Robuste Familienkutsche

Hyundai Tucson: Wie macht sich das Kompakt-SUV auf der Straße?

+
Eindrucksvoller Auftritt: Der wuchtige Kühlergrill verleiht Hyundais Bestseller einen Hauch von Überhol-Prestige.

Unterwegs im Kompakt-SUV Hyundai Tucson, der viel Platz für Passagiere und Gepäck bietet und mit dem 48-Volt-Mildhybrid-Diesel modernste Spritspartechnik an Bord hat.

  • Der Tucson ist Hyundais bestes Pferd im Stall.
  • Seit seinem Erscheinen im Jahr 2004 hat er sich zum Bestseller gemausert, der den Aufstieg der Marke vom Billigheimer zum ernsthaften Wettbewerber ideal verkörpert.
  • Das trifft besonders auf das SUV-Segment zu, das bekanntlich anhaltend starke Zuwächse verzeichnet.

Mit dem relativ einfach strukturierten Vorgänger, der vor allem auf Nutzwert abzielte, was man ihm auch ansah, hat der Tucson von heute nur noch wenig gemein. Das wird schon beim Blick auf die Preisliste deutlich, wo sich der Koreaner als preislich attraktive Alternative zu europäischen Herstellern, aber nicht gerade als Schnäppchen positioniert. Auch im Auftritt legt der Tucson viel Selbstbewusstsein an den Tag, mit ambitioniertem Design, reichhaltiger Ausstattung, sehr ordentlicher Verarbeitung und zeitgemäßer Technik.

Hyundai Tucson: Mild-Hybrid-System als zusätzliche Anschubhilfe

So rollen die Dieselmodelle seit einigen Monaten mit einem sogenannten Mild-Hybrid-System an, dessen 48-Volt-Bordnetz beim Kraftstoffsparen helfen soll. Der von einer separaten Batterie gespeiste zweite Stromkreis hält einen bis zu zwölf Kilowatt starken Startergenerator bei Laune, der den Verbrenner beim Beschleunigen entlastet – Hyundai* spricht von einem Einsparpotenzial von rund zwölf Prozent.


Der Fahrer merkt dies vor allem durch den ausgedehnteren Motor-Stopp, der schon beim Ausrollen vor Ampeln oder Kreuzungen einsetzt. An der Zapfsäule hält sich der Einspar-Effekt erstaunlicherweise in Grenzen: 8,4 Liter Diesel gönnte sich der Allrader auf 100 Kilometer, ohne über Gebühr strapaziert worden zu sein.

Achtgang-Automatik und ausgewogenes Fahrwerk beim Hyundai Tucson

Das Lenkrad liegt gut zur Hand, die Lenkung ist angenehm direkt ausgelegt, gibt gleichermaßen verlässliche Rückmeldung bei niedrigen wie hohen Geschwindigkeiten. Einen guten Kompromiss haben die Fahrwerksingenieure gefunden. Lediglich gegenüber kleineren Unebenheiten auf schlecht geflickten Straßen zeigt sich der Koreaner empfindlich. Die Achtgang-Wandlerautomatik harmoniert gut mit dem Dieselmotor*, der nicht aufdringlich laut wird.

Vorbildlich: Bequeme Sitze, aufgeräumtes Armaturenbrett, viel Platz für Passagiere und Gepäck.

Der Tucson verfügt über einen geräumigen Innenraum und bietet seinen Passagieren in zweiter Reihe viel Kopf- und Beinfreiheit. Vorn gibt es bequeme Sitze mit ausreichendem Seitenhalt. Vom Fahrerplatz aus hat man einen guten Überblick über das Fahrzeug und die Umgebung, lediglich nach hinten wird die Karosserie unübersichtlich. Die Materialien im Innenraum hinterlassen einen soliden und angenehmen Eindruck. Dass an Türverkleidungen und der Unterseite des Armaturenbretts robustes Hartplastik verbaut wurde, verzeiht man der schon ab Werk gut ausgestatteten Freizeitkutsche gern.

Lesen Sie hier auch: Hyundai Kona Elektro: Wie alltagstauglich ist der Stromer?

Hyundai Tucson: Sicherheitspakete für elektronische Assistenten

Aufgewertet wurde bei der jüngsten Modellpflege vor allem das Armaturenbrett mit neuem Instrumentenlayout und einem freistehenden Monitor für das logisch strukturierte Infotainment-Menü. Praktisch sind die links neben dem Lenkrad platzierten Tasten für den schnellen Zugriff auf Assistenzsysteme, die Hyundai in drei aufpreispflichtige Sicherheits-Pakete gepackt hat.

Für Transportaufgaben ist der Tucson bestens geeignet

Der Kofferraum hat mit 513 Liter ein Fassungsvermögen, das dem Familienurlaub oder dem Großeinkauf gewachsen ist. Allerdings verjüngt sich das Kofferabteil nach oben recht stark, was den Transport sperriger Gegenstände einschränkt. Auf Wunsch kann der Kofferraum durch Umlegen der neigungsverstellbaren und im Verhältnis 60:40 geteilten Rücksitzlehnen erweitert werden. Die Ladekante ist recht hoch geraten, der Ladeboden höhenverstellbar und faltbar. Mit diesen Talenten fügt sich der Hyundai Tucson nahtlos in die Riege der kompakten Sports Utility Vehicle (SUV), die eher als Familienkutsche denn als Geländefahrzeug genutzt werden.

