Strenge Regeln für Narren

Karnevalswagen brauchen Sachverständigen-Gutachten

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Narrenzug mit Genehmigung: Um mit umgebauten Fahrzeugen an Karnevalsumzügen teilnehmen zu können, sind Gutachten erforderlich. Foto: Caroline Seidel/Archiv

Alles feiert ausgelassen: Beim Karneval scheinen Regeln oft keine Rolle zu spielen. Doch auch für närrische Prozessionen gelten Auflagen. Für den normalen Straßenverkehr wären die meisten Karnevalswagen nämlich nicht tauglich.

Köln (dpa/tmn) - Der Straßenkarneval ist bunt - auch die Fahrzeuge. Oft ziehen geschmückte Traktoren Themenwagen oder feiernde Jecken fahren auf Anhängern mit. Dafür gelten aber strenge Regeln und Ausnahmegenehmigungen müssen erteilt werden, informiert der Bund Deutscher Karneval (BDK).

Wer etwa für Motivwagen An- und Umbauten vornimmt, braucht demnach ein Gutachten eines amtlich anerkannten Sachverständigen, etwa von einem Tüv.

Auch nur dann und bei entsprechender Sicherung dürfen Personen während des Umzugs auf einem Anhänger sein - bei den An- und Abfahren bleibt das aber laut BDK tabu. Ebenfalls nötig: Eine entsprechende Kfz-Haftpflichtversicherung, die auch etwaige Schäden ganz konkret hinsichtlich des Einsatzes beim Umzug abdeckt.

Für den normalen Straßenverkehr wären die meisten veränderten Karnevalswagen nicht zugelassen, ergänzt der Tüv Rheinland, der ebenfalls Gutachten ausstellt. Dafür müssten beispielsweise die Zustiege der Wagen Geländer haben und Aufbauten wie etwa Tische und Bänke fest verankert sein. Dazu kommen Brüstungen, rutschsichere Flächen und Haltegriffe. Wie viele Jecken mitfahren dürfen, werde bei den Prüfungen festgelegt. Auch Aspekte wie Kippsicherheit, Bremsen, Achsen und Beleuchtung nehmen Prüfer demnach unter die Lupe.

Bund Deutscher Karneval: Regeln im Karneval

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