Skoda Superb Kombi: Große Klappe, viel dahinter

+
Kinder, Kinder, ist das viel Platz: Die beiden kleinen Autotester Oskar und Marlene bei der Arbeit.

„So sieht also Schnellfahren aus, Papa. Schööön!“ Kaum sind wir das erste Mal auf der Autobahn, riskiert mein Sohn Oskar (4) eine ziemlich große Klappe. „Ja ja, ichhab’verstanden,abersonst kann ich eben nicht schneller“, gebe ich zurück – worauf meine Tochter Marlene (2) ebenfalls einstimmt: „Neller, Papa!“

Lässt keine Wünsche offen: Das übersichtliche Cockpit des Skoda Superb mit großem Navi-Bildschirm und (fast) allem, was das Herz begehrt.

Aber die beiden haben recht, wir rauschen mit über 200 km/h durch die Gegend (die genaue Geschwindigkeit, das haben wir drei beschlossen, wird mit Rücksicht aufs Nervenkostüm der Mama geheim gehalten) – und die Tatsache, dass wir uns so locker unterhalten können, spricht für sich. Wir haben das Glück, den Skoda Superb zu testen, unserem eigenen Octavia schon eine Nummer besser, schneller, schöner. Und größer. Überhaupt diese Sache mitdergroßen Klappe von meinem Sohn: Die passt in den Superb. Der hat auch eine große Klappe – und viel dahinter. Wir sitzen in der Kombiversion, und das ist für Familien mit Kindern ein Traum. Viel Platz für Kinderwagen, Windeln, Spielzeug und Krimskrams. Für uns ist das Luxus.

Skoda Superb Kombi

Skoda Superb Combi

Skoda Superb Kombi

2,0 Liter Diesel - 6 Gang DSG-Getriebe

Leistung: 170 PS

Spitze: 218 km/h

Verbrauch: EU-Mix 6,1 Liter/100 Kilometer

Testverbrauch: 7,1 Liter

Kofferraumvolumen 603 bis 1835 Liter

Länge: 4,84 Meter

Preis: 34.750 Euro (Elegance Version)

 

Luxus, das ist ein Wort, das viele Leute nicht mit einem SkodainVerbindungbringen. Aber mit diesem Vorurteil mussaufgeräumtwerden.Wer in einem Superb mit Premium- Ausstattung Wünsche offen hat, ist selber schuld. Navi, Freisprechanlage, Tempomat, Bordcomputer, Anschluss für externe Mediaplayer: All das und etliches mehr ist vorhanden. Für mich –unddiekleinenFahrgästeim Fond – ist ein Highlight aber viel schöner: das Panoramadach. Auf Knopfdruck öffnet sich das gläserne Schiebedach bis in den hinteren, übrigens sehr bequemen, Sitzbereich. Und schon geht der Blick nach oben. „Papa, sind wir genauso schnell wie die Flieger?“, fragt Oskar – wir sind immer noch flott unterwegs. „Nicht ganz. Und ich gehe jetzt vom Gas“, muss ich ihn enttäuschen. „Okay“, sagt Oskar, „mir ist eh schon ganz schwindlig.“ Ja ja, die große Klappe…

Aber es wäre sowieso angebracht, ein bisserl langsamer zu tun. Denn der Verbrauch ist längst im zweistelligen Bereich, wogegen kein Turbodiesel der Welt etwas machen kann. Ansonsten aber ist der Superb wirklich kein großer Spritschlucker: Bei (zugegeben sehr) gemütlicher Fahrt kommt man schon auch mit 5,5 Litern aus. Dann bleibt auch mehr Zeit, Panorama und frische Luft von oben zu genießen…

Skoda Superb Kombi: Luxus und Platz für die ganze Familie

Diese frische Luft hat übrigens auch meine Frau zwischenzeitlich nötig gehabt. Warum? Der Superb ist nicht nur gemütlich: Das konnte ich ihr auf dem Weg von Bayrischzell nach Brannenburg beweisen. Dieser Teil des Tests in Stichworten: Tatzelwurm, Automatik raus, 170 PS genießen. Oder die Frischluft zum Durchschnaufen – ganz nach persönlichem Bedarf…

Fazit

Der Skoda Superb ist die perfekte Familienkutsche für gehobene Ansprüche. Urlaubsreisen sind auch im Fond entspannt zu bewältigen – aber auch im Alltagsgebrauch istderTurbodieselbestensunterwegs. Oder, wie es der kleine Autotester Oskar prägnanter sagt: „Papa, an dem Auto ist alles schöner als bei unserem!“ Klappe, Herr Sohn – aber recht hast du schon…

KLAUS HEYDENREICH

Zurück zur Übersicht: Auto

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser