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Kia Picanto: Kurz und knackig

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Unser Autor Hans Moritz konnte den Kleinen schon aus der Nähe begutachten.

Um ein Hingucker zu sein, muss man kein Großer sein. Wenn der neue Kia Picanto im Frühsommer erstmals auf unseren Straßen zu sehen ist, wird man ihm hinterherschauen.

Die dritte Generation des Kleinwagens hebt sich auf pikante Weise aus der Vielfalt im A-Segment ab. Er ist der Beweis, dass Aerodynamik im Automobilbau nicht immer heißen muss, wie ein rundgelutschtes Bonbon auszusehen. Individualität wird aber nicht nur bei der Karosserie großgeschrieben, auch beim Design will man möglichst vielen Ansprüchen genügen.

Vorgestellt wird der Picanto im März auf dem Genfer Autosalon, die Premiere fand jetzt in der Kia-Europazentrale in Frankfurt statt. Die 2004 begonnene Erfolgsgeschichte dürfte fortgeschrieben werden. Allein von der zweiten Generation nach 2011 wurden weltweit 1,4 Millionen Fahrzeuge verkauft, im vergangenen Jahr waren es 55.000.

So aufregend kann klein sein: Das Heck fällt bei Kia Picanto steil ab.

Auf den ersten Blick fallen bei dem kantigen Design die steile Front mit dem Kia-typischen Kühlergrill samt Tigernase und die extrem kurze Motorhaube sowie das fast senkrecht abfallende Heck auf. Dazwischen sind 3,59 Meter aufregender Kleinwagen. Den neuen Picanto gibt es nur noch als Fünftürer, Flaggschiff ist der ganz neue 1,0 T-GDI, die rennsportliche Version. Er kommt Ende dieses Jahres. Die Sportvariante unterscheidet sich von ihren Brüdern durch Sportstoßfänger, hinten mit Diffusoroptik, einem Doppelauspuff mit verchromten Endrohren sowie roten, silberfarbenen oder schwarzen Farbakzenten an Kühlergrill, seitlichen Lufteinlässen, Seitenschwellern und Heckschürze.

Motoren für den Kia Picanto

Drei Benziner sind für den Picanto vorgesehen: Einstiegsmotor ist ein 1,0-Liter-Dreizylinder mit 67 PS. 84 PS bietet ein 1,2-Vierzylinder. Im neuen 1.0 T-GDI werkelt ein Dreizylinder-Downsizing-Triebwerk mit 100 PS. Für die gesamte Picanto-Familie sind elf besondere Lackierungen vorgesehen, darunter unter anderem die Metallicfarben Shiny Red, Auroraschwarz, Pop Orange, Sparkling Silver, Celestial Blue und Lime Light. Nicht minder auffällig sind die eckiger gestalteten Scheinwerfer mit LED-Blinkleuchten und LED-Tagfahrlicht.

Auch der Picanto-Innenraum ist neu. Am Armaturenbrett fällt der Sieben-Zoll-Touchscreen auf. Das Cockpit lässt sich vernetzen, etwa mit Android Auto oder Apple CarPlay. Smartphones können induktiv geladen werden.

So viel Platz ist im Kia Picanto

Standard sind schwarze oder graue Stoff-Sitzbezüge. Wahlweise gibt es aber auch Ledernachbildungen in fünf Farbvarianten. Auf den Vordersitzen bietet der Kleine viel Platz und Beinfreiheit, hinten finden zwei Erwachsene gut Platz, sofern sie keine Hünen sind. Gewachsen ist der Kofferraum um 55 auf jetzt 255 Liter. Kleine Besonderheit: Der Boden kann herausgenommen werden, was 14,5 Zentimeter Höhengewinn entspricht. Ansonsten verstaut man hier sicher Warndreieck und Verbandskasten.

Innen gibt’s moderne Optik und einen Sieben-Zoll-Touchscreen.

Vom Vorgänger übernommen wurde das Fahrwerk mit MacPherson-Federbeinen vorne und Verbundlenkerachse hinten. Neu ist das „Torque Vectoring by Braking“, das bei Kurvenfahrten für mehr Sicherheit und stabileres Handling sorgt, indem es einem Untersteuern entgegenwirkt.

Was der neue Picanto kosten wird, darüber macht Kia noch keine Angaben. Die Vorgänger-Generation fing bei knapp unter 10.000 Euro an.

Besonders knackig wirkt der Kia Picanto in der GT-Line mit den rassig-roten Applikationen.

 

Hans Moritz


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