Autohersteller buhlen mit Rabatten

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Chancen auf Schnäppchen beim Autokauf

Duisburg - Autokäufer in Deutschland haben es gut. Nach einer neuen Marktstudie geben Hersteller wieder höhere Rabatte auf Neuwagen. Um den Markt anzukurbeln gibt's Preisnachlass bis zu 4.000 Euro.

Vor allem die Nachlässe im Handel sowie die Zahl der Kurzzulassungen hätten sich erhöht, teilte das CAR-Center Automotive Research der Universität Duisburg-Essen am Mittwoch mit. Mit einem Nachlass von mehr als 32 Prozent war der Fiat Panda das Auto mit dem höchsten Rabatt vor dem Citroen Berlingo mit gut 31 Prozent.

Die durchschnittlichen Händler-Rabatte bei Internetvermittlern für die 25 verkaufsstärksten Modelle stiegen im Dezember um 0,2 auf 15,9 Prozent, wie es in der Studie des Experten Ferdinand Dudenhöffer weiter hieß.

Mit 76.730 Zulassungen auf Hersteller und Handel lag die Quote der taktischen Zulassungen bei 28,5 Prozent; demnach mehr als jedes vierte neue Auto. Wagen mit diesen Kurzzulassungen, kommen dann oft nach wenigen Tagen billiger auf den Markt.

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Deutliche Signale für allgemeine Schwäche des Marktes

Laut Studie ist auch der traditionell rabattscheue Volkswagen-Konzern immer mehr betroffen. So werden laut Dudenhöffer etwa der Skoda Fabia und Oktavia mit 29 beziehungsweise 25 Prozent Rabatt über Internetvermittler verkauft, und die Marke VW bezahle ihren Händlern bis zu 700 Euro zusätzliche Prämie für den VW Polo bei Erreichen der Verkaufsziele. Auch Luxushersteller wie BMW und Mercedes können sich laut Dudenhöffer von den Rabattaktionen nicht mehr abkoppeln.

Der Experte kommt zu dem Schluss, der deutsche Automobilmarkt „wird im Jahre 2012 daher nur mit viel Mühe und Geld in Bewegung gehalten werden können“. Der Beitrag des deutschen Markts zu den Unternehmensgewinnen im Jahr 2012 werde sinken.

Auch die Internetbörse MeinAuto.de berichtet über hohe Preisnachlässe. So werde der Seat Ibiza aus dem VW-Konzern mit 32 Prozent oder 4.063 Euro Nachlass angeboten.

dapd/dpa

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