Fahrbericht

Opel Crossland X: Franzosenbaby  in Gelände-Optik

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Tester Uwe Fajga war vom reichlichen Platzangebot im Fonds und der funktionalen Formensprache des Cockpits angetan.

Noch laufen die Übernahmeverhandlungen, da gibt’s bereits das erste gemeinsame Modell von Opel und dem französischen PSA-Konzern: den stylischen Crossland X.

Wir haben in dem neuen Mini-SUV, das Mitte des Jahres mit erhöhter Sitzposition, variablem Innenraum und modernem Infotainmentsystem in fünf Motorvarianten vorfährt, schon mal Platz genommen.

Optisch hat das 4,21 Meter lange deutsch-französische Baby eindeutige Opel-Gene: "Alles, was man von außen sieht, ist von uns“, erläutert ein Opel-Designer. Ein bisserl Adam (Chromlinie am Dach), vom großen Bruder Mokka X die wuchtige Front mit der flügelförmigen Chromspange und dem Opel-Blitz inmitten des großen Kühlergrills. Die Proportionen ähneln dem des Meriva, der nicht mehr gebaut wird. Am steilen Heck prangen hochan gebrachte breite LED-Rückleuchten.

City-SUV: Opel Crossland X

Geländetauglich ist der Crossland allerdings nicht — trotz angedeutetem Unterfahrschutz an Front und Heck sowie den schwarzen Radläufen und Plastikeinsätzen an den Türen. Ihn gibt’s ausschließlich mit Vorderradantrieb. Als fesches Stadtauto im rustikalen Look, optional auch mit modischer Zweifarbenlackierung, soll er der Konkurrenz von Renault Capture,Fiat 500X, Ford Eco Sport aber auch dem Plattform-Bruder Citroën C4 im boomenden SUV-B-Segment Konkurrenz machen.

Raum- und Platzangebot im Interieur sind großzügig, die Übersicht auf Grund der höheren Sitzposition bestens. Im Fond haben auf der optional um bis zu 15 Zentimeter verschieb- und teilbaren Rückbank auch größere Mitfahrer viel Beinfreiheit. Der Kofferraum fasst 410 Liter — bei umgelegten Rücksitzen bis 1255 Liter. Das Cockpit ist funktional ausgestattet, das breite Armaturenbrett besitzt mittig einen bis zu acht Zoll großen Touchscreen. Auf dem stehen die bekannten Infotainmentsysteme zur Verfügung, die u.a. die Anbindung von Android- oder Apple-Smartphones ermöglichen. Dazu der Onlinedienst Onstar inklusive WLAN-Hotspot.

An Assistenten gibt’s im Crossland u.a. Notbremssystem mit Fußgängererkennung, automatische Gefahrenbremsung, Einparkhilfe, Head-up-Display sowie eine 180-Grad-Panorama-Rückfahrkamera. An Premiumzubehör werden ein großes Panoramadach sowie exklusive Gesundheitssitze angeboten.

Motoren für den Opel Crossland X

Die technischen Bauteile sowie Motoren stammen größtenteils von Peugeot, wo Opel seit 2012 eine gemeinsame Bauplattform sowie viele gleiche Bauteile nutzt. Angeboten werden drei Dreizylinder-Turbo-Benziner mit 81, 110 und 130 PS, dazu zwei 1,6-Liter-Selbstzünder mit 99 bzw.120 PS. Je nach Motor gibt’s Fünf- oder Sechsgangschaltung und Automatik. Später soll noch ein LPG-Autogasantrieb folgen. Fahrwerk und Lenkung wurden von den Opel-Ingenieuren überarbeitet und angepasst.

Preise nannte Opel noch nicht, jedoch dürfte der Startpreis für den attraktiven kleinfamilientauglichen Stadt- und Überlandflitzer knapp unter 17.000 Euro liegen. Im Herbst soll zudem ein größerer SUV-Bruder namens Grandland X folgen.

Das ist der neue Opel Crossland X

Uwe Fajga

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