Extraklasse

Skoda Superb SportLine: Große Träume

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Designelemente wie der schwarze Kühlergrill oder der Diffusor kennzeichnen die dynamische Skoda Superb SportLine - und Power bis zu 280 PS. Autorin Katrin Basaran wählte dennoch sparsamere Motorisierungen. Denn die Frage stellt sich - können auch die kleineren Aggregate punkten?

Rein ins Sportsegment: Skoda verleiht seinem Superb Flügel. SportLine nennt sich die Extraklasse des Tschechen. Im Topmodell dieser Version des Mittelklässlers liefert ein Zwei-Liter-Benziner üppige 280 PS.

Wer einen weniger großen Motor bevorzugt, aber auf sportliche Optik nicht verzichten will – auch kein Problem. Dann stünden Benziner zwischen 150 und 220 PS oder Diesel mit 150 oder 190 PS zur Wahl.

Rasse und Rasanz Skoda Superb SportLine

Zunächst zu den optischen Auffälligkeiten: Normalerweise ist Understatement eine der Tugenden des Superb. In der SportLine wurde nun versucht, mit allerlei schwarzen Designelementen Rasse und Rasanz zu betonen, wie etwa mit einem finster-schwarz lackierten Kühlergrill oder schwarzen Alcantara-Bezügen. Dazu gibt es 19-Zoll-Leichtmetallfelgen, getönte Seitenfenster und einen stattlichen, aber eleganten Heckdiffuser. Sehr angenehm, dass der Superb trotz optischer Aufrüstung nicht zum Proleten verkommt.

Was bei Skoda insgesamt auffällt: Man steigt ein und es kann sofort losgehen. Kein Hebel, der überflüssig scheint, kein Knopf, nach dem man in einer üppig bestückten Mittelkonsole fahnden muss. Alles klar, übersichtlich – eben „simply clever“, einfach und durchdacht. Feines Detail: die LED-Ambientebeleuchtung in Rot lässt nicht nur Frauenherzen höher schlagen. Und nur der Vollständigkeit halber: Fahrzeuggröße (4,86 Meter Länge), Platzangebot (üppig auf allen Sitzen) und Stauraum (im Combi bis 1950 Liter) bleiben erhalten. Serienmäßig wurde aber das Fahrwerk um einen Zentimeter tiefer gelegt.

So fährt sich der Skoda Superb SportLine mit 150 PS

Der Skoda Superb SportLine ist 4,86 Meter lang und hat bis 1950 Liter Stauraum.

Da sich trotz verlockender 280 PS im Top-Benziner das Klientel laut Skoda eher für die kleineren Motoren entscheiden wird, sind wir sowohl den 150-PS-Benziner als auch den gleichstarken Diesel Probe gefahren. Der Benziner mit Handschaltung und Zylinderabschaltung gefällt hier einen Hauch besser, der Durchzug erscheint ein Quäntchen dynamischer. Spaß machen dabei beide, wenngleich für einen Anflug von Sportlichkeit das Gaspedal dann doch getreten werden will. Für eine gepflegte Reise, auch auf der linken Spur, reichen die Motoren jedoch völlig aus. Serienmäßig ist die SportLine mit einem adaptiven Fahrwerk und einer Fahrprofilwahl ausgestattet. Im Sportmodus fährt es sich entsprechend knackiger und direkter, dafür rauscht dann freilich auch mehr Kraftstoff durch die Leitungen. Wir landen beim Benziner nach ambitionierter Fahrt bei einem Durchschnittsverbrauch von 7,8 Litern, beim Diesel bleiben wir bei rund 6,5 Litern.

Das kostet der Skoda Superb SportLine

Und was kostet der schicke Tscheche? Die SportLine-Preise beginnen bei 34.390 Euro für den 150-PS-Benziner und bei 36.790 für den 150-PS-Diesel – beides gilt für die Superb-Limousine. Für den Combi (ja, Skoda will es mit C) müssen mindestens 35.490 Euro investiert werden. Wer jetzt stöhnt: In der Serienausstattung ist schon vieles enthalten – Bi-Xenon-Scheinwerfer etwa, eine Multikollisionsbremse sowie Front­radar samt City-Notbremsfunktion.

Fazit 

Für Skoda läuft es derzeit wahrlich superb, zum achten Mal in Folge sind die Tschechen hierzulande Importmeister. Schon träumt man davon, führender Kombihersteller zu werden. Und tatsächlich hat der Superb Combi bereits Opel Insignia und Ford Mondeo hinter sich gelassen. Jetzt gilt es, Audi A4, VW Passat und die Mercedes C-Klasse einzuholen. Ein sicherlich ambitioniertes Ziel, aber warum eigentlich nicht? Mit der Maxime „viel Auto für gutes Geld“ fährt man bestens und mit dem Superb SportLine im Portfolio kann man sich große Träume leisten.

Katrin Basaran

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