Pannensicheres Modell

Gut und besser - Der Audi A3 als Gebrauchter

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Der seit 1996 gebaute A3 schneidet besonders als junger Gebrauchter sehr gut ab. Ältere Jahrgänge sorgen für kleine Flecken auf der weißen Weste - etwa durch poröse Bremsschläuche. Foto: Audi AG

Bei Autofahrern beliebt sind Modelle, die möglichst lange Zeit keine Probleme bereiten. Das gilt für den Audi A3. Auf viele wirkt er auch als Gebrauchtwagen attraktiv.

Berlin (dpa/tmn) - Den kompakten Audi A3 gibt es nicht nur mit Verbrennungsmotoren, sondern auch als Plug-in-Hybrid und als Erdgasversion. Aber egal, mit welchem Konzept: Der A3 ist ein Auto, das seinem Premiumanspruch beim Durchhaltevermögen gerecht wird, vor allem die aktuelle Generation.

Denn der seit 2012 auf der gleichen Plattform wie der VW Golf VII gebaute A3 ist bei der Kfz-Hautuntersuchung (HU) ein Musterknabe - mit kleinen Flecken auf der weißen Weste. Das Fahrwerk des intern Typ 8V genannten Autos ist tadellos. Beim Vorgänger gibt es mit gebrochenen Federn und undichten Stoßdämpfern bei sieben- und neunjährigen Exemplaren am Fahrwerk regelmäßig etwas zu beanstanden. Während elfjährige A3 überdurchschnittlich oft auch mit porösen Bremsschläuchen auffallen, sind verschlissene Bremsscheiben die einzige Marotte des 8V schon bei der ersten HU.

Auch der ADAC lobt den A3 grundsätzlich. Er gehöre in der unteren Mittelklasse zu den pannensicheren Modellen. Er weise, bis auf die Jahrgänge 2008 und 2009, nur "moderate, einzelne Pannenschwerpunkte" auf. Dazu zählen hängende Ventile bei der Abgasrückführung (Baujahre 2009 bis 2012), defekte Injektoren bei Dieselmotoren (2006 bis 2008) und Fehler bei der Ladedruckregelung (2014). Bei einem 2012 durchgeführten Rückruf mussten 3000 A3 der Modelljahre 2010 bis 2012 wegen möglichen Spritverlustes, zurückzuführen auf fehlerhafte Kraftstoffleitungen, zurück in die Werkstatt.

Der erste A3 kam 1996 auf den Markt und wurde bis 2003 gebaut. Erst ab 1999 gab es ihn auch als kombiartigen Fünftürer, der seit Auflage Nummer zwei Sportback heißt. Mehrere Modellpflegemaßnahmen führte Audi durch. Die umfangreichste erfolgte 2008 und brachte erstmals auch ein Cabrio, mit dem diese Baureihe 2013 auslief. Seitdem ist die aktuelle Generation im Handel.

Unter der Motorhaube ist das Angebot groß. Während es den Vorgänger sogar mit einem 3,2-Liter-VR6-Motor gab, machen bei der aktuellen Auflage vor allem die alternativen Antriebe die Vielfalt aus. Wahlweise ist Allradantrieb an Bord. Je nach Generation und Ausführung leisten die Benziner bei beiden betrachteten Baureihen zwischen 75 kW/102 PS und 250 kW/340 PS und die Diesel zwischen 66 kW/90 PS und 125 kW/170 PS. Mittlerweile gibt es den A3 auch als Plug-in-Hybrid e-tron (Systemleistung: 150 kW/204 PS) und die g-tron genannte Erdgasvariante (81 kW/110 PS).

Wer das Gasauto sucht, muss mindestens 17 050 Euro einplanen. Diesen durchschnittlichen Handelspreis nennt die Schwacke-Liste für ein Exemplar von 2014 - bei einer Laufleistung von 36 950 Kilometern. Noch 12 300 Euro kostet ein Cabrio von 2008 mit dem 103 kW/140 PS starken 2.0-TDI in der Ausführung S Line Sportpaket plus (136 200 Kilometer). Für um die 13 100 Euro sollte ein A3 2.0 TDI Sportback DPF quattro Attraction mit 103 kW/140 PS von 2012 aufzutreiben sein (85 800 Kilometer). Mit 13 000 Euro etwas niedriger liegt der Durchschnittspreis für einen 1.2 TFSI mit 77 kW/105 PS von 2013 (42 000 Kilometer).

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