Im Krebsgang

"Avatar"-Studie von Mercedes und Disney

Neue Autos werden längst auch aus der Klimaschutz-Perspektive heraus beurteilt. Auf der Elektronikmesse CES will Mercedes beweisen, dass Luxus Zukunft hat, wenn er naturnah und nachhaltig ist.

Las Vegas (dpa/tmn) - Gemeinsam mit dem Disney-Konzern zeigt Mercedes auf der Elektronikmesse CES eine vom Kino-Kassenschlager "Avatar" inspirierte Designstudie.

So wie im Film das Volk der Na'vi auf dem Planeten Pandora mit der Natur im Einklang lebt, betone auch das Elektrofahrzeug "Vision AVTR" den rücksichtsvollen Umgang mit den Ressourcen und die Harmonie zwischen Mensch und Natur, erklärt Designchef Gorden Wagener.


Beim AVTR handelt es sich um einen mehr als fünf Meter langen Viersitzer, dessen Silhouette einen Bogen beschreibt. In vielen Details sei dabei die Natur das Vorbild gewesen, so Wagener. Die ballonförmigen Reifen erinnerten an Blütenkelche, und auf dem Heck gebe es 33 bewegliche kleine Klappen, die dem Rückenpanzer eines Reptils nachempfunden seien.

Zehntausende LEDs an Karosserie und Reifen


Zusammen mit fast 20.000 LEDs überall an Karosserie und Reifen sollen die Klappen und Reifen der Kommunikation mit der Außenwelt dienen. Auch die Fortbewegung folgt einem Vorbild aus der Natur: Weil die vier Räder einzeln angetrieben sind und gegenläufig angesteuert werden können, fährt die Studie nicht nur vorwärts oder rückwärts, sondern kann sich auch im Krebsgang zur Seite bewegen.

Hinter transparenten Türen, die wie Insektenflügel nach oben aufschwingen, erwartet die Passagiere eine kuschelige Lounge ohne Lenkrad, Anzeigen oder Bildschirme. Sie erwacht erst zum Leben, wenn der Fahrer die Hand auf das einzige Bedienelement in der Mittelkonsole legt. Damit steuert er nicht nur die Fahrt, sondern auch eine riesige Projektion, die das gesamte Armaturenbrett mit Unterhaltungsinhalten füllt.

Die Batterie entsprang der Fantasie

Aber der AVTR soll auch in Sachen Nachhaltigkeit punkten: So ist der Fahrzeugboden mit Rattan ausgekleidet. Und die Batterie nutzt eine Zelltechnologie, die ohne Metalle und Seltene Erden auskommt und deshalb nicht nur recyclingfähig, sondern auch kompostierbar ist. So eine Wunderbatterie gibt es allerdings noch nicht - sie ist Fantasie und Wunsch der Designer.

Elektronikmesse CES

Rubriklistenbild: © Daimler AG

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