab, dass ein Liter Diesel im Monatsmittel 1,115 Euro (Mai 1,144 Euro) kostete. Für einen Liter Super E10 mussten Autofahrer im Schnitt 1,325 Euro (1,344 Euro) bezahlen. Dieser deutlich spürbare Rückgang könnte sich über den Sommer hinweg weiter fortsetzen - was für Urlauber weitere gute Neuigkeiten bedeuten würde.

Weiterhin nur positive Nachrichten von den Tankstellen. Im Juni konnten Autofahrer so günstig tanken wie nie zuvor in diesem Jahr.

Wie der ADAC in einer aktuellen Meldung bekannt gab, war der bisher günstigste Tag zum Tanken in diesem Jahr der 29. Juni. Das gilt für beide Kraftstoffe. So mussten Autofahrer an diesem Tag nur 1,305 Euro für den Liter Super und 1,097 Euro für den Liter Diesel bezahlen. 

Teuerster Tag im vergangenen Monat war der 4. Juni: Ein Liter Super E10 kostete 1,351 Euro, ein Liter Diesel 1,145 Euro.

Benzinpreise: Erfreuliche Preisentwicklungen

Überhaupt haben die Kraftstoffpreise in den letzten Monaten eine für Autofahrer sehr positive Entwicklung genommen. Zwar stellte das Bundeskartellamt im Februar in seinem Jahresbericht der Marktransparenzstelle nach wie vor stark schwankende Kraftstoffpreise fest - innerhalb einer Stadt zum Teil Unterschiede von bis zu 30 Cent pro Liter. Aber grundsätzlich war die weitere Entwicklung äußerst erfreulich.

Keine Preisexplosionen zur Urlaubszeit

Anders als sonst schon häufiger geschehen, nahmen die Preise dieses Jahr auch zu den Haupturlaubszeiten nicht zu. Im Gegenteil. Bereits zu Pfingsten kamen Autofahrer an den Zapfsäulen sehr gut weg. Und dieser Trend setzte sich danach weiter fort. Die Preise sanken weiterhin kontinuierlich.

Das lag und liegt am gestiegenen Wettbewerb aufgrund von weiter rückläufigen Rohölpreisen. Und außerdem am starken Euro, der im Jahresverlauf immer stärker notiert wurde. Die angespannte politische Situation in Katar hatte hingegen bislang keine Auswirkungen.

Im bundesweiten Vergleich konnten Mitte Juni übrigens die Berliner und Hamburger am günstigsten tanken. Das hatte der ADAC im Zuge eines Preisvergleichs von über 14.000 Tankstellen kürzlich herausgefunden.

Tanken in Europa: Wie viel Sie im Moment im EU-Ausland bezahlen

Selbstverständlich sind die günstigen Diesel- und Benzinpreise nicht nur auf Deutschland begrenzt - auch in anderen EU-Ländern profitieren die Autofahrer von sinkenden Preisen.

Während Urlauber in fast allen EU-Ländern mit Mautgebühren und Vignetten für Autobahnen und Nationalstraßen rechnen müssen, können sie beim Tanken wiederum ordentlich Geld sparen. Auch wegen der geringeren Mineralölsteuer.  

Hier einige Länder im Überblick:

Land

Diesel (Literpreis in Euro)

Benzin (Literpreis in Euro)

Österreich

1,09

1,17

Schweiz

1,43

1,38

Italien

1,39

1,55

Frankreich

1,22

1,37

Spanien

1,10

1,21

Belgien

1,31

1,48

Bulgarien

1,08

1,21

Dänemark

1,30

1,57

Griechenland

1,28

1,53

Großbritannien

1,36

1,35

Kroatien

1,14

1,24

Niederlande

1,28

1,64

Norwegen

1,47

1,60

Polen

1,01

1,05

Slowakei

1,15

1,29

Slowenien

1,14

1,24

Ungarn

1,12

1,13

Zypern

1,23

1,24

Quelle: ADAC.Weitere Länder können Sie direkt beim Automobilclub nachschlagen

Oft ist es auf Reisen übrigens ratsam, teure Autobahntankstellen zu umgehen. Der ADAC bietet dazu eine Übersicht von Tankstellen in unmittelbarer Nähe von Autobahnen an. Wenn Sie beim Tanken grundsätzlich Geld sparen wollen, kommt es häufig auf die richtige Uhrzeit an. Außerdem sollten Sie alle zur Verfügung stehenden Mittel - beispielsweise Tank-Apps fürs Smartphones, nutzen, um Preise zu vergleichen.    

mop

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