Der Kleinwagen im Check

Ford KA+: Ein Floh wird erwachsen

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Zufrieden mit dem Ford KA+: Unser Tester Uwe Fajga.

Ein Klassiker startet neu durch: Fast zwei Millionen Fans hat Fords Kleinster, der Ka, in den letzten 20 Jahren weltweit gefunden. An die Erfolge der einstigen „Knutschkugel“ soll jetzt der neue KA+ anschließen.

Der komplett neu entwickelte Cityfloh kommt in diesen Tagen bei uns auf die Straßen – mit zwei Motorversionen (70 oder 85 PS) zum Kampfpreis ab 9900 Euro. Wir haben gecheckt, wie und wo sich der Kleine verändert hat.

Der KA ist sichtbar erwachsen geworden. Er sieht gefällig aus und hat in allen Belangen mächtig zugelegt: In der Länge ist er um 30 Zentimeter auf beachtliche 3,93 Meter angewachsen. Damit ist er nur noch vier Zentimeter kürzer als der große Bruder Fiesta, dem er äußerlich immer mehr ähnelt und mit dem er sich sich die technische Plattform teilt

Die ehemalige Knutschkugel Ford Ka zeigt in der nächsten Generation mehr Kanten.

Statt einst drei hat er jetzt fünf Türen. Dank der für einen Kleinwagen ungewöhnlichen Höhe von 1,52 Metern und des verlängerten Radstandes von 2,49 Metern wird der neue KA+ zum übersichtlichen Raumwunder: Auf den Rücksitzen haben selbst zwei größere Zeitgenossen ausreichend Kopf- und Beinfreiheit. Das Gepäckraumvolumen wurde gegenüber dem Vorgänger um 46 Liter auf 270 Liter erhöht – genügend Platz für den Wochenendeinkauf oder zwei Koffer. Durch Umlegen der zweigeteilten Rücksitzlehne entstehen sogar 849 Liter Laderaum – allerdings auf einer unebenen Fläche.

Innen kommt der Ford KA+ ohne Schnickschnack aus 

Im Innenraum des KA+ verzichtet Ford auf viel Schnickschnack. Lediglich ein paar Chromapplikationen lockern die graue Hartplastiklandschaft auf. Cockpit, Instrumententräger, Lenkrad sowie Knöpfe und Schalter sind zweckmäßig und übersichtlich. Aber es gibt insgessamt 21 Ablagen. Darunter ein Geheimfach sowie optional das praktische MyFordDock in der Mitte des Instrumententrägers. Hier ist Platz fürs Mobiltelefon, MP3-Player oder Navigationssystem samt USB- und AUX-Buchse.

Mehr Kofferraum und Platz für die Passagiere als früher: Das ist das große Plus des neuen Ford KA+.

Wie Design und Innenausstattung so ist auch der Antrieb des kleinen Stadtflitzers rein zweckmäßig konzipiert: Die 1,2 Liter großen Motoren mit 70 und 85 PS reichen für den Alltagsbetrieb. Der KA+ beschleunigt in 15,3 respektive 13,3 Sekunden von null auf Tempo 100 und erreicht eine Spitzengeschwindigkeit von 159 beziehungsweise 169 Stundenkilometer

Doch besonders sparsam sind sie nicht: Angesichts der hohen Drehzahlen, mit denen man den 940 kg schweren Zwerg ständig fahren muss, liegt der größere Benziner bei unserem Fahrtest gut zwei Liter über dem Normverbrauch von fünf Litern. Äußerst angenehm hingegen sind die neue geschwindigkeitsabhängige Servolenkung, die sich präzise steuern lässt, sowie das gut abgestimmte straffe Fahrwerk. Auch die Dämmung wurde verbessert: Innen ist der Motor kaum hörbar und die Türen fallen satt ins Schloss.

Innen zweckmäßig und übersichtlich: Ford KA+.

Die Basisversion des KA+ mit 70 PS gibt es zum Kampfpreis ab 9990 Euro mit 15-Zoll-Leichtmetallrädern, elektrischen Fensterhebern vorne, Servolenkung und Zentralverriegelung. Radio und Klimaanlage kosten 950 Euro extra. Ratsam ist es daher, den KA+ mit dem größeren Motor (85 PS) und der zweiten Ausstattungslinie zu ordern: Für 11.400 Euro sind Klimaanlage, CD-Radio samt Bluetooth-Schnittstelle inklusive. Außerdem gibt es mehr Zubehör wie Einparkhilfen vorn und hinten für 400 Euro.

Uwe Fajga

Mit Geheimfach: der neue Ford Ka+

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