Fernost-Ferrari mit Sammlerwert

Berlin - Sportwagenfans freuen sich über den aktuellen Lexus LFA von Toyota. Doch breits mit dem 2000 GT versuchten die Japaner in die Liga von Ferrari und Co. vorstoßen.

Ein weltbekannter Klassiker wie die Corvette oder der Jaguar E-Type ist der 2000 GT nie geworden, obwohl er ihnen weder in Ausstrahlung noch in Fahrleistungen nachstand. Trotzdem übertrifft der schnelle Toyota heute viele amerikanische oder englische Kult-Sportwagen an Sammlerwert und Exklusivität. Nur 351 Stück sind je gebaut worden.

Trotz wirtschaftlichem Fiasko hat sich der Aufwand für Toyota gelohnt: Mit dem Supersportwagen avancierte der Konzern auch in den Augen westlicher Autofans vom Imitator zum eigenständigen Hersteller. Am 2000 GT setzte mit Saturo Nozaki erstmals ein japanischer Gestalter in der von amerikanischem Geschmack und italienischem Design dominierten Autoszene das damals geltende Schönheitsideal sportlicher Coupés um. Die weit vor der A-Säule liegenden Türscharniere erinnern beispielsweise an den Jaguar E-Type, die Seitenlinie lässt an den Ferrari GTO denken. Auch Freunde der Corvette können am Heck Ähnlichkeiten entdecken.

Dennoch hat der nur Gleichwohl 1,16 Meter hohe Toyota seinen ganz eigenen, typischen Stil – was nur wenige spätere Modelle der Marke wieder erreichten. Einen Reihensechszylinder mit doppelter Nockenwelle zur Ventilsteuerung wie beim Toyota 2000 GT gab es in den Sechzigern nur noch bei Jaguar und Mercedes, die Verbindung mit einem Fünfgang-Schaltgetriebe war einzigartig. Drei Flachstromvergaser sorgten für die Gemischaufbereitung, bei 6600 Umdrehungen pro Minute leistete der Motor 110 kW/150 PS.

Ein gut erhaltener 2000 GT wird heute mit mindestens 300 000 Euro versichert, auf Auktionen würde der Zuschlag wahrscheinlich bei einem noch höheren Betrag erfolgen.

www.focus.de

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © dpa

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