Auch interessant: Scharf wie Chili - so fährt sich der neue Porsche Macan GTS.

Technische Daten zum Hyundai Tucson 2.0 CRDi 4WD

Zylinder Anordnung:

4/Reihe

Hubraum:

1995 ccm

Leistung:

136 kW/185 PS bei 4000 U/min

Drehmoment:

400 Nm bei 1750 U/min

0-100 km/h:

9,5 Sekunden

Spitze:

201 km/h

Verbrauch (WLTP):

5,7 l/100 km

CO2-Emission:

149

Effizienzklasse:

A

Länge:

4480 mm

Breite:

2070 mm

Kofferraum:

513-1503 Liter

Leergewicht:

1811 Kilogramm

Gesamtgewicht:

2250 Kilogramm

Preis:

ab 41.100 Euro

Typklasse (HP/VK/TK):

19/21/24

Lesen Sie auch: Diese sieben Autos haben 2019 am meisten beeindruckt.

Von Carsten Müller

Warnleuchten im Auto und was sie bedeuten

Es blinkt und leuchtet: Was die Warnlampen - Kontrollleuchten im Auto bedeuten.
Plötzlich blinkt und leuchtet es im Cockpit! Die Symbole und Kontrolllichter am Armaturenbrett zeigen an, ob dem Auto technisch etwas fehlt. Allerdings, ist es wichtig zu wissen, was die Lämpchen bedeuten. Hier die wichtigsten Kontrollleuchten im Auto: © ADAC
Es blinkt und leuchtet: Was die Warnlampen - Kontrollleuchten im Auto bedeuten.
Motoröldruck zu niedrig. Motor abstellen. Ölstand prüfen und gegebenenfalls nachfüllen - hilft aber nicht immer. Meist muss der Wagen in eine Werkstatt geschleppt werden. © ADAC
Es blinkt und leuchtet: Was die Warnlampen - Kontrollleuchten im Auto bedeuten.
Ölmangel, Ölstand überprüfen und nachfüllen - sonst droht Motorschaden. © ADAC
Es blinkt und leuchtet: Was die Warnlampen - Kontrollleuchten im Auto bedeuten.
Anschnallzeichen: Einer oder einige der Fahrgäste sind nicht angeschnallt. Das Symbol leuchtet auch auf, wenn eine schwere Tasche auf dem Sitz steht. © ADAC
Es blinkt und leuchtet: Was die Warnlampen - Kontrollleuchten im Auto bedeuten.
Probleme bei der Stromversorgung: Generator defekt oder eine elektrische Verbindung unterbrochen. Motor nicht ausschalten und zur nächsten Werkstatt. NICHT weiterfahren bei elektrischer Servolenkung (Lenkkraftunterstützung kann ausfallen) oder gerissener Keilriemen (Motor kann überhitzen). © ADAC
Es blinkt und leuchtet: Was die Warnlampen - Kontrollleuchten im Auto bedeuten.
Probleme mit der Bremse. Brennt dieses Licht auch bei gelöster Handbremse, droht große Gefahr. Zu wenig Bremsflüssigkeit oder die Beläge sind bis aufs Metall runter. Sofort anhalten und Pannendienst rufen. © ADAC
Es blinkt und leuchtet: Was die Warnlampen - Kontrollleuchten im Auto bedeuten.
Motor ist überhitzt. Kühlwasser reicht nicht mehr. Anhalten und abkühlen lassen. Danach unbedingt in die Werkstatt. © ADAC
Es blinkt und leuchtet: Was die Warnlampen - Kontrollleuchten im Auto bedeuten.
Reifendruckkontrollsystem meldet zu niedrigen Reifendruck. Eventuell harmlos, wenn das Symbol nach dem Reifenwechsel leuchtet (fehlende Kalibrierung) - mehr in der Betriebsanleitung. © ADAC
Es blinkt und leuchtet: Was die Warnlampen - Kontrollleuchten im Auto bedeuten.
Störung im Rückhaltesystem. Funktionsversagen des Airbags/ Gurtstraffers bei Unfall möglich - sofort in die Werkstatt. Symbol leuchtet auch bei deaktiviertem Beifahrerairbag (wg. Kindersitz).  © ADAC
Es blinkt und leuchtet: Was die Warnlampen - Kontrollleuchten im Auto bedeuten.
Bremsbeläge sind abgefahren und sollten demnächst erneuert werden. Weiterfahren möglich. © ADAC
Es blinkt und leuchtet: Was die Warnlampen - Kontrollleuchten im Auto bedeuten.
ESP (Elektronisches Stabilitätsprogramm) ist aktiv - oft auf nassen und vereisten Straßen. Vorsichtig lenken, keine Vollbremsung machen und Fuß vom Gas nehmen. © ADAC
Es blinkt und leuchtet: Was die Warnlampen - Kontrollleuchten im Auto bedeuten.
Probleme mit der Motorsteuerung. Der Schadstoffausstoß kann erhöht sein. Symbol leuchtet auch, wenn die Lambdasonde defekt ist oder ein Marder ein Kabel beschädigt hat. Umgehend in die nächste Werkstatt fahren. © ADAC
Es blinkt und leuchtet: Was die Warnlampen - Kontrollleuchten im Auto bedeuten.
Nebelschlussleuchte ist eingeschaltet. In Deutschland nur erlaubt, wenn die Sicht durch Nebel geringer als 50 Meter ist. © ADAC

*tz.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerkes.

Kommentare