Nicht ohne mein Auto

Unterföhring - Die Deutschen lieben ihre Autos: Selbst wenn sie dringend Geld benötigen, würden sich nur wenige von ihrem Wagen trennen. Anders verhält es sich mit ohnehin nicht benötigten Gegenständen wie Besteck oder Schmuck.

„Wie wir in einer Studie herausgefunden haben, empfinden es viele als Hauptvorteil der Pfandleihe, dass sie Gegenstände verpfänden können, die sie ohnehin nicht brauchen“, sagt Jan Wackerow von der Pfandfinanz Holding. Weil die Weiterfahroption bei der Pfandleihe nur wenigen geläufig ist, kommt das Kfz als Pfand nur für wenige in Frage – schließlich wird das Auto täglich benötigt.

Laut Studie, die in Zusammenarbeit mit den Umfrageunternehmen askallo und Webfrager durchgeführt wurde, empfinden es rund 78 Prozent der Teilnehmer als einen Vorteil der Pfandleihe, dass ein Pfand hinterlegt werden kann, der derzeit keine Verwendung findet. Schmuck und teures Geschirr kommen den Befragten als erstes in den Sinn. „Klassischerweise denken viele bei Pfandleihe zuerst an Großmutters altes Gold oder antike Wertgegenstände, die beliehen werden können“, weiß Jan Wackerow von der Pfandfinanz Holding AG.

Doch ein Pfandleihhaus ist kein Antikmarkt. Die Beleihung anderer Gegenstände sollte daher nicht aus dem Auge verloren werden. Wie etwa das Autopfand. Denn die Kfz-Verpfändung bringt vergleichsweise hohe Auszahlungsbeträge. Bis zu 80 Prozent des Autozeitwerts sind möglich.

Doch der Deutschen liebstes Spielzeug würden laut Umfrage nur 4 Prozent zur Pfandleihe geben. Vor allem deswegen, weil es ein Gegenstand ist, der sich für die meisten im Alltag als unverzichtbar erweist. Dabei muss das Auto nicht zwingend auf dem Hof des Pfandleihers bleiben. „Das so genannte Sale-and-Rent-Back-Verfahren erlaubt es, das Fahrzeug weiter zu nutzen“, erläutert Sven Mader, Vorstand der Car2Cash AG. Der Vorteil nach seinen Worten: Besonders Unternehmer können so zu Terminen immer noch mit dem eigenen Wagen anreisen und zudem die Kosten von der Steuer absetzen.

„Das Wissen um diese Option ist allerdings begrenzt“, sagt Mader, dessen Unternehmen sich auf das Sale-and-Rent-Back-Verfahren spezialisiert hat. Das Unwissen über diese Möglichkeit deckt sich mit dem allgemeinen Halbwissen über die Pfandleihe. Denn laut Studie weiß rund jeder Vierte (38 Prozent) nicht, wie die Pfandleihe tatsächlich funktioniert. „Vor diesem Hintergrund ist es verständlich, dass viele auch die Möglichkeit der Weiterfahroption gar nicht kennen und so nicht in Betracht ziehen können“, erklärt Mader.

Die Studie in Zahlen (n = 268)

„Welchen Vorteil hat eine Pfandleihe gegenüber einem herkömmlichen Bankkredit?" - man kann einen Pfand hinterlegen, den man ohnehin nicht benötigt.

- Stimme ich voll und ganz zu: 52,6 Prozent

- Stimme ich eher zu: 25,7 Prozent

- teils/teils: 16,4 Prozent

- Stimme ich eher nicht zu: 3,3 Prozent

- Stimme ich ganz und gar nicht zu: 1,1 Prozent

„Was würden Sie am ehesten ins Pfandleihhaus bringen?"

- Auto: 3,73 Prozent

- Schmuck: 49,9 Prozent

- Uhr: 9,33 Prozent

- Hochwertige TV- oder Elektrogeräte: 10,45 Prozent

- Antikes wertvolles Geschirr oder Besteck: 21,27 Prozent

- Kunst (Bilder/Fotografien): 8,96 Prozent

„Was würde Sie davon abhalten, in ein Pfandleihhaus zu gehen?“ - ich weiß nicht genau, wie Pfandleihe funktioniert

- Stimme ich voll und ganz zu: 19,40 Prozent

- Stimme ich eher zu: 18,28 Prozent

- teils/teils: 17,16 Prozent

- Stimme ich eher nicht zu: 22,39 Prozent

- Stimme ich ganz und gar nicht zu: 22,39 Prozent

Pressemitteilung Pfandfinanz Holding AG

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © dpa

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