Mit Elektro-Power

Der König der Reichweite: Opel Ampera-e

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Der Opel Ampera-e soll im Frühsommer 2017 über die deutschen Straßen stromern. Der 4,17 Meter lange Fünftürer soll 35.000 Euro kosten.

Im Elektro-Auto ohne Stopp von München bis hinter Frankfurt – mit nur einer Batterieladung: Mit dem Opel Ampera-e soll das im Frühsommer 2017 für jeden möglich sein.

Der fünftürige Opel Ampera-e ist ein echter Stromer. Bis zu 500 Kilometer soll der alltagstaugliche Kleinwagen mit einem 150 kW beziehungsweise 204 PS starken Elektromotor dann schaffen – viel weiter als die derzeitigen vergleichbaren Modelle der Konkurrenz. Wir haben in dem kleinen Reichweitenwunder schon mal Platz genommen.

So sieht der neue Opel Ampera-e aus

Fahren war bei der Präsentation des neuen Opel-Stars in Frankfurt noch nicht möglich – nur Probe sitzen und ein Rundumblick ins Innere des fünftürigen Stromers. Außen wie innen macht der nur 4,17 Meter kurze Ampera-e keineswegs einen auf Öko. Er wirkt schick und athletisch: Designer-Räder, ausgestellte Radkästen mit sportlich aufsteigenden Sicken an den Flanken, dazu ein dynamisch abfallendes Dach mit großen Fenstern und einem markanten Heck mit breiten Rückleuchten.

Da die riesige 429 Kilo schwere, crashsichere Batterie extrem flach im Unterboden eingebaut ist, gibt es reichlich Platz für fünf Passagiere. Die sitzen leicht erhöht wie in einem Van. Auch hinten haben drei normal große Insassen ausreichend Knie- und Kopffreiheit. Der Kofferraum verfügt mit 381 Litern Volumen über ausreichend Stauraum und ist durch Umlegen der teilbaren Rückenlehnen noch erweiterbar.

Nur anschauen und Probe zapfen: Unser Tester Uwe Fajga mit dem Elektro-Opel.

In der Mitte des übersichtlichen Cockpits dominiert ein 10,2 Zoll großer Touchscreen-Monitor. Darüber können das eigene Smartphone über Apple Car Play oder Android Auto eingebunden werden. Auch gibt es einen WLAN-Anschluss. Hinter dem Lenkrad ist ein kleines volldigitales Display, auf dem neben dem aktuellen Tempo der und Batterieladung auch die Restreichweite angezeigt werden.

Herzstück des Ampera-e der zweiten Generation ist die gemeinsam von der Opel-Mutter General Motors mit dem koreanischen Chemiekonzern LG neu entwickelte Batterie aus 288 einzelnen Lithium-Ionen-Zellen. Die verfügt über eine Kapazität von 60 kWh und damit über weitaus mehr als die Konkurrenten wie BMW i3, VW Golf E, Nissan Leaf und auch der neue Renault Zoe, die Batteriekapazitäten zwischen 20 und 40 kWh aufweisen. Entsprechend größer ist auch die Reichweite des Opel-Aggregats, das von einem 150 kW/204 PS starken Elektromotor angetrieben wird.

Dynamisch wie ein Sportwagen

Fahrtechnisch ist der Ampera-e damit antriebsstark und dynamisch wie ein Sportwagen: Das E-Werk stellt dem 1,6 Tonnen schweren Opel-Stromer aus dem Stand 360 Newtonmeter Drehmoment zur Verfügung. Damit sprintet der Ampera-e in 3,2 Sekunden von 0 auf Tempo 50 respektive in 7,3 Sekunden von 0 auf 100. Die Höchstgeschwindigkeit ist auf 150 Stundenkilometer begrenzt, damit die Batterie nicht zu sehr belastet und die Reichweite drastisch reduziert wird.

Ja, wo sind denn die Auspuffrohre? Braucht der Opel Ampera nicht.

Von der langen Nutzbarkeit des Akkus und des E-Motors ist Opel überzeugt und gibt acht Jahre oder 160.000 Kilometer lang Garantie auf die Aggregate. Opel-Chef-Entwickler Ralf Hannappel: „Die Batterie-Haltbarkeit ist auf die Lebensdauer des Autos ausgelegt. Der Ampera-e ist kein Öko-Mobil sondern ein normales, alltagstauliches Auto für die ganze Familie.“ Hannappel erzählt, dass er mit dem Langstrecken-Stromer kürzlich von London nach Paris gefahren sei. „Nach 417 Kilometern hatte der Wagen immer noch eine Reichweite von 80 Kilometern."

Strom tanken in 30 Minuten

„Reichweitenängste wird es mit diesem Auto nicht geben“, erklärt der Ingenieur. Denn per 50 kW-Gleichstrom-Schnellladung können in 30 Minuten 150 Kilometer Reichweite „nachgetankt“ werden, wie es heute schon zum Teil bei Aldi und Ikea möglich ist. 

Bis Ende 2017 soll es an 400 deutschen Autobahn-Raststellen Schnellladestationen geben. Bis 2020 will die Bundesregierung dort rund 5000 und weitere 10000 an Tankstellen, Flughäfen, Bahnhöfen und Einkaufszentren errichten lassen.

Das kostet der Opel Ampera-e

Das Aufladen an der 2,3 kW- Haushaltssteckdose dauert rund 24 Stunden. Mit einer 4,6 kW-Wallbox, die ab 800 Euro erhältlich ist, geht’s doppelt so schnell. Der Preis des Sparmobils steht laut Opel für Deutschland noch nicht fest: Im Gespräch ist ein Basispreis von 35.000 Euro. Und dann gibt’s ja noch die staatliche Förderprämie von 4000 Euro …

Uwe Fajga

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