Frühlingszeit ist Tuningzeit

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Landkreis - Alufelgen, Tieferlegen oder ein Sportauspuff - Es gibt viele Tuning-Möglichkeiten. Doch nicht alles was schön ist, ist auch erlaubt.

Die Tuning-Saison ist eröffnet. Nachdem die erste große Fachmesse wie die „Tuning World Bodensee“ in Friedrichshafen und das größte internationale VW-Treffen am Wörthersee / Österreich die Messlatte aller Fahrzeugliebhaber für das laufende Jahr 2013 festgelegt hat, steigt das Tuning-Fieber in ganz Deutschland.

Viele Fahrzeugbesitzer leisten sich für Ihre Fahrzeuge Alufelgen, Tieferlegungen und Sportauspuffanlagen.

Doch nicht alles was gefällt, cool aussieht oder einen heißen Sound verspricht, ist beim Tuning erlaubt. Was zulässig ist und was nicht, hat der Gesetzgeber klar geregelt. Bei vielen Änderungen erlischt in aller Regel dessen Betriebserlaubnis, wenn der Umbau nicht durch eine Prüf- und Sachverständigenorganisation wie dem TÜV, der Dekra oder ähnlichen Organisationen abgenommen wird.

Laut einer Polizeistatistik sind an 25 Prozent aller kontrollierten und veränderten Fahrzeugen Manipulationen festgestellt worden, welche vom Gesetzgeber nicht zugelassen sind. Hierzu zählen sog. „Trends“ wie der US-Style, bei welchen die vorderen Fahrtrichtungsanzeiger auf Dauerbetrieb geschalten sind und nur beim Blinken, der normalen Funktion nachkommen. Ebenso beliebt wie der US-Style sind lasierte Rückleuchten. Hierbei handelt es sich meist um originale Rückleuchten, die nachträglich, oft auch mit einem Lack aus der Sprühdose, überlackiert werden. Diese Variante ist billiger als auf die zugelassenen Teile aus dem Zubehörmarkt zu warten, hat allerdings zur Folge, dass das Rück- bzw. Bremslicht nur noch schwer bis gar nicht zu erkennen ist.

Dass diese Tuningmaßnahmen schon lange keine Bagatelle mehr sind, zeigt der Gesetzgeber bei der Verfolgung solcher Verstöße. Nicht nur, dass das Fahrzeug meist vor Ort abgestellt werden muss und eine Weiterfahrt bis zur Behebung der Mängel unterbunden wird, zudem warten auf den Fahrzeugführer eine Bußgeldanzeige von bis zu 90 Euro und drei Punkten in Flensburg.

Aber aufgepasst, wenn der Halter über den Mangel am Fahrzeug Bescheid wusste und trotzdem nichts unternommen bzw. die Fahrt angeordnet hat, kann die gleiche Ahndung auch diesen treffen. Seitdem die Saison begonnen hat, kontrollierte die Polizei Trostberg/Traunreut im Landkreis insgesamt ca. 25 Tuningfahrzeuge auf Zulässigkeit der Veränderungen. Das Ergebnis war erschreckend. Nur bei sieben Fahrzeugen waren alle Eintragungen vorhanden und die Zulässigkeit aller Teile nachweisbar. Bei weiteren acht Fahrzeugen wurden Änderungen festgestellt, welche mit einer Verwarnung von 25 Euro und einer Mängelanzeige abgegolten waren.

Bei den übrigen zehn Fahrzeugen waren die Mängel teilweise so gravierend, dass diese die Fahrzeuge vor Ort abstellen mussten, da die Betriebserlaubnis an deren Fahrzeugen erloschen war und sogar von einer Gefährdung anderer Verkehrsteilnehmer ausgegangen werden musste.

In diesem Zusammenhang wünscht die Polizei eine sichere und unfallfreie (Tuning-)Zeit getreu dem Motto „TUNE IT SAFE“!!!

Weitere Informationen zu dieser Initiative erhalten sie unter der Homepage www.tune-it-safe.de

Pressemeldung Polizeiinspektion Trostberg

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © dpa (Symbolbild)

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