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Die Frauen des Sterns

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Autopionierin Bertha Benz

Frauen haben bei Mercedes-Benz von Anfang an eine tragende Rolle gespielt. Es war Bertha Benz, die 1888 ohne Wissen ihres Mannes Carl, die erste Langstreckenfahrt mit dem Benz Patentwagen von Mannheim nach Pforzheim und zurück unternahm.

Der erste Mercedes 35 PS

Auch eines der ersten Automobile kaufte eine Frau – eine Lehrerin aus Ungarn. Und wiederum war es eine Frau, die den Durchbruch der Automotoren verantwortete: Louise Sarazin, die 1888 den Vertrieb der Daimler Motoren in Frankreich übernahm und durch ihre Geschäftstüchtigkeit die Serienproduktion kräftig ankurbelte. Bekannter dürfte die Geschichte sein, dass der Name der Marke Mercedes, was im Spanischen „Anmut“ bedeutet, ein weiblicher ist. Er geht auf den in Nizza lebenden Geschäftsmann Emil Jelinek zurück. Er handelte mit Daimler-Fahrzeugen, meldete deren Rennwagen unter Mercedes an – dem Kosenamen für seine Tochter. 1900 führte Daimler diese Bezeichnung für seine Mobile ein und bis heute ist Mercedes-Benz die einzige Automarke mit einem weiblichen Namen.

Information:

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Mercedes Benz Spezial

Die große Rolle der Frauen zieht sich durch die 125-jährige Firmengeschichte bis heute. Seit Februar 2011 sitzt erstmals auch eine Frau im Vorstand – Dr. Christine Hohmann-Dennhardt. Sie ist eine von vielen, die daran arbeiten, dass Mercedes Premiummarke ist und bleibt. Wir stellen fünf von ihnen vor:

Mutter der kleinen Erlkönige

In jedem Auto steckt ein Stück Mercedes.Dr. Doris Bernhardt (50).

Seit 2008 arbeitet Doris Bernhardt für Mercedes als Abteilungsleiterin in der Pkw-Entwicklung. Schon ihr erstes Projekt geriet zur Herausforderung: die Mitentwicklung der neu konzipierten B-Klasse – und das als erste Chefin in einem 25-köpfigen Männerteam. Kein Problem für die sympathische Werkstoffwissenschaftlerin. Fast drei Jahre testete sie mit ihrem Team Entwicklungsfahrzeuge, schickte ihre Erlkönige rund um die Welt. Seit November steht der Premium-Kompakte beim Händler, und Bernhardt tüftelt schon an neuen Sternen. Was Mercedes noch entwickeln könnte? „Eine automatische Heckklappenöffnung, die mich per Sensor oder Zuruf erkennt und die Klappe öffnet, ohne, dass ich Taschen und Tüten abstellen muss.“

Die Spürnase

Der Mensch lebt durch die Nase. Claudia Schempp (47)

Jemanden gut riechen können – diese Chemie der Liebe gilt auch für Autos. Damit ein neuer Mercedes angenehm riecht, nimmt ihn Claudia Schempp unter die Lupe – pardon unter die Nase. Die 47-Jährige „beschnuppert“ als Olfaktorik-Expertin jedes Material im Innenraum – etwa Stoffe, Hölzer, Gummi und Lacke – und entscheidet mit ihrem Team (zwei Männer, drei Frauen) darüber, was ins Auto kommt. „Es ist vor allem der Geruchssinn, der uns wahren Genuss und Wohlgefühl vermittelt.“ Ihr Lieblingsduft? Leder, was dazu führt, dass die hübsche Blondine „an keinem italienischen Schuhladen vorbeigehen kann“. Übrigens: Ein Geruchstest ist bei Mercedes seit 1992 Standard.

Die Rennfahrerin

Adrenalin kennt kein Geschlecht. Susie Wolff (28).

Susie Wolff nennt sich selbst „speedverrückt“. Schon mit 14 gewann die gebürtige Schottin in Großbritannien den Titel der Kartfahrerin des Jahres. Nach vielen weiteren Rennerfolgen holte sie Mercedes 2006 in die Tourenwagenserie DTM. Selbstbewusst erklärt sie: „Ich bin Rennfahrer, keine Frau in einer Männerwelt.“ Ihr Cockpit in der rund 500 Ps starken AMG Mercedes C-Klasse ist für die 28-Jährige – „der beste Job der Welt“.

Die Zukunftsforscherin

Die Zukunft wird viel weiblicher sein. Sabine Engelhardt (46).

Für ihren Beruf gibt es keine Jobbeschreibung: Sabine Engelhardt ist Futurologin. Die 46-Jährige erforscht für Mercedes im Team mit einem männlichen Kollegen die automobile Zukunft und spürt den Entwicklungen des Zeitgeistes nach. Die Pony-Liebhaberin, die u.a. Philosophie studierte, besucht dafür z.B. Museen und Modenschauen weltweit. „Wir beobachten, welche Menschen was kaufen, worauf sie Wert legen und was sie bewegt.“ Im Fokus stehen für Engelhardt Lebensqualität, Sinnlichkeit, Schönheit und Luxus. Sie hat dabei einen gesellschaftlichen Wandel ausgemacht – zurück zu traditionellen Werten und hin zu Produkten die umweltverträglich, zeitlos schön und hochwertig sind. „Unsere Autos erfüllen exakt diese neuen Sehnsüchte.“

Expertin für innere Schönheit

Die Schönheit liegt im Detail. Nicola Ehrenberg-Uhlig (44).

Eigentlich ist Nicola Ehrenberg-Uhlig gelernte Haute-Couture-Designerin. Seit 2007 ist sie aber Verantwortliche für die Innenausstattung der großen Baureihen bei Mercedes. Der Wechsel fiel der 44-Jährigen leicht: „In der Haute Couture geht es darum, einen Körper optimal zur Geltung zu bringen und seinen Charakter zu schärfen. Das ist bei einem Auto genauso.“ Um langfristig zu überzeugen, komme es aber insbesondere auf die inneren Werte an. „Nur wenn außen und innen perfekt zusammenpassen, kann aus der Verliebtheit eine innige, dauerhafte Liebe wachsen.“ Auf Detailgenauigkeit kommt es ihr besonders an. Selbst das Nahtbild auf Sitzen oder am Lenkrad muss sich in Form und Farbe perfekt in das ästhetische Gesamtbild fügen. Aktuell haben Ehrenberg-Uhlig und ihr Team (drei Frauen, ein Mann) das Interieur-Design des SLK-Roadster und der M-Klasse entwickelt.

Fotos: Steffen jahn, Stuttgart; Nils Hendrik Müller, Braunschweig; Oliver Schwarz, Daimler AG Zusammengestellt von K. Basaran

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